Sprachliche Förderung

Wien startet "Frauencolleges"

23. Jänner 2012, 17:32

Stadträtin Sandra Frauenberger präsentierte einen neuen Sprach- und Bildungsplan für Migrantinnen

Wien - "Den einen Deutschkurs gibt es nicht und Deutsch alleine macht noch keine erfolgreiche Integrationsbiografie", sagt Frauenstadträtin Sandra Frauenberge (SP). Die Stadt Wien hat deshalb einen Sprach- und Bildungsplan für Migrantinnen entwickelt. Neben Alphabetisierungs- und "Mama lernt Deutsch"-Kursen gibt es nun mit dem "Frauencollege" Aufbaukurse, in denen Migrantinnen ihr Deutsch vertiefen und Fächer wie Mathematik, EDV oder Geschichte belegen können. Damit sollen sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Heuer stünden insgesamt 1600 Plätze zur Verfügung, sagte Frauenberger am Montag.

Das Programm ist in drei Stufen gegliedert: Für Frauen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen gibt es Deutsch- oder Alphabetisierungskurse, teils in deren Muttersprache. Um die Orientierung im Alltag zu verbessern und den Frauen zu zeigen, wie sie ihre Kinder im Bildungssystem unterstützen können, werden "Mama lernt Deutsch"-Kurse angeboten, an denen bereits 6000 Frauen teilgenommen haben.

Die "Frauencolleges" sollen laut Frauenberger eine "Brücke von Spracherwerb und Orientierung hin zu Vermittlung in den Arbeitsmarkt" sein. Dabei sollen Migrantinnen weitergebildet werden, die bisher wegen fehlender Allgemeinbildung oder Basisqualifikation nicht an Programmen des Wiener Arbeitnehmerinnen Förderungsfonds (Waff) teilnehmen können. Die Frauencollege-Kurse finden in der Hauptbücherei und in der Bücherei Simmering, ab Herbst 2012 an sechs weiteren Standorten statt.

Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SP) verwies auf Synergien, die Hauptbücherei sei Wiens größtes Sprachenzentrum. Fünf Millionen Euro investiert die Stadt wie bisher, für Teilnehmerinnen sind die Kurse kostenlos.

Sprachliche Frühförderung

Mehr Geld wird Wien künftig für die sprachliche Frühförderung in den Kindergärten bereit stellen müssen. Die neue 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern soll heute, Dienstag, im Ministerrat beschlossen werden. Wien hatte bisher pro Jahr 1,74 Millionen Euro vom Bund erhalten. Laut der neuen Vereinbarung sollen es künftig 1,22 Millionen Euro sein - die Hälfte muss Wien beisteuern. "Es wird auch in Zukunft gleich viel Geld für die sprachliche Frühförderung geben, weil Wien mehr Mittel zuschießt", betonte Oxonitsch. Allerdings "über die gekürzten Mittel aus seiner Sicht "noch nicht das letzte Wort gesprochen". (fern, DER STANDARD, Printausgabe 24.1.2012)

desglaubstjonet
00
23.1.2012, 18:36
Ja, keine Frage ...

... etwas wichtigeres, wofür dieses Geld ausgegeben werden könnte, fiele mir ad hoc auch nicht ein.

Liebe Augustine
00
23.1.2012, 17:58
Als dringlichster Kurs erschiene mir ein Lehrgang zur Stellung der Frau im Islam!

In Ägypten werden heute Frauen, die in der Revolution Seite ans Seite mit den Männern gekämpft haben, diskriminiert, entwürdigt, aus dem öffentlichen Leben verbannt, und alles im Namen Allahs und der Scharia.
Es ist Zeit, daß die Reform des Islam von den am meisten negativ Betroffenen in Angriff genommen wird, und das sind die Frauen.
Und in einem weiteren Kurs über Kindererziehung sollte ihnen beigebracht werden, dass ihre Buben nicht besser als Mädchen sind.

Liebe Augustine
00
23.1.2012, 18:02
Und den moslemischen Vortragenden

weiblichen Geschlechts sollte nahegelegt werden, in westlicher Kleidung zu erscheinen.
Jede moslemische Kleiderordnung signalisiert automatisch die weibliche Diskriminierung durch die Scharia.

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