Frauenförderpläne

Nein, sagt die Wirtschaftskammer

4. Februar 2012, 14:33

Frauenförderung in Betrieben ab 100 MitarbeiterInnen, so der Vorschlag von Heinisch-Hosek - Unterstützung kommt von den ÖGB- und SPÖ-Frauen

Wien - Die Wirtschaftskammer lehnt den Vorstoß von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek entschieden ab, Betriebe ab 100 Mitarbeitern zu Erstellung von Frauenförderplänen zu verpflichten - dieStandard.at berichtete. Das erst im Vorjahr geschnürte Gleichbehandlungspaket, das für Betriebe verpflichtende Einkommensberichte und Entgeltangaben im Stelleninseraten mit Sanktionen bei Zuwiderhandeln gebracht hat, "sollte jetzt einmal umgesetzt werden, statt die Betriebe mit immer neuen Maßnahmen noch stärker gesetzlich zu bevormunden", sagte Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer am Samstag in einer Aussendung. "Statt die Betriebe in ein noch engeres Korsett zu stecken, sollten die bereits beschlossenen Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten können." Das "Schwingen der Gesetzeskeule" schade nach Ansicht der Wirtschaftskammer den Betrieben und nützt auch den Frauen nicht.

Unterstützung bekommt Heinisch-Hosek hingegen von der Gewerkschaft. "Verpflichtende Frauenförderpläne sind überfällig", schreibt ÖGB-Frauenvorsitzende Brigitte Ruprecht in einer Aussendung. An die Existenz von Frauenförderplänen sollte ihrer Ansicht nach auch die Vergabe von Wirtschaftsförderungen gekoppelt werden. Auch SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz begrüßten die Initiative der Frauenministerin. (APA)

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15 Postings
frauenzimmer
00
mehr frauen in die männerwirtschaftskammerilla!

silverfinger
00
28.3.2012, 13:13
und dann?

Cynicism
14
Da liegt halt der Unterschied

zwischen rational denkenden Unternehmern und den feuchten Tagträumen unserer Quoten-Ministerin.

ravenna
15

in der wirtschaftskammer bestimmen halt keine frauen-lobbyistinnen, die von der umsetzung ihrer forderungen selbst am meisten profitieren.

Richard Ebner
17
Alleine die Behauptung, das "würde ...

... die Unternehmen keinen Cent kosten" disqualifiziert Fr. H.-H. als ernstzunehmende Ansprechpartnerin für die Unternehmen.

Pygar
 
82

Leider war so etwas zu erwarten. Wer bestimmt denn in der Wirtschaftskammer? Doch genau die alten Kerle, die sich auch in den Unternehmen an die alten Zeiten klammern. Ich glaube die merken nicht einmal, dass sie gegen die Interessen der eigenen Unternehmen handeln, wenn die Insolvenzverwalterin bereits an der Tür klingelt.

Antagonist1
10
10.2.2012, 11:22
WER bestimmt?

WER ist denn diese Frau JANK, hat die etwas zu sagen?

Dimple
24
Ich bin kein besonderer Freund der WK

aber hier hat sie recht:

Einen Frauen-Plan erstellen usw. kostet mind. ein Arbeitsmonat, wenn das so sein soll, wie Fr. Heinisch-Hosek das vorschlägt.

Wer bezahlt das?

lg
Dimple

Pygar
 
61

Das ist genau die Versagermentalität.

Lieber an althergebrachten festhalten; koste es was es wolle! Und wenn wir damit das Unternehmen weiter herunter wirtschaften ... egal, es wurden ein paar lächerliche Währungseinheiten für das neue Unternehmenskonzept gespart!

Wer so denkt, hat schon verloren und sollte erst gar nicht daran denken eine Firma zu gründen.

Dimple
00
Ich bin selber (Klein-) Unternehmer

und kenne viele Unternehmen (sowohl von Frauen als auch von Männern gegründete/geführte).

Es ist schon klar, dass das Nicht-Mitgehen mit den Anforderungen der Zeit, die Unternehmen umbringt (ausser wenn man es lange genug macht: Hufschmied ist ein sehr einträgliches Gewerbe geworden).

ABER: Frauen-Förderpläne bei Unternehmen mit unter 150-200 MitarbeiterInnen: lächerlich.

Nur basiert die österr. Wirtschaft primär auf diesen Unternehmen - Klein- und Mittelbetrieben (die ich in .at mit 0-100 MitarbeiterInnen definiere).

lg
Dimple, was gibt es bei einem 15-Personen-Betrieb für Förderpläne für irgendwas?

Pygar
 
10

Also Mitleid mit Läden, wo Frauenförderpläne für "lächerlich" befunden werden und die dann den Bach runter gehen, habe ich sicher keines.

Vermutlich werden viele bald wieder jammern wegen der nächsten Finanzkrise oder Eurokrise, ohne mal zu versuchen etwas zum Positiven zu verändern.

Antagonist1
10
ES

wollte eine Firma gründen?

Ein Mann
57
"Unterstützung kommt von den ÖGB- und SPÖ-Frauen"

Sprich von genau jenen, die nichts arbeiten müssen und ausschließlich am Busen von Vater Staat naschen.

speakers corner
38
Gut so!

Solange die Angleichung des Pensionsantrittsalter von der Frauenministerin blockiert wird, braucht man über andere Gleichberechtigungsfragen erst gar nicht diskutieren.

mlau
69

Wow, wer hätte gedacht dass es in der WK noch Leute mit Hirn gibt!

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