"Was gut verpackt ist, wird gern genommen"

Ansichtssache
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foto: ögb-solidarität

Solidarität?

Eine hohe Frauenquote ist kein Schaden für ein Unternehmen, heißt es immer wieder, und schon gar nicht, wenn "Frauen bei manchen Tätigkeiten einfach mehr Gefühl haben. Etwa beim Flechten des Riesenstriezels".

Ja, Frau hat Gefühl und Mann hat Rationalität. Und Frau flechtet Zöpfe während der Mann den schweren Mehlsack herbeischleppt, oder so ähnlich. Männer arbeiten, während sich Frauen lediglich beschäftigen. Ist doch schön, den ganzen Tag Zöpfe zu flechten und dabei in aller Ruhe mit den Kolleginnen zu plaudern.

Dass derartige Rollenzuschreibungen gerade in der ÖGB-Zeitung "Solidarität" dargestellt werden, ärgert im Übrigen auch Leserin Susanne H., die uns diesen Zeitungsausschnitt zukommen ließ. Sie regt zum einen auf, dass solche Sätze von einem Betriebsrat geäußert werden, zum anderen, dass der Artikel von einer Öffentlichkeitsarbeiterin des ÖGB verfasst wurde.

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da bekommt <ihr> mal ein "well done"

und interpretiert einen bösartigen Hintergrund.

was fällt denen eigentlich ein zu sagen, Frauen hätten mehr Geschick - eine Frechheit, typisch Mann.

ad bild 3: steht denn irgendwo im kleingedruckten welche der beiden produktgruppen für welches geschlecht sein muss?
dürfen frauen kein bier kaufen?
dürfen männer keine kosmetikartikel benutzen?

das ist genau die sinnlosigkeit dieser rubrik -> man sieht immer nur das was man sehen will auch wenn es gar nicht vorhanden ist

Sinnlosigkeit eines Artikels =/= Sinnlosigkeit einer ganzen Rubrik...

Da kenne ich ein ähnliches Zitat von einem Industriellen: "Klar, wir beschäftigen gerne Frauen, zum Beispiel in der Verpackung, die packen alles so schön sorgfältig ein, während die Männer immer alles durcheinanderschmeißen."

Wenn es die Betriebsrätin sagen würde, wäre es hingegen sexistisch-korrekt. Sicherlich haben Frauen im Sinne des Feminismus auch das bessere Gefühl für diese und jene Angelegenheiten, paradigmatisch für Gender-Dinge, obwohl das Gender ja nur eine

grammatisch und diskursiv konstruierte Kategorie wäre, somit ganz gar nichts mit dem biologisch-anatomischen Geschlechts-Unterschied, den tatsächlich nur der adressierte dumme Mann vor Augen hat, zu tun hätte.

Das "Böse" ist , wenn es ein Wesen, das in biologischer Hinsicht männlich ist, wagt, irgend etwas über das Gender oder den Geschlechtsunterschied auszusagen. Das wäre Frauen-Sache. Da sitzen die Feministinnen auf dem Terrain wie ein maskulinistischer Kampfhund, nachdem er es durch Urin markiert hat.

Der böse Mann dürfe über das Geschlecht überhaupt nichts mehr aussagen, das wäre Frauen-Sache: nicht im Sinne des diskursiv konstruierten Genders, sondern in dem des ganz ordinär biologistisch-anatomistisch hypostasierten Geschlechts.

da muss ich doch an die uni linz denken mit ihrer stabsabteilung für gleichstellungspolitik (ausschließlich frauen) und an den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (same picture)...ja da scheints als wär ein geschlecht in dieser hinsicht wohl gleicher als das andere :)

ad bild 3: man könnte sich vor verurteilung die geschlechtsspezifische verteilung des konsums dieser produkte ansehen. vielleicht käme man dann zu dem schluß, daß es sich nicht um sexistische, sondern bloß um zielgruppenorientierte werbung handelt.

"eine unrealistische Darstellung von einem Frauenkörper"

Wir sprechen da aber nicht von einer zwecks Photoshop-Tuning veränderten Dame, sondern von einer Zeichentrickfigur...

...da können Sie ja gleich eine Zitrone an Mini-Maus verleihen, die zeigte sowieso immer viel zu viel Bein...

Ich glaub Mäuse scheren sich nicht viel um Mäusekörperdarstellung in der Werbung.

Das grundsätzliche Problem ist dasselbe, ob die großen Brüste und die schlanke Taille mit Photoshop hergestellt oder gleich gezeichnet wurde macht nicht viel Unterschied.

also kommt auf den nächsten Flyer eine kleinbrüstige Dicke (:

Guter Plan, am besten gleich in der Marketingvorlesung einbringen, die freuen sich bestimmt ;)

Zu 3: Nä, ich hätte das sowohl als auch für beide verstanden, aber Bier trinken ist in meiner Generation so selbstverständlich für Frauen...
Die verstehe ich absichtlich nicht so wie vermutlich doch gemeint. Immerhin brauchen Kerle auch Kosmetik oder ihnen fällt die Haut vom Leib im Winter.

ad Bild 1:

Aber was nun, wenn das durchaus empirischer Erkenntnis entspricht, dass Frauen mit ihren im Allgemeinen kleineren Händen bei manchen Arbeiten geschickter sind als die Männer mit ihren groben Pratzen und umgekehrt die groben Pratzen der Männer für manche Tätigkeiten besser geeignet sind, als die im allgemeinen zierlicheren Hände von Frauen? ("Schatzi, bringst du das Gurkenglas auf?")

Die Handentwicklung bezüglich Fähigkeit und Geschicklichkeit hängt aber davon ab, was man damit MACHT. Sonst gäbe es keine berühmten Maler und Dekorateure...und schon gar keine weibliche Vorliebe für "Pianistenhände" ;)

Es geht mir nicht darum, ob Frauen nun tatsächlich die per se die geschickteren Zöpfeflechterinnen sind.

Es geht mit darum, dass es nicht undenkbar ist, dass unterschiedliche anatomische Voraussetzungen prädisponierend für bestimmte Fähigkeiten sind. Was nun, wenn das so ist? Könnte man das nicht akzeptieren?

Wird eh akzeptiert von den Feministinnen, gerade von den klassischen, denen die post-strukturalistische Gender-Theorie zu viel Hirn-Wichsen ist. Vor allem jenen Feministinnen,

die Es praktisch anpacken und nichts mit der bösen, dogmatischen, abstrakten Logik und universalen Vernunft des Mannes (Universal=Verbrechen) zu tun haben wollen, rekurrieren total unreflektiert und immer nur auf ihrem je eigenen Vorteil bedacht auf den biologisch-anatomischen Geschlechtsunterschied.

Da gibt es tausend und einen Artikel über das "weibliche Gehirn" und ähnlichem Schwachsinn.

Rückfall in die vulgärste Form einer stumpfsinnlich-biologistischen Gespenster-Metaphysik!

Die post-feministische Gender-Theorie von Butler ist nach wie vor absolute Avantgarde, die vom positivistisch-pragmatischen Feminismus nie vollständig akzeptiert worden ist. Zu Abstrakt-Formal, zu - hier sind sexistische Klischees erwünscht - "männlich".

teil2:

bsp3:da gibst rabat auf bier und auf kosmetikprodukte-aber ohne irgendeiner zuschreibung...nirgends in der werbung wäre zu lesen,daß es das bier nur für männer und die kosmetikprodukte nur für frauen gibt...

wie bei den anderen beiden fällen passiert die reduzierung nur in den köpfen der zitronierer/innen ist aber so aus der webung nicht weiter ableitbar...

bsp4:ok...ein dümmliches foto,aber sexistisch?
nicht wirklich-der zusammenhang ist ja wohl da:verpackungsfirma-> verpacken,und es gibt ja nicht mal brüste zu sehen-jetzt gibts die zitronen also auch schon wenn die brüste verpackt/verhüllt werden...

bsp5:ok..hier hätte auch ein leicht bekleideter mann dazugehöhrt,damit man auch die frauen anspricht-deswegen zitrone vertretbar

...und warum wird teil 1 nicht veröffentlicht?

Zu Bild 3: Nein, es steht nicht ausdrücklich da, dass man bei den Kosmetikprodukten an Frauen und beim Bier an Männer denkt. Trotzdem wird man sich etwas dabei denken, dass es nicht einfach heißt: "Auf Bier und Kosmetika gibt es 25 % Ermäßigung."

Ich finde es ein bisschen kindisch, dass man diese Männer/Frauen-ihn/sie-Bier/Kosmetik-Trennung wegleugnet, weil sie ja, wenn man genau hinschaut gar nicht ausdrücklich dasteht. Da stellt man sich absichtlich dumm und blind um das Offensichtliche nicht wahrnehmen zu müssen.

Zu Bild 4: Der Zusammenhang ist ein konstruierter, um Verpackung irgendwie mit Brüsten in Verbindung zu bringen. Wenn einem zum Thema "Verpackung" als erstes Brüste einfallen, hat man wohl ein Problem! Das ist wie: "An was denken Sie bei 'Verpackung'?" - "An Brüste." - "Was? An Brüste? Warum?" - "Weil ich *immer* an Brüste denke!"

offensichtlich ist bei bsp3 daß eben keine eindeutige zuschreibung erfolgt ist, und offen gelassen wird,wer sich was kauft...wenn sie bei bier automatisch an männer denken und bei kosmetika automatisch an frauen,dan passieren diese zuschreibungen in ihrem kopf...

zu bsp4:klar ist der zusammenhang nicht die erste assoziation,aber das verlangt ja auch niemand...

2 dinge

1. postet die zitronen nicht am forumfreien tag ihr feiglinge (für mich heisst das nämlich, dass sie selbst daran zweifeln was sie bekriteln und darum dies am forumfreien tag passiert)
2. kümmert euch um echte ausbeutung der frau und nicht um solche an den haaren herbeigezogenen schwachsinnsempörungen die in euren femkopfkinos stattfinden aber sonst nirgendwo!

jetzt darf man die frauen nicht mal mehr loben das sie etwas gut können weil auch da steckt schon sexismus dahinter. sorry aber ihr disqualifiziert euch bei jeder zitrone aufs neue! und ihr bekommt dafür auch noch an gehalt bezahlt?!?

"Kümmert euch"...

Emanzipation ist, wenn Frauen sich selbst aussuchen dürfen, worüber sie sich aufregen und worum sie sich kümmern dürfen. Pfft.

aber dann dürfen sich die frauen nicht wundern wenn sie nicht ernst genommen werden, wenn das ihre probleme sind.

schon oft geschrieben aber es muss wieder sein: was ist mit den cola light männern die oben ohne ihre stäleren muskel in der werbung platzieren? wo ist da der aufschrei der frauen dass dies sexismus ist?

Ich denke nicht dran anderen Frauen den Mund zu verbieten, weil sie Frauen sind und es andere Problemherde gibt.

Eine große Gruppe auf Grund des Verhaltens einer Untergruppe oder eines Individuums zu verurteilen, ist Vorverurteilen bzw. Diskriminieren. Wenn ein Schwarzer oder eine Gruppe von Schwarzen Leuten die Kehlen durchschneiden, sollte man dann zu und über alle/n Schwarzen sagen: "Hört auf, so gewalttätig zu sein und wundert euch alle nicht, wenn wir euch automatisch für Mörder halten"? Wäre das eine gerechte Einstellung?

Die alte Colawerbung aus den 90ern ist tot, im Gegensatz zu dem Kram a oben oder seltsamen Comic-Darstellungen oder aktuellen Filmen und Serien, die Vorurteile und Sexismus verstärken. Im Übrigen: Da ist es schon wieder, das "Ihr Frauen kümmert euch nicht um meine Belange!"

http://derailingfordummies.com :P

Dank für den Link :D

es ist also beleidigend zu sagen: dei frauen könne besser stritzel flechten

daher werde ich meine mama nicht mehr loben dürfen, dass sie den apfelstrudel besonders gut gemacht hat, oder meiner freundin nicht mehr sagen dass sie sexy ist

wenn die ideologie dieser zitronen-emanzen sich durchsetzen würde, hätte kein kind mehr eine mama die was gutes kocht, und dem kind geborgenheit gibt.
wenn ich mich erst an meine oma erinnere: wenn es in ihrer küche so gut nach ihren selbstgebackenen mehlspeisen gerochen hat. und sie hat sich immer soo gefreut wenn es mir geschmeckt hat.
Wir hatten zwar kein 24h-tag fernsehen, aber dafür hatten die mütter und omas noch zeit mit den kindern zu spielen, und geschichten zu erzählen.
das kennen die meisten heutigen kinder garnicht mehr

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