Hintergrund

Pensionsantrittsalter im EU-Vergleich

8. Februar 2012, 13:24

Italien plant bis nach 2020 Anhebung auf über 70 Jahre - Die meisten Staaten wollen bei 65 Jahren bleiben

Brüssel - Das gesetzliche Pensionsantrittsalter für Männer liegt in 15 der 27 EU-Ländern bei 65 Jahren. Nur Frankreich scherte bisher mit 60 Jahren deutlich nach unten aus, doch kündigte die Regierung zuletzt eine Anhebung um zwei auf 62 Jahre an, allerdings erst für die Zeit nach 2020. Auf der anderen Seite wird in Deutschland schrittweise das Pensionsantrittsalter von 65 auf 67 Jahre zwischen 2012 und 2029 erhöht.

Sieben Jahre Erhöhung bis 2060

Die EU kann sich vorstellen, das gesetzliche Pensionsantrittsalter bis 2060 um bis zu sieben Jahre zu erhöhen. Dies würde theoretisch in den meisten Staaten einen Pensionsbeginn erst mit 72 Jahren ermöglichen. Tatsächlich kommt nach den vorliegenden Plänen der EU-Länder nur Italien an dieses Alter heran. Die ItalienerInnen beabsichtigen nach den jüngsten Daten der EU-Kommission eine Anhebung auf über 70 Jahre für die - nicht genau definierte - Zeit nach 2020.

Nur mehr in zwei Ländern unter 60

Bei den Frauen gibt es bisher bereits in zehn EU-Staaten ein Pensionsantrittsalter von 65 Jahren und damit keinen Unterschied zu den Männern. In neun weiteren EU-Ländern beträgt es noch 60 Jahre. Nur in zwei Ländern liegt es unter 60 Jahren - in Rumänien mit 58 Jahren und acht Monaten sowie in der Slowakei, wo der Pensionsantritt für Frauen gestaffelt bereits ab 57,5 Jahren möglich ist.

In Österreich gilt derzeit ein Antrittsalter von 65 Jahren für Männer und 60 Jahren für Frauen. Allerdings gibt es für die Frauen ebenfalls schrittweise eine Anhebung - 2033 sollen sie wie die Männer 65 Jahre als Antrittsalter haben. An eine darüber hinausgehende Erhöhung des Pensionsantrittsalters denken Österreichs PolitikerInnen - zumindest vorläufig - nicht. Ob es bei weitere Änderungen im Rahmen der Frühpensionsmöglichkeiten bei der sogenannten Korridorpension - derzeit ab 62 Jahren möglich - geben wird, ist teil der laufenden Sparpaket-Verhandlungen. Zuletzt war von einem Anstieg der Korridor-Frühpension auf 63 Jahren die Rede. (APA)

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11 Postings
Herr Hofrat
00
18.2.2012, 10:02

Wir ja Zeit, dass Frauen, die ja bekanntlich eine längere Lebenserwartung als Männer haben, auch erst später in Pension geschickt werden.
Trotzdem finde ich es noch diskriminierent, dass Frauen dann noch immer länger ihre Pension geniesen.

Sigrun1
00

was nützt es, daß das Alter in Ö offiziell bei 60 bzw 65 Jahren liegt, wenn man im Schnitt generell vor 60 in Pension geht?
Das Alter bis zum Jahr 2033 anzupassen ist einer jener Politwitze mit dem sich die Befürworter nur lächerlich machen.
Wenn wie in BRD pro Jahr vorzeitigem Pensionsantritt +3% abgezogen würde, so würde sich mancher überlegen doch noch länger zu arbeiten.

Leute, die aus psych. Gründen nicht mehr arbeiten können sollten tatsächlich einen Eignungstest für die Erhaltung der Fahrberechtigung machen müssen, damit man sicher sein kann, daß sie niemanden gefährden

Sand
00
Laut OECD ist unser effektives Pensionsalter outstanding 58,9 Jahre niede

http://www.oecd.org/document/... _1,00.html und den Link Download the Avarage effective age of retirement in 1970-2009 in OECD countries. Aber es war schon höher! - Im Vergleich dazu Griechenland: 61,9 Deutschland 61,8 Schweiz 65,7 Italien 61,1 Slovenien 62,0 Ungarn 60,0 Slowakei 59,9, Tschechei 62,0 - Finnland 61,8 Dänemark 64,4 Norwegen 64,7 Schweden 66,0

Pygar
 
33

Frankreich sollte das Vorbild sein. Eine 30 Stunden Woche und ein Pensionsalter von 55 Jahren würde die Arbeitslosigkeit und die Burnout-Rate massiv senken und sehr viel zur Lebensqualität aller Menschen beitragen.

Als Anfang jedenfalls. Alles andere ist eine Zumutung.

Sigrun1
01

und wer zahlt die Pensionen ein und finanziert das Arbeitslosengeld? Bleiben ja kaum noch Steuerzahler übrig!
Die reichen? Die ziehen aus!, Die Industrie? Die geht in Länder in denen noch gearbeitet wird

Pygar
 
20

Die, die auch Billionen zahlen, um den Euro künstlich am Leben zu halten, Bank-Manager und korrupten Bonzen aus der Polit-Kaste das Geld vorne und hinten reinschieben, Despoten, Diktatoren und Terror-Regime mit viel Geld unterstützen ...

Da ist genug! Man muss es nur richtig verwenden.

worry1
00
Das geht nicht

Dann würden nämlich unsere 400.000 Arbeitslosen auch eine Arbeit haben und damit könnte man nicht so gut Lohndumping betreiben.
Die Reichen schieren nur Zwietracht zwischen Jung und Alt damit sie immer mehr einstreichen können.
Leider haben aber Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose keine Vertretung mehr im Parlament.

metall81
01
10.2.2012, 10:02
Ich kann dieses Pseudomarxistische Gewäsch...

...vom Lohndumping langsam nicht mehr hören. Entweder eine Arbeitskraft rechnet sich für eine Firma oder nicht, wenn ja wird eingestellt, wenn ja nicht. Dabei ist es dem einzelnen Unternehmer relativ Blunzn, ob damit die Arbeitslosenquote unter einen kritischen Wert senkt oder nicht. Oder glauben Sie vielleicht es gibt eine Verschwörung aller Unternehmer (inklusive der tausenden Kleinunternehmer), die am Kamin sitzend und Cognac schlürfend und diabolisch lachend die Arbeitslosenrate festlegen.

Und nochwas: Glauben Sie wirklich die Unternehmer stellen mehr Leute ein wenn deren Produktivität durch kürzere Arbeitszeiten gesenkt wird?

greenIT
21

oder noch besser wir nehmen griechenland als vorbild.

ach ja und ich wünsch mir immer schönes wetter für alle

Der Busfahrer
02
Grafik 0177-12, Format 88 x 160 mm

glaub da fehlt was....

Andi222
01
da hat die Sekretärin beim APA Copy & Paste wohl zuwenig markiert...

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