Abstimmung über neue Definition von Familie

10. Februar 2012, 17:49
  • Die Stiefkindadoption ist im neuen Familiengesetzbuch in Slowenien vorgesehen. Die Bürgerinitiative wehrt sich dagegen.
    foto: apa/michael löwa

    Die Stiefkindadoption ist im neuen Familiengesetzbuch in Slowenien vorgesehen. Die Bürgerinitiative wehrt sich dagegen.

Ein Referendum über das neue Familiengesetzbuch wird am 25. März stattfinden - Die Öffentlichkeit tendiert zu einer Modernisierung der Familie

Ljubljana - In Slowenien werden die WählerInnen das letzte Wort über das neue Familiengesetzbuch haben. Das Parlament hat am Freitag eine Volksabstimmung über das Gesetz für den 25. März ausgeschrieben. Das Referendum wurde von einer konservativen Bürgerinitiative beantragt, welche die erforderlichen 40.000 Unterschriften dafür gesammelt hat.

Die WählerInnen werden bei der verbindlichen Volksabstimmung gefragt, ob sie dem Inkrafttreten des Familiengesetzes zustimmen. Die aktuellen Meinungsumfragen zeigen eine mehrheitliche Unterstützung für das Gesetz, das die bestehenden Regelungen aus dem Jahr 1976 aktualisiert. Das Gesetz wurde im Juni 2011 von der scheidenden Mitte-Links-Regierung verabschiedet.

Umstrittene Definition der Familie

Das Familiengesetzbuch weitet die Rechte von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aus. Außerdem führt es viele Verbesserungen zum Schutz der Kinder ein, wie etwa das Verbot von körperlicher Bestrafung oder die Institution eines Kinder-Ombudsmannes.

Umstritten sind nur einige Bestimmungen, insbesondere die neue Definition der Familie, die von der traditionellen Auffassung "Mutter-Vater-Kind" abweicht, sowie die Möglichkeit für Homosexuelle, die leiblichen Kinder ihrer PartnerInnen adoptieren zu können.

Widerstand der katholischen Kirche

Die Bürgerinitiative, die von der katholischen Kirche unterstützt wird, hat das Referendum aus Widerstand gegen die neue Familiendefinition beantragt. Sie ist der Auffassung, dass es für die Entwicklung eines Kindes das Beste sei "eine gute Mutter und einen guten Vater" zu haben. Das neue Gesetzbuch definiert eine Familie als "eine Lebensgemeinschaft von Kindern mit einem oder beiden Eltern oder einem anderen Erwachsenem, wenn dieser für das Kind sorgt". Die Initiative stellt sich auch gegen die Stiefadoption für Homosexuelle. (APA)

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In einer LG hat man eben per Gesetz keine Pflichten.
Was sich ein Paar (egal ob LG oder Ehepartner) mit einander ausmachen, ist deren Sache. Gesetzlich geregelt ist nur die "Partnerschaftsvariante Ehe".
Ein Persilschein soll und ist die Ehe natürlich nicht.Hab ich nie behauptet.Sie bedeutet aber für mich,die endgültige Entscheidung für den Partner. Vorher steht für mich die Beziehung noch zur Disposition.
Kann ja jeder anders sehen,aber die Mehrheit sieht es wohl so,immerhin geht die Mehrheit der (Erst)Ehen gut.Mit "Kitsch" hat das wenig zu tun.Nur eine Liebesbeziehung ist sicher selten ausreichend für eine lebenslange Ehe.Sie ist Liebesbeziehung plus Lebenspartnerschaft (Bindung).

"Der Staat soll sich da bitte nicht einmischen, wenn 2 oder mehr Personen zusammenleben wollen aber nicht heiraten wollen."

Und wenn zwei Menschen nicht heiraten dürfen? Warum sollen etwa homosexuelle Menschen nicht dieselben Rechte und Pflichten haben dürfen wie heterosexuelle? Und nein, "Kinder" sind KEIN Argument, da Homosexuelle sehr wohl Kinder haben - aber ihren Partner nicht heiraten dürfen.

Es darf auch der Bruder seine Schwester nicht heiraten

oder die Mutter ihren Sohn, oder eine Frau zwei Männer, ...

Grundsätzlich dürfen natürlich auch homosexuelle Menschen heiraten aber es darf eben nur eine Mann und eine Fraue heitaten.

Es gibt ja jetzt EP, als warum muss dass mit gewalt EHE heißen? Was treibt Menschen, die eine alternative - abseits der traditionellen - Lebensform wählen an, einen derart traditionellen Namen dafür übernehmen zu wollen?

"Was treibt Menschen, die eine alternative - abseits der traditionellen - Lebensform wählen an"

Sie meinen, die Sexualität eines Menschen wäre frei wählbar?

Und der Vergleich mit Bruder und Schwester ist jenseitig, aber das wissen Sie vermutlich eh selbst.

Nein, hab ich nicht behauptet.

Die Lebensform ist wählbar.
Warum soll der Vergleich jenseitig sein?

In einer sachlichen Diskussion bringen Sie den Vergleich

"Es darf auch der Bruder seine Schwester nicht heiraten oder die Mutter ihren Sohn"?

Und?

Stimmt doch, was ist daran jenseitig?

Wenn zwei sich zuvor fremde Menschen heiraten wollen, weil sie sich lieben ziehen sie den Vergleich zu Inzest?

Ich ziehe keinen Vergleich zu Inzest

sondern dazu, dass es für die Ehe Voraussetzungen gibt, die zu erfüllen sind und machen Konstelationen davon eben ausgeschlossen sind.

Abgesehen davon ist GV (also der Inzest) nicht "verpflichtend" in der Ehe. Ein "Anrecht" bzw die "Pflicht" auf Sex steht da nicht drinnen.

Ausserdem ist in der Natur Inzest genauso üblich wie Homosex, wenn nicht sogar deutlich öfters. Nur weil ja so gerne damit argumentiert wird. Also wenn Homosexualität was ganz natürliches ist, warum sollte es Inzest dann nicht genauso sein? Warum soll man das nicht für einen Vergleich heranziehen dürfen?

Homosexuelle können miteinander keine Kinder haben.
Es gibt Kinder in homosex.Beziehungen-aber da kann nur 1 Partner ein Elternteil sein.

Es soll allerdings für Heterosexuelle auch eine Art "eingetragene Lebenspartnerschaft"-wie eben für Homosexuelle- geben. Das wäre wohl ein Kompromiss.

Die Ehe als "höchste Form der Beziehung" (da höchst mögliche Bindung, auch rechtlich) muss man deshalb ja noch lange nicht abschaffen.

Es gibt auch kinderlose Heteroehen, entweder weil sie keine Kinder bekommen können oder nicht wollen.

Da soll der Begriff "Ehe" aber schon weiter gelten?

Ja, die gibt es zweifellos. Aber Mann & Frau können eben grundsätzlich Nachwuchs miteinander zeugen - manche allerdings auch nicht - aber Mann/Mann Frau/Frau können eben niemals miteinander Nachwuchs haben.
Das ist für mich der Unterschied.

Homosex. sollen in Form von einer "eingetragenen LG" füreinander Pflichten/Rechte übernehmen können (wie wir es ja aktuell haben). Die Ehe soll imho eben nur für Mann & Frau sein.

Also müssten Ehepaare bei der Eheschließung unterschreiben, dass sie Kinder haben werden. Haben sie keine Kinder folgt nach 10 Jahren die Zwangsscheidung? Manche Paare WOLLEN keine Kinder und heiraten dennoch - verbieten sie diesen Paaren gesetzlich die Eheschließung?

Man kann die Leute natürlich nicht zwingen - man kann von Seiten der Politik Anreize und ein gesundes, familienfreundliches Klima schaffen.
Aber grundsätzlich können Mann & Frau eben Nachwuchs zeugen - Homosexuelle Menschen können das eben nicht. Das gilt zu akzeptieren - daher kann ungleiches niemals gleich gemacht werden.
Für Homosexuelle soll es die eingetrag. Partnerschaft geben - die ja eh kaum einen Unterschied zur Ehe darstellt.

Dazu, Kinder bekommen zu müssen, kann der Staat ja niemanden zwingen

aber motivieren bzw fördern kann er.

Wenn jemand Medizin studiert und dann nicht als Arzt arbeitet, muss er die Studienkosten auch nicht zurückzahlen oder das Erlernte wieder vergessen. Wenn jemand gänzlich ungeeignet ist (Aufnahmeprüfung) dann muss der Staat diese Ausbildung nicht fördern/finanzieren.

Na eine lose Partnerschaft ist das was der Name sagt.

Das kann von gelegentlichen Treffen bis zu eheartigem Zusammenleben gehen.
Vor allem ohne rechtliche Verbindlichkeiten wie bei einem Vertrag und vor allem ohne Nachwirkungen.

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es um Partnerschaften im Sinne einer LG geht und nicht um gelegentliche Treffs, welche ev. zum zweckorientierten Ausleben persönlicher Bedürfnisse dienen.
Daher kann man unmöglich von loser Partnerschaft im Sinne einer LG schreiben.
Das sind nur rhetorische Tricks zur Besserstelllung des Begriffes Ehe.

Sowohl Partnerschaft genauso wie LG ist ein sehr dehnbarer Begriff.

Nein, dass sind keine rhetorischen Tricks zur Besserstellung des Begriffes Ehe, die Ehe ist eine rechtliche Stellung.

Über die "Qualität" der Partnerschaft/LG/Beziehung sagt das nichts aus.

Das sind rhetorische Tricks zur Schlechterstellung des rechtlichen Status einer Ehe.

Was soll da gedehnt werden?
Wir reden immer noch von Partnerschaft nach Modell LG/Ehe.
Da könnten wir ja gleich über One-Night-Stands diskutieren, denn die sind genau betrachtet auch befristete Partnerschaften.
Ich vermisse daher die Erklärung "lose Partnerschaft" im Kontext des Konstrukts LG/Ehe.
Der Artikel behandelt die Gleichstellung der LG mit der Ehe. Dies impliziert den Vorsatz, nach Ehe-ähnlichem Status leben zu wollen.
"Lose Partnerschaften" - was immer das auch bedeuten mag - sind hier unzulässig, somit also ein klitzekleiner rhetorischer und überflüssiger Kunstgriff der Freigeistin.;-)

Wo wurde das auf Eheähnliche Partnerschaften bzw LG eingeschränkt?

Auch bei Eheähnlichen Partnerschaften/LG gibt es keine rechtlichen Pflichten wie bei der Ehe.

Was genau meinen Sie mit "der Ehe gleichgestellt"? Dass eine Trennung offiziell durch ein Gericht durchgeführt werden muss?

Wer bewertet denn, wie fest bzw lose eine Partnerschaft/LG ist, um dann der Ehe gleichgestellt zu sein? Bei der Unterhaltspflicht (zB bei Notstandshilfe) könnte eine LG genausogut als WG angegeben werden um keine Unterhaltspflicht angerechnet zu bekommen.

Fr. Freigeistin präsentierte den Begriff "lose Partnerschft" offensichtlich als Kontrapunkt zur Ehe. Was das jetzt genau bedeutet kann ja niemand sicher sagen.
Zwischen WG und LG gibt es klare Linien, wie räumliche und besitztümliche Trennungen innerhalb der gemeinsam genutzten Wohnmöglichkeit.

Im Artikel geht es zB. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die an Rechte der Ehe näher heranreichen sollen. Befürworter dieser Angleichung werden also kaum "lose Partnerschaften" pflegen, sondern gleichwertige Beziehungen zur Ehe führen wollen.

Na wenn man bei "lose Partnerschaft" eh nicht genau sagen kann was das bedeutet

wo ist dann das Problem? Wenn man nicht genaun sagen kann, was eine lose Partnerschaft ist, kann man ja auch nicht sagen, was mehr als als eine lose Partnerschaft ist.

So klar sind die Linien zwische LG und WG auch wieder nicht und wie die räumlich und besitztümliche Trennung verläuft ist auch keine eindeutige Sache. Ob der Mietvertrag auf beide bzw alle Beteiligten der WG läuft oder nur ein Hauptmieter/Eigentümer, ist auch nicht geregelt.

Was genau soll denn bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften näher an die Rechte der Ehe heranreichen? Wer hindert jemanden daran, eine gleichwertige Beziehung wie eine Ehe zu führen? Dass jetzt alle Befürworter diese "Angleichung" jetzt selbst solche Beziehungen führen, bezweifle ich.

Am 13.02. um 11.48 habe ich die Freigeistin gefragt, was eine "lose Partnerschaft"(lP) sein soll. Leider kam kein Kommentar von ihr.

Sie haben dafür geantwortet, dass das alles sein kann; es wäre ein dehnbarer Begriff. Das ist formal unzulässig, da, wie gesagt, ONS dann auch dazu zählen würden, welche gar nicht in die Thematik lt. Artikel passen. Es blieb also immer noch die Frage offen, wie sich eine lP definiert im Kontext zum Artikel definiert.
Jetzt sagen Sie, man kann gar nicht genau sagen, was das ist. ? Was erzählte die Freigeistin da?

Eine Partnerschaft nach den Kriterien der Lebensgemeinschaft - darum geht es ja - ist unzweideutig definierbar.
Dagegen ist ein bisschen Ehe genauso unlogisch wie eine lP nach Kriteritum LG.

Also Sie schreiben selbst, dass ein Trauschein keine Beleg für eine (gute) Beziehung ist? Und was wäre dann ein Beleg dass eine lose Partnerschaft eine (gute) Beziehung ist?

So wie Sie sich beim Vergleich zur Ehe ständig auf gute bzw eheähnliche Partnerschaften beziehen, hat Freigeistin1 sich eben auf "lose Partnerschaften" bezogen. Nur wer misst/bestimmt/definiert diese Partnerschaft jetzt?

Bei der Ehe kommt zur Partnerschaft noch ein rechtlicher Vertrag DAZU. Auch dann, wenn es eine "schlechtere" Beziehung war, als eine "gute" LG ohne Ehe(vertrag). Insoferne ist eine uneheliche Partnerschaft eben eine lose(re) Partnerschaft, als die Ehe.

Wenn die Kriterien so unzweideutig definierbar wären, dann würden ja nicht so viele Ehen und LG scheitern.

Wir wissen nicht, was eine lP sein soll, also wissen wir auch nicht, welche Qualität diese hat noch ob die überhaupt ins Schema der Diskussion passt.

Eine LG beinhaltet gleiche Prinzipien wie die Ehe, jedoch ohne rechtliche Ansprüche der Ehe.
Dass die Ehe besser gestellt ist gegenüber der LG, darum wird ja abgestimmt und diskutiert.
Man kann also nicht die bisherige Besserstellung, die ja nicht gerechtfertigt ist, als Argument der festeren Partnerschaft heranziehen, da LG prinzipiell identisch mit Ehen in der partnerschaftlichen Frage sind.
Eine lP ist lt. Freigeistin qualitativ schlechter als die Ehe:
http://diestandard.at/plink/132... id24827525
Begründen konnte sie das nicht.
Sie sagt auch, die Ehe ist eine Einheit, die Ehe hat Pflichten, die Ehe hat Verantwortung.
Nun, das ist aber nichts, was die LG degradieren könnte, da statt Ehe auch LG passen würde.

Wir wissen nicht nur bei einer lP nicht welche Qualität diese hat

wir wissen es auch bei LG und Ehen nicht (wirklich). Aber wir kennen und wissen welchen rechtlichen Status die Ehe hat und genau darin liegt der wesentliche Unterschied. Das ist eine Begründung und auch eine berechtigte Besserstellung.

Freigeistin1 hat lediglich geschrieben, dass sie in einer lP - ohne der rechtlichen Stellung einer Ehe - keine Kinder gewollt hätte.

Wenn ein größerer Anteil der Menschen die Ehe als eine solche "Besserstellung" (egal ob selbst verheiratet oder nicht) sehen, dann können ein paar, die anderer Ansicht sind, darüber philosophieren so viel sie wollen, so bleibt die Ehe trotzdem eine "Besserstellung".

Wir wissen nicht nur bei einer lP nicht welche Qualität diese hat wir wissen es auch bei LG und Ehen nicht (wirklich)."

Wir wissen, dass die LG der Ehe ebenbürtig ist; ich würde sogar behaupten, dass die LG beziehungstechnisch wertvoller ist als die Ehe.
Es gibt nichts, was die Ehe in partnerschaftl. Sicht der LG voraus hat.
Dass die Ehe zB. Bedingung für die Witwenpension ist, ist klar. Aber deswegen heiratet niemand. Will sagen, dass, weil die Ehe partnerschaftl. nichts besseres darstellt, die Gleichstellung mit der LG kommen muss. Heirat, LG, gleichgeschlechtliche(gg) Heirat, gge LG usw. müssen einheitlich rechtliche Bedingungen haben: eingetragen natürlich.

Klar ist die Ehe (noch) besser gestellt. Weil aber es ein Hochrisikogeschäft ist - wie die Zahlen zeigen - ist es auch völlig falsch, an diesem Quatschkonstrukt partnerschaftl. Werte zu bemessen.

Wiesi wissen wir, dass die LG der EHE ebenbürtig ist? Warum soll die LG beziehungstechnisch wertvoller als eine Ehe sein?

Wenn die Ehe eine LG partnerschaftlich um nichts wertvoller macht, um was macht eine EP dann eine LG wertvoller? Wozu braucht man das, wenn es die LG eh nicht wertvoller macht? Was wäre daran denn anders als bei der Ehe, abgesehen vom Namen?

Wird die LG dann durch eine EP beziehungstechnisch auch wertloser, so wie Sie es einer Ehe nachsagen?

Was genau ist denn das Hochrisiko bei der Ehe und warum wollen Sie eine EP der Ehe gleichstellen, damit eine EP auch ein Hochrisiko wird?

Auf der einen Seite schreiben Sie wie schlecht und sinnlos eine Ehe ist und fordern aber, das EP der Ehe gleichgestellt werden und damit ebenso schlecht und sinnlos wie die Ehe.

Also das würde ich dann eine Quatschkonstriktion nennen.

1.Weil die Heirat partnerschaftl. betrachtet lediglich eine offizielle Bestätigung der ->bisher<- geführten Beziehung ist.

So wie es bisher gelaufen ist will man es konservieren. Aus welchem Grund sonst will man heiraten? Weil man hofft, dass dadurch die Beziehung etwa besser wird?
2.Ehe/LG/EP gleichgestellt ermöglicht die Wahl zwischen den Beziehungsformen.
3.Die Scheidungszahlen belegen das Hochrisiko. Da alle Beziehungsformen risikobehaftet sind(was stimmt), kann die Ehe nicht besser gestellt als alle anderen Formen der (eingetragenen) LG sein.
4.Die Erwartungshaltung (siehe auch 1.)
Der Glaube, dass die offizielle Bindung an den Partner dann in Stein gemeißelt ist.
5.Die Ehe als offizieller Beweis ist sinnlos. Die Ehe als Form der LG natürlich nicht. Das ist der Unterschied. Die Ehe ist nicht Schablone für Beziehungen.

Und was wäre dann der Unterschied zu einer "gleichgestellten" EP?

Wozu soll man das doppelt moppeln? Wozu soll man etwas, das praktisch eine "abgeschwächte Form" der Ehe ist, der Ehe gleich machen?

Die Wahl zwischen den "Beziehungsformen" hat man ja, aber was bringt eine Wahl zwischen Beziehungsformen, die vollkommen ident sind, zwischen was wählt man denn da? Zwischen Ehe und Ehe?

Die Scheidungszahlen - denen keine konkreten Trennungszahlen gegenüber stehen - belegen sicher nicht das Risiko.
Was genau ist das Risiko bei der Ehe und warum wollen Sie einer EP das gleiche Risiko anhängen?

Was ist dann die Erwartungshaltung zur (gleichgestellten) EP?

Die EP (insbesondere bei Gleichstellung mit der Ehe) ist dann aber genauso sinnlos. Wozu brauchen wir noch was Sinnloses?

Korrektur:
-definiert

Auch eine LG ist natürlich keine Ehe - sprich - keine Pflichten, keine Rechte.
Und das ist auch gut so, dass da ein Unterschied gemacht wird.

Und Sie meinen nicht, dass es vielleicht noch was anderes gibt außer "Lose Partnerschaften" auf der einen Seite und "Ehe" auf der anderen Seite?

Hab ich doch geschrieben.

Von ... bis ...

Es geht um das Posting von Freigeistin1, in der nur diese beiden Extreme erwähnt werden.

Wie kommen Sie auf Extreme?

Eine Partnerschaft - was an sich schon ein sehr weitläufiger Begriff ist - oder LG kann von gelegentlichen Treffen bis zu eheähnlichen Formen reichen aber ohne rechtlichen Vertag, so wie bei der Ehe.

Was ist daran miss zu verstehen?

Wie kommen Sie auf Extreme?

Vielleicht lesen Sie das betreffende Posting von Freigeistin1 nochmal....

Hab ich. Wo sehen Sie da nur Extreme?

Freigeistin1 genauso wie ich, haben jetzt schon mehrmals geschrieben, dass eine LG eben von bis sein kann. Was ist da ein Extrem?

Natürlich gibts auch langjährige LG - die eheähnlich sind - aber warum soll man da noch ein zusätzliches Konstrukt schaffen? Diese Leute leben ja eh schon wie in einer Ehe - dann können sie ja gleich heiraten.

Sie gehen also davon aus, dass man in einer Ehe "füreinander Verantwortung übernimmt", dies in einer Partnerschaft aber nicht tue.

Was anderes als eine Partnerschaft ist denn eine Ehe??

Nein, einde ehe ist eben auch eine Wirtschaftsgemeinschaft, eine Einheit- das ist eine LG eben nicht. Daher werden beide Modelle richtigerweise nicht gleich behandelt- weil sie eben nicht gleich sind. Eine LG ist rechtl. völlig unverbindlich.

Es geht um die Einstellung dem Partner gegenüber.

Aber es ist interessant, dass Sie bei der Ehe nicht die Partnerschaft als wichtig erachten, sondern auf der Definition als "Wirtschaftsgemeinschaft" beharren. Bloß, wie passt dann das "füreinander da sein" in den Rahmen der "Wirtschaftsgemeinschaft"? Und inwiefern übernimmt man in der "Wirtschaftsgemeinschaft" Verantwortung für einen anderen Menschen.

Was wieder zum ersten Satz dieses Postings zurückführt.

Da steht aber "auch" eine Wirtschaftsgemeinschaft.

Das kommt dann zur Partnerschaft dazu und wertet diese deswegen nicht ab oder verringert sie. Ansonsten kann man ja einen anderen Vertrag als die Ehe abschließen. Partnerschaft ist sowieso ein sehr weitläufiger Begriff.

Danke. Sie haben es richtig erklärt.

Nochmal für Tethys:
Ehe = (für mich) Liebesbeziehung + Bindung + Lebensgemeinschaft/Wirtschaftsgemeinschaft = Lebenspartnerschaft

Lebensgemeinschaft(unehelich) = Liebesbeziehung ohne (rechtliche) Bindung (jeder ist frei jeden Tag zu gehen) und Verpflichtung, keine Wirtschaftsgemeinschaft (meins = meins, deins=deins).

Warum sollte man in einer Ehe nicht einfach gehen können?
Der Trauschein als Zertifikat für ewige Zweisamkeit?
Die Scheidungszahlen zeigen Ihnen deutlich, dass das nicht real sein kann.
Zudem zeigen die Scheidungszahlen nur die offiziellen Trennungen, denn es ist davon auszugehen, dass Probleme nicht zwangsläufig zur Trennung führen sondern anderweitig ein Arrangement gesucht wird; folglich ist die Zweisamkeit ein befristetes Unterfangen, welches im Schnitt 50:50 scheitert.

Ihre Vergleiche greifen genauso in der LG.
Sie reden sich die Ehe nur schön.

Wenn man einfach geht, dann begeht man Vertragsbruch (Eheverfehlung)

und hat damit eine schuldhafte Trennung verursacht, die rechtliche Folgen hat.

Aber zT haben Sie durchaus recht, die Ehe selbst wurde schon "aufgeweicht" und das zeigt sich ja deutlich daran, dass immer weniger Menschen überhaupt heiraten.

Sehen Sie, schon alleine die Tatsache, dass Scheidungen statistisch erfasst werden, wärend die Zahl an Trennungen unverheirateter Paare nur vermutet werden kann, macht schon mal einen Unterschied.

Wenn man einfach geht, dann begeht man Vertragsbruch (Eheverfehlung) und hat damit eine schuldhafte Trennung verursacht, die rechtliche Folgen hat.

Das bedeutet, dass der Trauschein lediglich eine Hürde darstellt die Beziehung zu beenden, oder anders:
Sollten unüberbrückbare Differenzen die Beziehung scheitern lassen, greift die Rückversicherung Ehe ohne Rücksicht auf die Interessen beider Protagonisten; und sei es mit finanziellen Knebeln.

Daraus muss ja folgen, dass Trennungen von unverheirateten Paare mind. genauso hoch sein müssen, da die Ehe dann doch eher Hemmschwelle zur angestrebten neuen Freiheit ist.
Auch hier ist kein Unterschied zu LGen ersichtlich, die für das Konstrukt Ehe sprechen.

Es ist durchaus nachvollziehbar, dass immer mehr Menschen das Konstrukt Ehe als sinnlos ansehen und sich ohne Druck, Schörkel und Firlefanz zur Partnerschaft bekennen.

Nein, das bedeutet dass man die gesetzlichen Bestimmungen, die in diesem Vertrag stehen, einhalten muss.

Und genau das ist ja der Unterschied zu einer LG.

Woher wollen Sie wissen wie viele Trennungen unverheirateter Paare es gibt?
Durch soziale Absicherung hat die Ehe natülich etwas von ihrer Notwendigkeit verloren. Und genau weil ein uneheliche LG eben etwas Anderes ist, kann sie alternativ zur Ehe gewählt werden. Wäre sie das Gleiche wie eine Ehe, wäre es ja keine Alternative zur Ehe mehr.

"Woher wollen Sie wissen wie viele Trennungen unverheirateter Paare es gibt?"

Das ist ganz simpel, da eine Ehe nach gleichem Schema wie eine LG läuft:
Es treten mit den Jahren die gleichen Spannungen auf; die gleichen negativen Seiten des Partners werden wahrgenommen; genauso verschieben sich die Interessen beider Partner usw.
All das kompensiert kein Trauschein. Es muss mind. die gleiche Quote herrschen; wenn nicht sondern weniger- was realistisch wäre-, müsste ein Trend gegen eine Heirat spürbar sein.

Trotz der gleichen Voraussetzungen nimmt die Ehe für sich eine Vormachtstellung ein die nicht gerechtfertigt ist.
Es funktionieren LG genauso gut wie Ehen, nur ein Scheitern ist in einer Ehe bedeutend komplizierter, da dies einer Kapitualtion entspricht obwohl die Heirat offiziell Gegenteiliges bringen sollte.

Warum sehen Sie das Scheitern einer Ehe anders als das Scheitern einer LG?

Statistisch ist schon bekannt, dass es bei Kinder aus Trennungsfamilien auch bei der eigenen Beziehung öfters zu Trennungen kommt. Fakt bleibt, Sie können die Zahlen zu Trennungen unverheirateter Paare nicht nennen.
Vielleicht ist der Trauschein für so manches Paar aber doch eine Motivation an der Beziehung zu arbeiten und sich nicht so schnell zu trennen. Oder vielleicht heiratet das Paar genau aus dem Grund nicht, weil es die Beziehung nicht so "dauerhaft" plant.

Doch, weil bei der Ehe eben noch ein rechtlicher "Vertrag" dazu kommt, rechtfertigt das auch diese "Vormachtsstellung". Wozu wurde denn die EP für gleichgeschlechtliche Paare denn überhaupt geschaffen, wenn das keine "Vormachtstellung" bedeuten würde.

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