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Im Kampf gegen die Drogenmafia setzt Mexikos Regierung auf Frauen. Vor knapp einem Jahr machte Präsident Félipe Calderón die Juristin Marisela Morales zur ersten Generalstaatsanwältin des Landes, nun ernannte er Maribel Cervantes zur ersten weiblichen Chefin der Bundespolizei.
Die erst seit drei Jahren bestehende "Policia Federal" ist mit den Streitkräften der bewaffnete Arm des Staates im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Konzipiert als schlagkräftige Elitetruppe, wurde sie gegründet, um der ausufernden Korruption bei den mexikanischen Polizeikräften etwas entgegenzusetzen.
Der Vormarsch der Frauen in Führungspositionen der Sicherheitspolitik ist ungewöhnlich in einem vom Machismo geprägten Land wie Mexiko und dürfte KennerInnen zufolge auch mit dem US-Einfluss zu tun haben. Sowohl Morales als auch Cervantes wurden in den USA ausgebildet. Morales wurde von US-Außenministerin Hillary Clinton 2011 für ihre Arbeit als Sonderstaatsanwältin gegen das organisierte Verbrechen mit dem "Preis für mutige Frauen" ausgezeichnet.
Während Morales gerne den Medien Rede und Antwort steht, bleibt Cervantes lieber diskret im Hintergrund. Trotz 15 Jahren Karriere innerhalb der Sicherheitskräfte ist über die auf Spionage spezialisierte Beamtin wenig bekannt. Ein paar unscharfe Fotos im Kreis Uniformierter und ein offizielles Foto, auf dem eine streng in die Kamera blickende, mit hochschließendem Pulli und zurückgekämmten Haaren fast nonnenhaft anmutende Frau in die Kamera blickt, sind praktisch alles.
Cervantes stammt aus dem Bundesstaat Hidalgo und hat Kommunikationswissenschaften studiert. Sie spezialisierte sich an der Akademie der Streitkräfte auf Sicherheitsfragen und Militärverwaltung. 1996 begann sie ihre Karriere in der Aufklärungsabteilung des Inlandsgeheimdienstes CISEN. 2007 wurde sie zur strategischen Koordinatorin der Bundespolizei ernannt, danach zur Chefin der Spionageeinheit. Vor ihrer Ernennung leitete die 41-Jährige die Abteilung Aufklärung der Bundespolizei und war die Verbindungsoffizierin zu Ameripol und Europol.
Sie wird fortan eine der wichtigsten Ansprechpartnerinnen Calderóns im Drogenkrieg sein und unter großem Druck stehen, Erfolge vorzuweisen. Denn im Juli sind in Mexiko Präsidentschaftswahlen, die Sicherheitslage kristallisiert sich zum zentralen Thema heraus. Umfragen sagen einen Sieg der Opposition voraus. (Sandra Weiss/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.2.2012)
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wie lange will frau der Gewaltspirale in Mexiko denn noch zusehen?
in der Physik gilt ein Grundsatz:
Jeder Kraft steht eine gleichgroße entgegengerichtete Kraft gegenüber.
übersetzt in die Sprache der Nicht-Physiker:
Gewalt erzeugt Gegengewalt.
Und NEIN, es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Also auch keine "gute Gewalt".
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