Sparpaket

Zufriedenheit mit unangetastetem Frauenpensionsalter

14. Februar 2012, 11:21

SP-Mautz: Anhebung erst bei vollständiger Gleichstellung

Wien - Es wird keine weiteren Eingriffe in die bestehende Hacklerregelung geben, keine Nullrunden bei Pensionen und keine Anhebung des Frauenpensionsalters: Das sind einige Ergebnisse des Sparpakets. SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz zeigt sich vor allem über den letzten Punkt zufrieden: "Eine völlige Angleichung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern darf es erst dann geben, wenn es auch eine vollständige Gleichstellung in allen anderen Lebensbereichen gibt."

Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen sieht das allerdings anders, wie das "profil" in seiner aktuellen Ausgabe schreibt: 58 Prozent wollen eine Anhebung des Frauenpensionsalters vor 2024, nur 35 Prozent befinden das laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage nicht für nötig. Auch Arbeits- und Sozialrechtler Wolfgang Mazal und Pensionsexperte Bernd Marin hätten sich eine raschere Angleichung des Frauenpensionsalters gewünscht. Der Chef der Jungen ÖVP Sebastian Kurz ortet in diesem Punkt ebenfalls Handlungsbedarf, ließ er am Dienstag wissen. Aus Sicht der Jugend sei sehr wichtig, dass die jetzige Generation keinen Schuldenberg hinterlasse.

 

Auf EU-Ebene tut sich was

Am Donnerstag legt die EU-Kommission ihr Strategiepapier ("Weißbuch") zur langfristigen Sicherung der Pensionen in Europa vor. Nach einem Entwurf will EU-Sozialkommissar Laszlo Andor die Erhöhung des Pensionsalters um sieben Jahre anregen. Bis 2060 könnte sich die Lebenserwartung demnach um "fünf bis sieben Jahre" erhöhen, das Pensionsalter sei "an den Zuwachs der Lebenserwartung anzupassen". Bis dahin liegt das Pensionsalter in Österreich für Männer und Frauen bei 65 Jahren - plus sieben Jahre würde ein Pensionsantrittsalter von 72 Jahren bedeuten. (APA/red)


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Mehr zum Sparpaket unter derStandard.at/Inland

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Posting 1 bis 25 von 44
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Thomas Felder1
10
16.2.2012, 22:08
vollständige Gleichstellung

erst nach anhebung

Epistula non erubescit
00
15.2.2012, 12:32

außer, daß sich keine wirklichen Schulden durch ein höheres Antrittsalter der Frauen erreichen läßt, wäre es sinnvoller, das ewige "früher in Pension gehen" zu unterbinden.
Und Frauen werden immer noch (da fast kein Unterschied wie vor 20 Jahren) sehr benachteiligt und dás Antrittsalter bei der Pension soll die Dreifachbelastung der Frauen ein wenig (ist ja nicht viel für 40 Jahre dreifache Arbeit bei weniger Lohn) entgegenwirken.
Getan hat sich fast nichts, trotzdem sollen jetzt die bösen Frauen null Positives bekommen.
Ö ist eines der sexistischten Länder der EU.

Thomas Felder1
00
16.2.2012, 22:13

Und Frauen werden immer noch (da fast kein Unterschied wie vor 20 Jahren) sehr benachteiligt

wo?

again and again
00
15.2.2012, 16:52
Welche Dreifachbelastung?

Die Zeit, in der die Frau Erwerbsarbeit macht, macht sie weder Haushalt noch betreut sie da die Kinder. Wärend der Arbeitszeit haben Frauen genauso nur "Einfachbelastung" wie Männer. Was ist mit Frauen, die weder Mann noch Kinder haben, die dürfen ja auch früher in Pension gehen = warum, mit welcher Rechtfertigung?

Was ist mit Frauen, die sich Haushalt bzw Kinderbetreuung mit dem Mann teilen, darf der Mann dann auch früher in Pension gehen? Wie sollte man überprüfen können, ob die Frau tatächlich Haushalt und Kindererziehung alleine gemacht hat?

Männer, die deutlich belastendere Jobs gemacht haben als Männer, die weniger belastende Jobs gemacht haben, dürfen deswegen ja auch nicht früher in Pension gehen.

nixda15
00
16.2.2012, 19:18
du vergisst, dass

jetzt erst die Jahrgänge in Pension gehen, die noch wenig Gleichberechtigung gehabt haben. Die, die jetzt Kinder haben dürfen eh erst mi 65 in Pension.

again and again
00
16.2.2012, 20:46
Wieso?

Auch damals durften Frauen ohne Kinder später in Pension gehen und auch alleinstehende Frauen, die garnicht verheiratet waren und - genauso wie ledige Männer - nur ihren eigenen Haushalt gemacht haben. Kurz gesagt, kein Doppel oder Dreifachbelastung.

bluebeard's 8th wife.
01
15.2.2012, 11:57
dumm, dumm, dumm.

dumme argumente für eine dumme politik.

frau mautz: was ist die schlimmste sozialpolitische schelchterstellung für frauen? richtig: die anrechnung von aprtnereinkommen bei der notstandhilfe.

an sich sollte jede sozialdemokratin jeden tag dagegen sturm laufen.

wissen sie, frau mautz, was klug gewesen wäre?

zu sagen: nein, wir machen aus dem antrittsalter kein sparprogramm. ABER: wir verhandeln drüber. wenn ihr uns garantiert, dass die hälfte der einsparungen durch die frühere anhebung uns zugute kommt.

für mehr kinderbetreuung und für die abschaffung der anrechnung.

was sie jetzt haben, ist nur ein politisches armutszeugnis.

again and again
00
15.2.2012, 16:59
Warum ist das Einkommen des Partners

denn überhaupt anrechenbar?

bluebeard's 8th wife.
00
15.2.2012, 20:38

die argumente gehen so: wer nach dem ende des arbeitslosengeldes noch keine neue arbeit gefunden hat, gerät in eine notlage und bekommt dafür die notstandshilfe.

wer mit einem lebenspartner zusammen lebt, der mehr als ca. 850,- netto im monat verdient, ist in keiner notlage und braucht daher auch nicht die volle notstandshilfe.

je mehr geld der partner verdient, umso schneller ist die nh weg.

again and again
01
15.2.2012, 21:55
Dann wird eine also ein Lebenspartner

so gewertet wie eine Ehepartner, obwohl eigentlich keine Unterhaltspflicht gegeben wäre?

bluebeard's 8th wife.
00
17.2.2012, 15:05

that's a bingo!

again and again
00
17.2.2012, 17:39
Grundsätzlich wäre die Begründung, dass kein "Notstand" gegeben ist ja nicht falsch.

Absolut unrichtig finde ich es, weil keine Unterhaltspflicht (wie bei der Ehe) gegeben ist und daher nicht davon ausgegangen werden darf, dass der Partner einem mit finanziert.

Nur woher kommt diese "selbstverständlichkeit" dass man seinen Partner mit "versorgt". Waren es denn nicht gerade Frauen, die eine "Unterhaltspflicht" auch in unverheirateten LG gefordert haben?

Hier muss eine deutliche Trennlinie zwischen Ehe und LG bleiben bzw wieder hergestellt werden.

Im übrigen wäre es aber nicht sehr aufwendig ein LG wie eine WG aussehen zu lassen.

zahnloser Tiger
00
15.2.2012, 08:38
"vollständige Gleichstellung" zeichnet sich wodurch genau aus?

ein Kriterium einzuführen das man selbst nicht genau definieren kann, und von der Erfüllung ebenjenes abstrakten Konstruktes die Annahme gleicher Pflichten abhängig zu machen klingt extrem nach "Ich will eh nicht gleichgestellt werden, aber Privilegien en Masse"

Roky Erickson
00
13.2.2012, 20:26
"Anhebung erst bei vollständiger Gleichstellung"

Damit ist die Männerdiskriminierung beim Pensionsalter auf ewig einzementiert.

nixda15
00
16.2.2012, 19:22
nein, ist es nicht

die Gleichstellung wurde schon vor 10 Jahren beschlossen und ist mit einer Übergangsfrist (stufenweise Angleichung) bis 2033 abgeschlossen.

Thomas Felder1
00
16.2.2012, 22:09

dann machma 2023 die gleichstellung der frauen

Meingott Schrammel!
 
07
13.2.2012, 18:46

Schwierige Situation:

Frauen verdienen während der Erwerbstätigkeit weniger als Männer (= ungerecht), zahlen aber daher auch weniger in die Pensionstöpfe ein.
Sie gehen früher in Pension, beziehen diese aber viel länger als Männer, weil früher in Pension und längeres Leben. (= sehr ungerecht)
Durch die das längere Leben im Alter in Pension (=keine Erwerbstätigkeit) auch höhere Kosten für das Gesundheitssystem.

Alles in Allem bringt das System den Frauen eine Bevorzugung, auch trotz ungleicher Entlohnung während der Erwerbstätigkeit.

Sehe daher eine Nichtangleichung der Pensionsantrittsalter als große Ungerechtigkeit.

4simo
00
13.2.2012, 19:48

während Sie die ungleiche Verteilung der kinderbetreuungszeiten (auch unterschiedliche konditionen im bereich der väterkarenz) als richtig empfinden, bzw die tatsache, dass auch frauen, die keine kinder betreuen weniger verdienen?

again and again
00
13.2.2012, 23:58
Frauen, die keine Kinder betreuen weniger verdienen?

Es gibt eben auch deutlich mehr Frauen, die Teilzeit arbeiten, obwohl sie keine Kinder betreuen und das meist aus eigener Entscheidung heraus. Es gibt viele Frauen, die nicht erwerbstätig sind, obwohl die Kinder in Betreuung sind. Es gibt viele Frauen, die - mit oder ohne Kinder - andere Kriterien als das Einkommen bzw die Karrieremöglichkeiten priorisieren.

Hafniumcarbid
00
13.2.2012, 21:25
Eine Frau lukriert auf die Lebenszeit im Durchschnitt...

...runde 80 000 € mehr an Pension als der Durchschnittsmann - bei weitaus geringerer Einzahlung. Ist das gerecht? Wieso sollten die Frauen hier nicht auch einen Beitrag zum Sparpaket leisten?

4simo
00
13.2.2012, 22:52

während alle frauen für ihre leistungen weniger bezahlt bekommen, weil sie schwanger werden können
oder karenzwillige väter aufeinmal genauso aus der gruppe der beförderungsanwärter herausfallen wie die frauen.

und mütter eine größeren anteil an haus und kinderbetreuungsarbeit übernehmen als die väter

mein vorschlag ist: alles in einem topf und ausgleichen. damit väter mehr zeit (als jetzt) für ihre kinder aufbringen können, und mütter eine höhere kotinuität in der berufslaufbahn aufweisen, und daher auch pensionstechnisch besser versorgt sind.
aber gehen wir beides an.

Hafniumcarbid
01
13.2.2012, 23:03
alles in einem topf und ausgleichen.

Und da fängt wieder der Zwang an: Wieso trauen Leute wie du es den Frauen (und Männern) nicht einfach zu, ihren Lebensstil aus freier Entscheidug zu wählen?
Wieso ist es für dich so denkunmöglich, dass Frauen tendenziell lieber mehr Zeit bei ihren Kindern verbringen wollen als Männer?
Und sich weniger der Wirtschaft opfern (aka "Karriere machen", und stattdessen mehr Freizeit wollen ("aka Work Life Balance")?
Ich betone: tendenziell. Diejenigen Frauen, die auf Karriere aus (und auch entsprechend fähig) sind, haben eh die gleichen Möglichkeiten wie die Männer - sogar durch diverse Quotierungen noch Vorteile.
Warum hüpft ihr auf dieser Seite immer im Kreuz, wenn nicht alle Leute nach euren Vorstellungen leben wollen? Wo bleibt die Toleranz?

Meingott Schrammel!
 
00
13.2.2012, 20:47

btw: da fällt mir noch dazu ein, dass ich als Mann (und nur als Mann) auch noch 9 Monat zwangsverpflichtet und völlig unentlohnt meinen Dienst an der Gesellschaft abgeleistet habe. Das kommt dann auch noch in die Waagschale.

evolution hunter
00
19.2.2012, 13:58

Dazu muss man bedenken: Das Bundesheer führt dazu, dass Männer ein Jahr später in den Beruf einsteigen. Finanziell verliert man mindestens das, was man im letzten Berufsjahr vor der Pensionierung verdient.

4simo
10
13.2.2012, 21:04

stimmt....
legen wir alles auf den tisch...

kinderbetreuung, haushalt und ehrenamtlichkeit in gewisser weise als selbstverständlichkeit (über die gesellschaft) auf die geschlechter aufgeteilt.

bundesheer oder sozialjahr (aber bitte für alle, besonders für unsere politiker) auf beide gruppen aufgeteilt.

(bitte vorher die ausbildung reformieren, es sollen ja beide wirklich was davon haben)

bildung zuerst gegendert (zum ausgleich) und im 2. schritt auf die indivuellen bedürfnisse ausgerichtet. damit wir keine quoten brauchen (zB medizin).

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