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Sie spricht gegenüber der New York Times von ihrer früheren Beziehung zu einem Mann, mit dem sie zwei Kinder hat und über ihre jetzige mit einer Frau, mit der sie erneut Mutter wurde. US-Schauspielerin Cynthia Nixon, allseits bekannt als "Miranda" aus "Sex and the City", spricht aber nicht davon, dass sie bisexuell ist, sondern von der "Entscheidung" für eine gleichgeschlechtliche Partnerin: "Für mich ist es eine Entscheidung. Ich verstehe, dass es für viele Menschen keine ist, aber für mich ist sie es, und ich lasse mir nicht von anderen vorschreiben, wie ich meine Homosexualität definiere."
Unentschiedenheit oder gar Wahllosigkeit
Damit stellt Nixon Sexualorientierung als eine Sache dar, die man sich aussuchen kann wie ein neues Paar Schuhe, und entzieht sich gleichzeitig einer ihr unliebsamen Kategorisierung. Mit dieser Auslassung bestätigt sie aber auch die Marginalisierung von Bisexuellen, die im Diskurs um und von Lesben, Schwulen, Transgender und Heterosexuellen meist außen vor bleiben. Falls Bisexualität doch vorkommt, dann gern als Unentschiedenheit oder gar Wahllosigkeit. Vor allem im popkulturellen Kanon wird diese Auffassung eingeübt, wie letzte Woche auch exemplarisch in "Two and a half Man" zu sehen: So schnell konnte frau gar nicht schauen, wurde die sexy blonde Freundin einer Lesbe zur willfährigen Maneater. Sie war ja "nur Bi".
Kein Respekt
Deef Pirmasens zeigt in seinem Blog bisexualitaet.org eine weitere Fassette der Unsichtbarmachung von Bisexualität auf, wenn er auf ein Interview der Daily Beast mit Nixon verweist, in dem sie gefragt wird: "Waren Sie eine Lesbe in einer heterosexuellen Beziehung? Oder sind Sie jetzt eine Heterosexuelle in einer lesbischen Beziehung?" Dass es da noch etwas gibt, scheint keine Option. Nixon konfrontiert ihn in ihrer Antwort endlich mit ihrer Bisexualität - beziehungsweise mit ihrer Ablehnung, sich selbst als bi zu benennen, weil "niemand die Bisexuellen mag. [...] Wir bekommen keinen Respekt."
Einfach mal bi werden?
Für diese abgerungene Nabelschau hat sich Nixon in der LGBT-Community jedenfalls keinen Respekt verdient, urteilt nicht nur Blogger Pirmasens in Hinblick auf die Bestrebungen der religiösen Rechten (in den USA und anderswo), Homosexuellen ihre sexuelle Ausrichtung auszutreiben, sei es über restriktive Gesetzgebungen, die Gleichstellung verhindern, oder gar disziplinatorische Praxen in kruden Bibelcamps. Stellt dann noch jemand Prominentes wie Nixon, wenn auch unbeabsichtigt, Homo- und Bisexualität als Entscheidungssache zur Disposition, bestärke das diese mit Vorurteilen arbeitenden Kräfte, so die berechtigte Kritik.
Nein, stellt Nixon doch noch klar
Dass ihr das nach einer Reaktionslawine aus der LGBT-Community auch klar geworden sein muss, lässt sich einem weiteren Nachfolge-Interview mit Advocate entnehmen. Hier stellt Nixon klar, dass sie Bisexualität nicht für eine sexuelle Orientierung hält, für die frau sich einfach Mal so entscheidet; sondern dass sie sich vor dem Hintergrund ihrer Sexualität für eine Beziehung mit einer Frau frei entschieden hat: "[...] Ich glaube trotzdem, dass sich die meisten Mitglieder unserer (LGBT-, Anm.) Community - wie auch die Mehrheit der Heterosexuellen - die Geschlechtsidentität ihrer intimen PartnerInnen nicht aussuchen und aussuchen können, weil sie sich, im Gegensatz zu mir, nur zu einem Geschlecht hingezogen fühlen. Unsere Community ist kein Monolith, Dank sei Göttin, ebenso wenig wie Amerika einer ist." (red/dieStandard.at, 14.2.2012)
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ich denke, dass dieser artikel eine sehr gefärbte meinung zeigt und die aussagen nixons absichtlich in ein falsches licht rückt.
aus den wenigen stellen, an denen sie zitiert wird geht hervor, dass sie nur über sich selbst spricht und keine pauschalaussage über homosexualität macht:
"Für mich ist es eine Entscheidung. Ich verstehe, dass es für viele Menschen keine ist, aber für mich ist sie es, und ich lasse mir nicht von anderen vorschreiben, wie ich meine Homosexualität definiere."
es ist sehr verfälscht eine solche aussage so:
>>Damit stellt Nixon Sexualorientierung als eine Sache dar, die man sich aussuchen kann wie ein neues Paar Schuhe<<
zu beschreiben.
Bisexualität ist ein Mythos, dass haben verschiedenste Studien gezeigt. Jeder der sich selbst als Bisexuell bezeichnet ist in Wahrheit entweder hetero oder homo.
Ich meine, es spricht jetzt nicht viel dagegen diese Leute einfach 'Bi' sein zu lassen, aber der Ausdruck kommt immer in so einem pseudowissenschaftlichen Anstrich daher, dass kann ich nicht leiden. Falsch verstandene Toleranz sorgt dann noch dafür, dass ein Zweifeln an der Existenz dieser Orientierung als politisch unkorrekt eingestuft wird, und schon sind wir im Reich der pseudowissenschafltichen new age Märchenwelt angelangt.
Bumst mit wem ihr auch immer wollt, keine Einwände. Aber wenn ich mir mal einen von der Palme wedel macht mich das auch nicht asexuell oder?
als palmenschüttler sinds autosexuell ;-)
aber in welcher studie kann ich nachlesen, daß es keine bisexualität gibt?
und wie ist die dann definiert?
ich kenne homos (frauen, die auf frauen stehen, männer, die auf männer stehen), heteros (menschen, die aufs jeweil andere geschlecht stehen), und eben auch leute, die bi sind - sowohl auf männer wie frauen stehen, z.t. sogar simultan
wie soll ich die denn sonst nennen?
Es gab einmal eine Studie einer amerikanischen Universität in der "bisexuellen" Teilnehmern Pornos gezeigt wurden. Dann wurde die Erregung gemessen und festgestellt, dass alle Teilnehmer entweder auf Schwulenpornos oder Heteropornos ungleich deutlicher anspringen.
Wenn ein Hund einen Baum beglückt, fühlt er sich dann sexuell zu Bäumen hingezogen und tut er es, weils ihm gerade Spaß macht?
Nicht falsch verstehen, ich will niemandem das Recht absprechen mit Menschen beider Geschlechter Sex zu haben. Ich zweifel lediglich an der Existenz von Bisexualität als biologische sexuelle Veranlagung (wenn man das so nennen darf).
sind imho "homo" und "hetero" nur die beiden äußersten randpunkte des spektrums an sexueller orientierung (jeder mensch hat sowohl homo- wie auch heterosexuelle anteile), alles dazwischen wäre "bi"
heißt, jemand der sich mehr zu männern, aber eben auch zu frauen hingezogen fühlt, ist bi, auch wenn er natürlich auf männer oder frauen unterschiedlich stark reagiert
Ganz verstehe ich ja nicht was so schlimm daran wäre sich bei der sexuellen Orientierung auf den freien Willen zu berufen!
Eine Ausgrenzung dürfte ja dann genauso wenig stattfinden?!
Oder habe ich etwas verpasst von wegen genetischer Programmierung?
Das mag ja sein, wie es will. Aber ich verstehe jedenfalls nicht, warum es ehrenrührig sei, zu behaupten, sexuelle Orientierung sei auf einen Willensakt zurückzuführen. Oder warum eine solche Annahme für LBGT schädlich wäre.
Im Übrigen habe ich sogar ein anekdotisches Argument, das für Willen spricht.
Eine beziehungsfrustrierte Bekannte erwähnte, daß sie vor Jahren einmal eine lesbische Beziehung geführt habe und daß die besser gewesen wäre als alle Männergeschichten später. Auf die Frage, ob sie vielleicht lesbisch sei, meinte sie „Nöh, das war damals modern, jede mußte eine Freundin haben“ (muß ungefähr München 1990 gewesen sein).
Offenbar gibt es da auch Modeströmungen und damit Willensakte.
.
es ist eh nicht ehrenrührig, sondern schlicht und einfach falsch.
jemand, der bisexuell veranlagt ist, kann die entscheidung, mit welchem geschlecht er/sie gerade sexuell verkehren möchte, vermutlich "auf einen willensakt zurückzuführen", nicht aber die veranlagung an sich.
ist ja gerade auch bei pubertierenden nicht ungewöhnlich, gehört zur selbstfindung
aber die meisten von uns sind halt schon recht eindeutig gepolt und nicht so einfach imstande, grad mal sex mit dem anderen als dem präferierten gesclecht zu haben, so wie man halt mal lust auf ein schnitzel hat und mal auf spaghetti bolognese
bei mir (männlichem hetero) z.b. tut sich halt einfach nix, wenn mich ein mann angräbt. und ich kann das weder so einfach mit einem willensakt ändern wie ich mir jede frau als für mich sexuell attraktiv einreden könnte
ja, eigentlich schon.. genetisch ist es angeblich nicht, sondern hängt mit der menge an testosteron im mutterleib zusammen...
ich könnte mich jetzt nicht "entscheiden" mit einer frau zusammenzuleben (es sei denn in einer wg), da ich mich sexuell nur von männern angezogen fühle.
schlimm wäre es vielleicht, weil man dann auch argumentieren könnte, man könne sich ja dann ganz einfach für heterosexualität entscheiden, die ja das "natürlichere" sei, oder so...
Ich fände es ja einfach besser mit dem freien Willen argumentieren zu können...
Dass Sie sich als Frau (?) für Männer "entscheiden" freut mich persönlich!
PS: Colette find ich nett - http://de.wikipedia.org/wiki/Colette
würde ich Sie fast schon alleine wegen des Nicknames treffen wollen...
In der Bildunterschrift steht nichts Näheres über ihre Rolle, nur dass das Stück "Wit" heißt. Dann ist ja ihre Aufmachung sehr überzeugend. Trotzdem wirkt sie dürr, noch viel dünner als in Sex and the City.
.
weil man jeden menschen - egal welcher sexuellen orientierung, egal welcher haut-, haar- oder augenfarbe, egal welcher körpergröße und egal welcher ethnischen oder sozialen herkunft
respektieren, und nicht einzelne gruppen von diesem respekt ausschließen sollte.
"Wir bekommen keinen Respekt."
Warum sollte man jemand auf Grund seiner dunklen Hautfarbe respektieren? Man respektiert ja auch niemanden auf Grund seiner hellen Hautfarbe.
Diese narzistischen Geltungsneurosen sind langsam lästig.
"Wir bekommen keinen Respekt."
Heisst nicht dass mehr respekt als für andere eingefordert wird, sondern 'bloss' gleichviel!
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