Indien: Kein Klo, keine Ehe

16. Februar 2012, 15:49
  • Preis für die "Toilettenrevolution".
    foto: derstandard.at/sonja fercher

    Preis für die "Toilettenrevolution".

Anita Narre verließ aus Protest gegen fehlendes Klo ihren Mann - Sie erhielt für die ausgelöste "Toilettenrevolution" einen Preis

Neu Delhi - Weil es im Haus ihres frischangetrauten Ehemannes kein Klo gab, ist eine Inderin kurzerhand wieder ausgezogen - und nun mit einem hoch dotierten Preis geehrt worden. Anita Narre habe für ihr "mutiges Handeln" umgerechnet 7.700 Euro von einer gemeinnützigen Organisation erhalten, berichtete ein Behördensprecher am Donnerstag.

Sie habe in ihrem Dorf im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh eine "Toilettenrevolution" ausgelöst. Die Frau hatte im Mai vergangenen Jahres einen Arbeiter geheiratet. Nach ihrem Einzug bei ihm stellte sie fest, dass es in seinem Haus kein Klo gab. Da sie nicht wie alle anderen im Dorf in der freien Natur ihr Geschäft verrichten wollte, verließ sie ihren Mann - und kam erst zurück, als er eine Toilette gebaut hatte.

"Narre motivierte andere Frauen ihres Dorfes, ihre Partner zum Bau einer Toilette zu zwingen", berichtete der Behördensprecher. "Das Dorf hat sich durch ihr mutiges Handeln völlig verändert."

Fehlende Toiletten und mangelnde Hygiene sind ein großes Problem vor allem im ländlichen Indien. (APA)

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13 Postings
mann verlässt frau,...

... weil keine küche --> 7.700,-- an mann.

Hihihi

Die Frau hatte im Mai vergangenen Jahres einen Arbeiter geheiratet. Nach ihrem Einzug bei ihm stellte sie fest, dass es in seinem Haus kein Klo gab.

'
Ein guter Grund, warum Frauen Ihre Partner VOR der Ehe zumindest einmal zu Hause besuchen sollten...

ein grund, sich keine brautleute für die kinder zu suchen, sondern das den kindern zu überlassen.

"Narre motivierte andere Frauen ihres Dorfes, ihre Partner zum Bau einer Toilette zu zwingen"

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eine frau, die selber eine toilette baut, anstatt ihren partner dazu zu "zwingen" wäre wohl eher ein vorbild, oder nicht?

sicher wäre das die bessere variante, je nach kontext geht das dann aber auch nicht, wenn die frau keine möglichkeit hatte, baumaterial zu kaufen, weil kein eigenes einkommen zb...
je nach rahmenbedinung ist dann manches nicht möglich, deshalb wird dann das gemacht, was möglich ist.

war auch eher ironisch gemeint, weil ja sonst sowas (den - starken männlichen - partner für verbesserungen zu [be]nötigen) auf diestandard eher verpönt scheint ;o)

war auch eher ironisch gemeint, weil ja sonst sowas (den - starken männlichen - partner für verbesserungen zu [be]nötigen) auf diestandard eher verpönt scheint

'
Aber nein!

Sobald man Männer zu etwas ZWINGT (also gewissermaßen die traditionell Bösen in der Gesellschaft unterdrückt), ist das schon ok...

Toilettagate

gate=Tor, Zugang

gut, frau sitzt nun, betätigt die Spülung

und das Würstel schwimmt im Rinnsal über den Platz, mitten im Wohngebiet -

sehr hygienisch.

Der Mann muss nicht nur das Klo bauen, sondern auch regelmässig die Senkgrube unter der Muschel ausräumen

in Indien gibts am Land keine Wasserklosetts ;-)...

na da hat der mann dann ausgeschi**en

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