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Wien - In Österreich sind ca. 300.000 Mädchen und Frauen an Endometriose erkrankt. Trotzdem wissen die Wenigsten, dass es diese Krankheit überhaupt gibt.
Unter Endometriose versteht man Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter. Die Betroffenen leiden mitunter an extremen Regelschmerzen, Schmerzen beim Sex oder unerfülltem Kinderwunsch.
Trotz der massiven Belastung dauert es in Österreich noch immer bis zu 10 Jahre, bis eine richtige Diagnose gestellt wird und erkrankte Frauen die richtige Behandlung erfahren. Dem Kampf gegen Endometriose und für ein lebenswerteres Leben für Betroffene
hat sich die "Endometriose Vereinigung Austria" (EVA) verschrieben. Dieser Tage feiert die Selbsthilfe-Organisation ihr 10-jähriges Bestehen in Österreich.
Bewusstsein stärken
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek unterstützt das Anliegen der Organisation, das Bewusstsein für die Krankheit sowohl bei den Frauen als auch in der Medizin zu stärken: "Statistisch gesehen hat jede 10. Frau Endometriose - aber nur die wenigsten wissen es. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, gegen diese Krankheit vorzugehen. Aufklärung und Information sind besonders wichtig. Deswegen unterstütze ich EVA, denn je mehr Frauen über Endometriose Bescheid wissen, desto mehr Frauen kann rechtzeitig geholfen werden," so Heinisch-Hosek in einer Aussendung.
Endometriose-Informationstag
Als Höhepunkt der aktuell laufenden Awareness-Kampagne veranstaltet die Organisation am 10. März 2012 im Albert Schweitzer Haus in Wien einen großen
Endometriose-Informationstag, den Bundesministerin Heinisch-Hosek eröffnen wird.
Auf dem Programm stehen zahlreiche Vorträge von ExpertInnen zu Themen wie Diagnose und Therapie der Endometriose, Umgang mit der psychischen Belastung
und dem unerfüllten Kinderwusch, sowie Gesprächsrunden mit den ExpertInnen in Kleingruppen (Programm anbei). Die Veranstaltung kann ohne Voranmeldung bei freiem Eintritt besucht werden. (red)
Österreichischer Endometriose-Informationstag
10. März 2012
Albert-Schweizer-Haus
Link
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@ fox.trott: Mediterrane Diäten bzw. eine Ernährungsumstellung können - wie einige Studien, zB am Endozentrum MedUni Wien ergeben haben - einen durchaus positiven Effekt haben. Die Schmerzen können gemindert werden. Mehr dazu findest du unter: http://www.meduniwien.ac.at/hp/endome... fehlungen/
... als Betroffene bin ich sehr froh, dass die Krankheit Endometriose immer mehr und mehr präsent (in den Medien) wird, und finde die aktuelle Kampagne toll!! Das große Problem ist leider, dass frau nicht ernst genommen, und viel zu wenig nachgefragt wird, wenn sie über Schmerzen in diesem Bereich klagt. Nach 10 schmerzhaften Jahren ging es dann doch nicht mehr ohne OP bei mir. Damit ist es dann meistens nicht getan ... alle betroffene Frauen wissen, was ich meine. Mein Rat: INFORMIERT EUCH so gut es geht! Ob Bücher, Zeitschriften, das Web - je mehr Wissen frau sich aneignet, desto besser kann man die Krankheit und den Körper verstehen.
Hatte jahrelang, ohne Medikamente unertraegliche monatliche Schmerzen. Verdacht auf Endometriose, aber hab mich nicht diagnostizieren lassen (wie im Artikel erwaehnt, keine Lust auf OP).
Dann wurde bei mir, eigentlich aufgrund ganz anderer Symptome, eine Histaminintoleranz festgestellt. Seit ich mich weitgehend histaminfrei ernaehre, sind die Schmerzen einfach weg!
Vielleicht geht es ja anderen Endometriose-Verdachtsfaellen auch so. Die Loesung ist wirklich sehr einfach, man muss nur ein paar Lebensmittel vom Speiseplan streichen.
Siehe http://www.aerzteblatt.de/pdf/103/5... /a3477.pdf
Bei mir war's ähnlich - ich hab jahrelang unter teils extremen Regelschmerzen gelitten, hab zum Schluss 10 Ibumetin Forte auf zwei Tage verteilt geschluckt. Meine Gynäkologin hatte auch den Verdacht, dass ich Endometriose hab und hat mir eine Überweisung fürs Spital geschrieben - die Untersuchung hab ich allerdings nicht gemacht. Nicht, weil ich nicht wollte - beim ersten Termin war der Arzt krank, also wurde das Ganze um 3 Monate verschoben. Dann war ich krank. Danach hab ich meine Ernährung umgestellt und viele Lebensmittel gestrichen (bzw. hat das meine Hausärztin für mich erledigt), und seither bin ich zwar nicht gänzlich frei von Schmerzen, aber sie bewegen sich im erträglichen Rahmen und statt 10 Ibumetin gibt's nur noch 4 :)
Es ist ja auch sinnvoll, dass nicht jede 16Jährige mit Menstruationsbeschwerden gleich zur OP geschickt wird.
Bedenklich ist umgekehrt aber, dass es in Österreich und Deutschland durchschnittlich (!) über 10 Jahre bis zur Diagnose dauert, in denen die Krankheit oft schon massiv voranschreitet.
Während dieser Zeit suchen Frauen durchschnittlich 4 FrauenärztInnen auf und wünschen sich Abklärung, und werden oft vertröstet, Regelschmerzen wären "normal". Was sie ja auch von Müttern/Freundinnen .... hören.
Eine nicht-invasive Diagnose wäre enorm wichtig. Derweil wäre es schon ein Fortschritt, wenn bei den vielen "eindeutigen" Fällen die möglichen Diagnose- und Therapiemethoden korrekt eingesetzt werden würden.
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