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Wien - Knapp 100 Österreicherinnen, die die gefährlichen Brustimplantate des französischen Herstellers PIP eingesetzt bekamen, haben sich beim Verein für Konsumentenschutz (VKI) gemeldet. Bis 29. Februar konnten sich Betroffene wegen eines gemeinsamen Vorgehens gegen PIP an die KonsumentenschützerInnen wenden. In der kommenden Woche werden die Frauen über die nächsten mögliche Schritte informiert.
Der Großteil der Betroffenen ließ sich die Implantate in tschechischen Kliniken einsetzen, meist wurden die Eingriffe über deutsche Agenturen organisiert, sagte VKI-Juristin Ulrike Wolf. Zwei Frauen wurden in Österreich operiert, andere wiederum in Ungarn, Großbritannien, Argentinien oder in der Ukraine. "Das sind aber eher Ausreißer." Geprüft werde nun, ob wirklich alle PIP-Implantate eingesetzt bekamen, das dürfte aber laut Juristin der Fall sein.
Verjährung von Ansprüchen
Eine Sammelklage nach österreichischem Recht ist zwar nicht möglich, jedoch können sich Frauen dem Strafverfahren gegen PIP und deren leitende Angestellte als Geschädigte anschließen. Weiters gibt es die Möglichkeit, von der Haftpflichtversicherung von PIP, der Allianz, Ersatz zu verlangen. Der VKI denkt daher in diesem Fall an Musterprozesse, um die Einwendungen der Versicherung exemplarisch zu klären. Das Problem dabei ist, dass so ein Musterprozess viel Zeit in Anspruch nehmen kann und in der Zwischenzeit die Ansprüche anderer Betroffener verjähren. Mittels Vereinbarung mit der Versicherung soll das verhindert werden. Auch eine außergerichtliche Einigung mit der Allianz wäre möglich. (APA)
Urteil wird für Dezember angekündigt - Verteidigung plädierte auf teilweisen Freispruch - Staatsanwalt fordert Haftstrafen
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VKI vertritt die Interessen von 73 Österreicherinnen - Drei Betroffene sind in Marseille zum Prozessauftakt angereist
Der Brustimplantatehersteller PIP muss sich ab 17. April vor Gericht verantworten
Das Verfahren, das am 17. April beginnt, könnte der größte Implantat-Strafprozess der französischen Justizgeschichte werden
Richterin: Gefahr allein rechtfertigt noch kein Schmerzensgeld, nötig sei der Nachweis gesundheitlicher Schädigungen
Der VKI vertritt dabei 72 Frauen aus Österreich, die rund 550.000 Euro Schadenersatz fordern
In über 1.000 Fällen diagnostizierten ÄrztInnen Entzündungen
Der 73-Jährige saß seit März in U-Haft
KonsumentenschützerInnen verhandeln drei exemplarische Fälle - Versicherer Allianz ist mit 72 Schadensmeldungen aus Österreich konfrontiert
Der Verein für Konsumenteninformation hat am Donnerstag in Paris drei Fälle für einen Musterprozess eingebracht
Beruhigung für betroffene Frauen: Britische Studie gibt Entwarnung bezüglich karzinogener Wirkung
Ein Sammelklage wird durch EU-Recht verhindert - Geschädigten Frauen bleibt die Möglichkeit, sich dem Strafverfahren gegen PIP als Geschädigte anzuschließen
Die plastische Chirurgin Millesi fordert strengere Kontrollen und beurteilt das Gesetz von Alois Stöger als "sehr, sehr gut"
Spanisches Gericht spricht Patientin Entschädigung von rund 7.500 Euro zu
Britische Gesundheitsbehörde hält diesen Schritt dagegen nicht für notwendig - EU-Arzneibehörde fordert strengere Regeln für Implantate
Die schadhaften Medizinprodukte sollen auch bei Männern eingesetzt worden sein - Der französische Gesundheitsminister fordert Regelungen auf EU-Ebene
Die deutsche Firma Brenntag könnte als Mitverantwortlicher im PIP-Skandal ebenso vor das Gericht kommen - Forderung nach schärferen Kontrollen
Gegen PIP ist das erste Urteil gefallen: Eine Betroffene erhielt 4.000 Euro Schadenersatz - Es geht auch um den Verdacht der illegalen Bereicherung
- ist es nicht sexistisch, wenn die Selbstwahrnehmung der Frauen auf ihre primären und sekundären Geschlechsmerkmale fokussiert ?
- ist diese agressiv-akquisitorische Rezeption präsumtiv-männlicher Präferenzen nicht eine Exploitation männlicher Sexualität ?
- ist die Reduktion des Mannes auf ein passiv-rezeptives Objekt vis-à-vis weiblicher-dominanter Präsenz nicht strukturell männerfeindlich ?
- stellt die Verortung maskuliner Affinität als Referenzobjekt femininer Autovalorisaton nicht eine partnerschaftsfeindliche und gesellschaftlich dysfunktionale Implikation dar ?
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