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Viviane Reding: "Ich bin zu allem bereit."
Brüssel - EU-Justizkommissarin Viviane Reding will im Sommer konkrete Vorschläge für eine EU-weite Frauenquote machen. "Ich bin kein Fan von Quoten. Aber ich mag die Ergebnisse, die Quoten bringen", sagte Reding der Zeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). In Frankreich, wo es seit vergangenem Jahr eine gesetzliche Quote für Frauen in Spitzenjobs gibt, sei der Anteil von zwölf auf 22 Prozent gestiegen. "Wo es gesetzliche Regeln gibt, gibt es Fortschritte", sagte Reding. Hingegen sei ihr Angebot freiwilliger Selbstverpflichtung unbefriedigend verlaufen.
Im Gespräch mit der "Berliner Morgenpost" erklärte die für Gleichstellungsfragen zuständige EU-Kommissarin, dass die Unternehmen dabei nicht freiwillig handeln sollten, sondern eine gesetzliche Quote eingeführt werden solle.
Reding wies auf Umfragen hin, wonach unter den EU-BürgerInnen eine deutliche Mehrheit für die Einführung einer Frauenquote in Unternehmen bestehe. Dem neuesten Eurobarometer zufolge wollen drei von vier EuropäerInnen, dass Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen. "Ich bin zu allem bereit. Die EU-Kommission hat in dieser wichtigen gesellschaftlichen Frage seriöse Arbeit geleistet", wird Reding auf focus.de zitiert. Sie spielt den Ball nun zu den Regierungen und Unternehmen: Bis zum Sommer sollen diese Zeit bekommen, um Fortschritte zu erzielen. Die Justizkommissarin will am Montag eine öffentliche Anhörung starten, die bis Ende Mai dauern soll.
Von Finnland nach Malta
Unterdessen präsentierte Reding am Montag einen Zwischenbericht, wonach von Oktober 2010 bis Jänner 2012 der Frauenanteil in Spitzenpositionen in der EU von 11,8 auf 13,7 Prozent gestiegen sei. Das sei nicht genug, deshalb überlege sie die Einführung von Quoten. Österreich liegt unter dem EU-Durchschnitt, es gab nur eine Erhöhung von 8,7 auf 11,2 Prozent. Das ist der 16. Platz unter den 27 EU-Ländern. Die höchste Frauenquote weist Finnland mit 27,1 Prozent auf, die größte Steigerung von 12,3 auf 22,3 Prozent verzeichnete Frankreich. Am unteren Ende rangiert Malta mit nur 3,0 Prozent. (APA/red)
Links
Weiterlesen auf dieStandard.at/Frauenquote
Hintergrund: Frauenquote in Unternehmen (Oktober 2010/Jänner 2012):
In diesem Jahr finden turnusmäßige Wahlen für die Aufsichtsräte statt - Gleichberechtigung dürfe sich nicht auf Aufsichtsräte beschränken
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Kommissarin Viviane Reding ist sich sicher, dass gesetzgeberischer Druck wirke - Erhöhung um 2,1 Prozent von Jänner auf Oktober 2012
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Frauenquote hin oder her. Es entscheidet nicht nur Qualifikation und Geschlecht, es entscheidet auch die Sympathie und persönliche Gründe. Wenn ich an einer Position keine Frau will, wird es dort nie eine geben, Gesetz hin oder her. Ab dem Zeitpunkt wo der Staat versucht vorzuschreiben WER im eigenen Unternehmen arbeitet, ab dem Zeitpunkt wird es eben Konstruktionen geben, die den Staat die Rote-Karte zeigen und es bleibt wie es ist. Was zu viel ist, ist zu viel!
"Dem neuesten Eurobarometer zufolge wollen drei von vier EuropäerInnen, dass Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen."
Das ist ein eindeutiger WIDERSPRUCH zu einer Quotenreglung. Aber vermutlich handelt es sich hier um Frauenlogik....
Es kann doch nicht sein, dass ein Unternehmen gezwungen werden soll, eine Quotenregelung zu akzeptieren! Im Sinne der Gleichberechtigung ist das einzig richtige Kriterium einer Postenbesetzung die Qualifikation, also Wissen, Können und Fähigkeiten, keinesfalls das Geschlecht. Hier wird wieder einmal klar, dass manche Menschen unter Gleichberechtigung die Bevorzugung von Frauen verstehen - und das ist objektiv betrachtet einfach falsch!
Und wenn man einen Unternehmer zwingen sollte, eine Quotenregelung einzuführen, dann gleicht das einer unternehmerischen Entmündigung.
"Wo es Regeln gibt, gibt es Fortschritte" vs. "Ich bin zu allem bereit"... dazu dieser unvorteilhafte gesichtsausdruck, naja.
bitte nicht falsch verstehen, bin für die frauenquote. schließlich scheint das schöne geschlecht sehr gern zu hackeln und soll dafür auch genauso "gut" entlohnt werden wie sein gegenüber. immer schön brav dem schnöden mammon hinterher. wohl bekomm's.
daß der internationale schuldensozialismus in gestalt der eu gemeinsam mit griechenland um dem euro demnächst sein lichtlein aushaucht, werden die forderungen dieser polit-kommissarin in zukunft noch uninteressanter sein, als sie es heute schon sind.
...den bislang konnten sich frauen sehr leicht bei ihren männlichen chefs hochschlafen, aber wie soll das gehen, wenn die chefin eine frau ist???
(ich weiss, politisch nicht ganz korrekt!)
Einer meiner Söhne wollte an der TU ein Doktoratsstudium aufnehmen. Einen Prof. hatte er schon gefunden. Dann kam die Frauenbeauftragte daher und hat durchgesetzt, dass diesen Studienplatz im Sinne einer Quote eine Magistra einzunehmen hat. Es ist ihr gelungen. Die junge Frau hat dann nach zwei Jahren ein Kind bekommen und aufgegeben. Für meinen Sohn war der Zug aber bereits abgefahren. So schaut's aus, Frau Minister.
anscheinend ist das system noch nicht frauenfreundlich genug, denn sonst haette sie nicht wegen eines kindes ihren doktor aufgeben muessen. besonders in oesterreich mangelt es an guenstigen betreuungsplaetzen fuer kleine kinder (ab 6 monate). ja ja, rabenmutter moegen manche sagen und so, aber das stimmt gar nicht. karriere und beruf sind vereinbar - siehe schweden. dann steigt auch die geburtenrate wieder. meine frau war in karenz bis unser kleiner 10 monate alt war, was hier england eh schon recht lange ist (normal ist 6-7 monate). hat ihm nur gut getan.
Dass sie frei ist?
Was ist denn frei?
Dass wir unabhängig von Machthaber(er)n unser Leben gestalten können. Dass wir offen unsere Meinung sagen können und innerhalb unserer privatsphäre und unseres Eigentums gestalten dürfen.
Daher soll der Staat in seinem Bereich machen, was er will, seine Nase aber nicht in unsere Familien und unsere Betriebe stecken.
Wo immer seine SchergInnen ihre Nasen hineinstecken, wird es schlechter - die Geburtenrate sinkt, die Bildung ist ein Elend, die Wirtschaft in weiten Teilen Europas geht den Bach runter.
Wann erkennen wir endlich, dass die Lösung darin liegt, PolitikerInnen weniger Macht zu geben, ihren Einflussbereich zu kürzen und sie uns auf Distanz zu halten?
keine sorge: alle menschen, die niemals in eine "spitzenposition" kommen werden (so um die 90%), interessieren die eu nicht im geringsten.
viele werden bald auf europas strassen wieder ihren haushalt feilbieten, weil sie sonst nicht über die runden kommen, die allermeisten frauen werden gleichzeitig zwei bis drei jobs zusätzlich zur kindererziehung brauchen, um zu überleben, aber die eu sorgt sich löblicherweise um die eliten der gesellschaft, denn die haben es ja am allerschwersten.
die 90% der gesellschaft, die von spitzenposiionen von vorne herein ausgeschlossen sind, bedanken sich recht herzlich bei frau reding, dass sie sich so um die wohlhabenden 5% der frauen europas sorgt.
danke!
deren weisen Entscheidungen vom "Eurobarometer", einer sphinxhaften, verborgenen Intelligenz gelenkt werden *ROFL*
"Das Ziel, ist die NORMIERTE, GLEICHGESCHALTETE EINHEIT des europaeischen Volkes, das in dieser seiner Schicksalsstunde, als Kroenung seines historischen Werdeganges, durch ein gemeinsames Gesetz geleitet, mit gemeinsamer Kraft, unter gemeinsamer Fuehrung seinem gemeinsamen Schicksale entgegentritt. Und so frage ich euch nun: Wollt ihr die totale EU ?????? "
Spass beseite Leuteln, ihr befindet euch schon laengst in einer Diktatur.
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