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Die Probleme der unterschiedlichen Test-Ergebnisse beginnen schon viel früher.
Ob das eine gute Idee ist? Die Medizin-Uni in Wien will künftig den seit 2005 eingesetzten EMS-Test nach Geschlecht separiert beurteilen (derStandard.at berichtete). So will man gegen das seit Einführung der Aufnahmetests an den Medizin-Unis bestehende Problem angehen, dass Frauen eine niedrigere Erfolgsquote bei den EMS-Tests haben. 2011 unterzogen sich 56 Prozent Frauen dem EMS-Test an der Medizin-Uni Wien, zugelassen konnten aber nur 43,1 Prozent werden.
Nun würde kein vernünftiger Mensch behaupten, das liege daran, dass Frauen weniger intelligent seien. Es muss andere Gründe dafür geben, dass zwar weniger Männer antreten, letztendlich aber bessere Chancen auf den Weg in den angesehenen MedizinerInnen-Beruf haben als Frauen.
Test selbst im Fokus der Kritik
Solche Gründe sehen KritikerInnen des EMS-Testes im Testverfahren selbst. Der in der Schweiz entwickelte Test erfordert die Interpretation von Tabellen, räumliches Vorstellungsvermögen sowie Merkfähigkeit und fragt Fähigkeiten aus zehn Bereichen ab. Soziale Kompetenz würde allerdings zu wenig Berücksichtigung finden, was zur strukturellen Benachteiligung von Frauen beitrage.
Soziale Kompetenz ist natürlich auch Frauen nicht von Geburt an eingeimpft, vielmehr werden in unserer sozialen Welt Fähigkeiten bei den einen stetig gefördert und bei den anderen gehemmt. Und diese stillen, aber sehr wirksamen Empfehlungen wirken bekanntlich nicht nur geschlechts-, sondern auch schichtspezifisch. Das Ergebnis dieser Anreize über das eigene Umfeld, über die Schule und über Rollenbilder, wer was besser kann und wer in welchen Beruf passt, kennen wir: Die Unis sind voll von Studierenden mit AkademikerInnen-Eltern, die Medizin-Unis voll von Kindern mit Ärzte-Papas und Ärztinnen-Mamas. Die Sozialwissenschaft hat es bestätigt, immer wieder und schon vor langem: Bildungskapital bleibt dort, wo es schon ist, in der jeweiligen sozialen Schicht und eben auch beim jeweiligen Geschlecht. Fakten, die im Übrigen den Sinn von zusätzlich installierten Zugangsbeschränkungen zweifelhaft erscheinen, gibt es doch schon genug informelle Barrieren.
Erniedrigende Symbolik
Es reicht daher nicht, beim EMS-Test das Auswertungsverfahren zu ändern, um so mehr Frauen in das Studium zu bekommen - was noch dazu eine doch sehr erniedrigende Symbolik hat.
Dass es auch anders geht, wurde in Graz bewiesen. An der Medizin-Uni Graz verzichtete man auf den EMS-Test und zimmerte einen eigenen Aufnahmetest (dieStandard.at berichtete). Dieser unterscheidet sich vom EMS-Test vor allem darin, dass er die Möglichkeit der Vorbereitung bietet, denn Evaluationen der Testergebnisse in Graz zeigten: je besser die Möglichkeit zur Vorbereitung, desto besser für die Chancengleichheit. Und auch der Aspekt der sozialen Kompetenz wird in Graz stärker berücksichtigt, ein Wissen, zu dem Frauen nun einmal noch immer stärker angehalten werden.
2011 ging das Konzept in Graz erstmals auf: 58 Prozent Frauen traten beim Test an, 51 Prozent konnten das Studium auch antreten.
Die Wiener Lösung ist hingegen ein verpatzter Ansatz gegen strukturelle Benachteiligung. (Beate Hausbichler, dieStandard.at, 15.3.2012)
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Also werden Männer bewusst benachteiligt?
"Die Wiener Lösung ist hingegen ein verpatzter Ansatz gegen strukturelle Benachteiligung." hmmm in Graz wird eben nicht auf räumliches Vorstellungsvermögen geprüft (besser für Männer => schlechter für Frauen) sondern auf Soziale Kompetenz (besser für Frauen => schlechter für Männer), nach geschlechter auswerten kommt mir nicht besonders unfair vor, beschweren kann sich Frau Hausbichler, aber eine Lösung bietet sie nicht an. "Das gefällt mir so nicht, also müsst IHR eine Lösung suchen mit der ICH zufrieden bin..." das zitat könnte so durchaus von einer verwöhnten prinzessin kommen ;)
Ich kann die Heuchelei mit dem Grazer Test kaum noch hören.
Der SJT, den die für soziale Kompetenz nehmen, ist deswegen geschlechterneutral, weil man stattdessen auch würfeln könnte. Die Wiener haben den aus Qualitätsgründen abgelehnt, die Grazer dort quasi aus dem Papierkorb geholt. man schaue sich nur mal die Beispielaufgaben an.
Und die hohe Vorbereitungsmöglichkeit öffnet Tür und Tor für private Vorbereitungskurse - dann kann man sich Plätze wirklich kaufen.
Den Bericht finde ich ja echt unglaublich! Die Anforderungen an Logik, räumliches Denken etc. für Frauen herabzusetzen, nur damit mehr Frauen den Test bestehen... Wenn Frauen zu dumm sind für den Test, dann sind sie es halt, einige werden es ja doch schaffen und das sind dann wohl die am ehesten für den Arztberuf geeigneten. Soziale Kompetenz haben Männer durchaus genauso, jedenfalls sicher auch nicht weniger als Frauen. "Gefühlsduseligkeit" braucht man ja nicht in solch hartem Beruf, sondern Vernunft und Gefühl gesund vereint.
Ich bin übrigens selbst Frau, doch sowas finde ich echt arg, wie wenn man anfangen würde, Tests zu erleichtern, damit auch Dumme zugelassen werden, so hört es sich an!
die frauen sind nicht zu dumm fr den test
frauen schneiden zwar in allen ländern etwas schlechter ab, aber nur in Ö in dem maß
damit verbindene fragen:
- warum werden in Ö die mädels in naturwissenschaftlichen fächern weniger gedördert?
- misst der gewählte test merkmale, die
a) fürs studium wichtig sind
b) für wissenschaftliches arbeiten wichtig sind
c) für die tätigkeit als arzt wichtig sind
für a und b werden soziale kompetenz siche rnicht so wichtig sein wie für c
gesellschaftl kann es sinnvoll sein (nicht nur aus finanzgründen) auch "ausreichend" frauen im berufsfeld zu haben (aus gründen der heterogenität und vielfalt der ansätze)
die frage ist: wie gehn wir damit um?
quoten (und dann gar für immer?)
oder maßnahmen an den schulen?
Wenn Sie die Frage in "Warum werden in Ö die Mädels in naturwissenschaftlichen Fächern weniger gefordert?" umformulieren, haben Sie schon einen Teil des Problems erkannt.
Ich weiß nicht, ob Mädchen "weniger gefördert" werden in diesen Dingen, haben Sie da irgendwelche Quellen dafür? In der Schule wird doch das selbe gelehrt für alle, oder irre ich mich da?
Und ich finde es irgendwie arg, dass behauptet wird, ein Mann hätte keine sozialen Kompetenzen, das klingt mir schon nach einer Ausweichmeinung von wegen "ihr seit zwar besser in der Auffassung, schneller im Denken, vernünftiger und logischer, aaaaaaber wir sind dafür sozial viel besser als ihr!", ist das nicht eher lächerlich? Ich bin eine Frau, doch ich kenne viele Männer mit sozialen Kompetenzen und Interessen, die haben GANZ SICHER nicht nur Frauen!
ich hab mir die artikel/sturien nicht gespeichert, leider. der hintergrund scheint zu sein, dass mädchen seltener aufgerufen werden, burschen eher gelobt werden. es wird den mädels eher vermittelt, dass sie das eh net brauchen und soziale kompetenz (mitarbeit, ahsuaufgaben) werden anscheinend auch in mathenoten genommen, und daher schwimmen die eher durch (oder alle die sich "brav" benehmen und die hüs abgeben)
die aussage, dass männer keine soziale komptenz hätten, hab ich nicht gefällt. ich hab gesagt, dass der test auch hinterfragt werden kann, auf welches aufgabengebiet er zielt. es wird ja das abfragen von soz. kompetenz eingefoprdert. diese wäre zB für einen arzt wichtiger als für einen wissenschafter, oder fürs studieren selbst.
nöö, in dem fall fürcht ich, dass icn nicht gelogen habe. zum einen ist eine lüge eine bewusste falsche aussage, und geht schon deshalb daneben, und könnte maximal eine falsche behauptung sein. Im MOment sehe ich nich. Sollte ich gegenteiliges finden, werde ich es hier richtigstellen
Wofür Sie wahrscheinlich auch wieder grad keinen Link zur Hand haben, nicht wahr? Sie behaupten hier viel, doch Sie können es mit nix untermauern!
Wieso sollten in den Oberstufen mehr männliche Lehrer sein? Wie kommen Sie auf diese absurde Idee? Nur so eine Schätzung von Ihnen oder was?
"warum werden in Ö die mädels in naturwissenschaftlichen fächern weniger gedördert?"
es gibt auf der TU ausschließlich für studentinnen förderungen/programme/wettbewerbe, so gut wie keine für männliche studenten. bissl augen aufmachen - auf der TU werden männer seit jahren strukturell benachteiligt, wie man das heutzutage wohl sagt.
das ist zu spät und eigentlich wieder eine halbe armutschgerlsondermaßnahme zum auffpeppen des frauenanteils.
solange in den schulen denmöädchen klar gemacht wird, dass mathe eh nix für sie ist, dass sies eh nicht verstehen, dass sie nur ruhig sein sollen und paar mal aufzeigen sollen.. werden sich weniger für diese fächer melden, während die burschen mit dem wissen *ich kann das eh wissen* erzogen werden.
daher eine ordentliche fö/orderung von leistung unabhängig vom geschlecht, eien schule die selbständiges arbeiten/denken fördert und dann haben wir auch ausreichend mädels, die ohne sondeförderung sich für die technichen fächer interessieren.
wo lesen Sie das in meinen Postings???
im moment haben wir die realität, dsas mädchen in den mathmatischen fächern eher verunsichert werden, und zu wenig forderung bekommen, daher nicht vorbereitet sind.
ähnliches gilt für dei bruschen ind en sprachlichen fächern.
zusäzlich werden die schüler ertragen, die unauffällig sind, also die angepassten.
was fordere ich also?
eine bessere vorbereitung aller schüler auf die weitere ausbildung. die extraförderung der studentinnen setzt zu spät an, weil mädchen in dennaturwissenschaftlichen fächern dann bereits mehr aus ausreichend abgewertet wurden.
ziel sollte eine individuelle förderung sein.
"Dieser unterscheidet sich vom EMS-Test vor allem darin, dass er die Möglichkeit der Vorbereitung bietet, denn Evaluationen der Testergebnisse in Graz zeigten: je besser die Möglichkeit zur Vorbereitung, desto besser für die Chancengleichheit."
Das ist ja das Problem, auswendig lernen kann ich dann während dem Studium. Wenn ich aber die Geeignetsten haben will, dann frage ich eher solche Sachen die man nicht so einfach lernen kann. (logische Sachen zb, Kreativität,...).
Problem ist nicht, dass menschen diskriminiert werden. Nicht, dass unfaehige zum studium zugelassen werden. Nicht, dass ergebnisse manipuliert werden?
Problem ist, dass man es so offensichtlich macht, dass die privilgierten erniedrigt werden? Loesung ist, einen test zu machen, der die bevorzugung verschleiert?
männer, frauen, - hin oder her: wenn es so ist, dass im test M tendenziell besser abschneiden, als F - und im(!) studium F tendenziell besser abschneiden als M (worauf im artikel leider nicht eingegangen wird), dann heißt das nur, dass der test als eignungstest für dieses studium inadäquat ist.
gleicher erfolg wäre z.b. wenn am ende des studiums(in ein paar jahren) die aufteilung der abschlüsse exakt demselben verhältnis stünden wie die anfänger und das mit im schnitt gleichen noten.
was vergleichst du also für zahlen um dies festzustellen
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