"Frau Merkel, Sie sind eine Frau, stehen Sie hinter uns!"

Ansichtssache
16. März 2012, 14:46
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foto: apa/rainer jensen

Am Donnerstag gingen in ganz Deutschland die Schlecker-Frauen auf die Straße. Ihre Forderung: Eine Transfergesellschaft solle alle MitarbeiterInnen aufnehmen, die beim Drogeriekonzern keine Zukunft mehr haben. Schlecker beschäftigt in Europa mehr als 35.000 Menschen. 12.000 Mitarbeiterinnen sollen aufgrund der Insolvenz ihre Jobs verlieren.

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Ohje, da sind's nicht die ersten.

"Frau Merkel, Sie sind eine Wissenschaftlerin, tun's was für die Bildung!"

"Frau Merkel, Sie sind eine Ostdeutsche, tun's was für die neuen Bundesländer!"

"Frau Merkel, Sie sind eine Deutsche, tun's was für die Bevölkerung!"

Nur leider sind die alle zu spät dran:

"Frau Merkel, Sie sind eine Opportunistin!"

Und das schon seit Jahrzehnten.

Altruisten ...

... werden in der Politik üblicherweise nicht alt.

Und die Angestellten ...

... (Männer) sind eh wurscht, gell? Ja, genauso macht das die Redaktion!

Herr Faymann, ich hab auch so a Teil wie Sie, stehen's ma bei

Irgendwie eine dumme Argumentation.

"Frau Merkel, Sie sind eine Frau, stehen Sie hinter uns!"

'
Unverschämtheit!

Das ist Sexismus pur: Nur weil sie eine Frau ist, soll sich die Merkel hinten anstellen...!

ZITRONE!!!

Genau, also wirklich!!!

Diese Anrede wäre bei uns total unmöglich

Wir titulieren jeden Anzug und seine Hausfrau Herr Doktor und Frau Doktor. Dabei hat die Merkel ihren Doktor der Chemie sogar selber gemacht und nicht bloß geheiratet.

Nein, den Doktor der Physik hat sie selbst gemacht, den Doktor der Chemie (Joachim Sauer) hat sie wirklich geheiratet.

Da muss einfach eine gut dotierte Arbeitsstiftung her. Kommt den Staat billger als wenn all diese Menschen arbeitslos werden, und der Staat kann sich so neue Facharbeiterinnen ausbilden.

ich wusste goar net, dass VerkauferInnen FacharbeiterInnen sind

Ähm, immer schon: Einzelhandelskaufmann bzw. Einzelhandelskauffrau ist ein Lehrberuf mit ordentlichem Lehrabschluss.

Wenn Sie mal in ein Fachgeschäft gehen, dort eine Fachkraft treffen, werden Sie den Unterschied zwischen angelernter Hilfskraft bzw. Aushilfsstudentin und Fachkraft erkennen.

Interessant dass auch hier die rechte Aktion am zeitlich falschen Ort statt findet.

Aktionen des Protests wären notwendig gewesen als es darum ging die problematischen Methoden des Konzerns (Verhinderung von Betriebsräten, Bezahlung...) anzuklagen. Solidarität von Seiten der Bürger und der Politik wäre gefordert gewesen, Forderungen an Gewerkschaften und Gesetzgeber und so weiter. Man hätte von einem Klau von Rechten und Geld sprechen müssen.

Jetzt da es zur Pleite kam, spricht man vom "Arbeitsklau" was ja eine Absurdität ist, denn der Konzern wäre sicher froh, die Leute weiter ausbeuten zu können.

Man kann hier schön die Formation eines "falschen Bewusstseins" im Zeitalter der Postmoderne beobachten.

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