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Wien - Die Einführung eines Papa-Monats ist erst kürzlich rund um den Frauentag in Diskussion gestanden - im öffentlichen Dienst gibt es ihn bereits seit genau einem Jahr. Aufgrund der zweimonatigen Anmeldefrist gilt der März 2011 als Startdatum und seither nutzten 228 Väter die Möglichkeit, nach der Geburt bei ihren Kindern zu Hause zu bleiben. Frauen- und BeamtInnenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sieht durch diese Zahlen jedenfalls "starken Rückenwind" für ihre Forderung nach einem Papa-Monat auch in der Privatwirtschaft.
"In vielen Gesprächen mit den Jungvätern habe ich erfahren: Der Papa-Monat ist eine Bereicherung und macht Lust auf mehr. Und auch diese Tendenz bestätigt sich im öffentlichen Dienst", so Heinisch-Hosek. Die meisten der Karenzväter kommen aus dem Ressort Inneres (77), gefolgt vom Verteidigungsressort (40), dem Justizressort (29) sowie Unterricht und Kultur (28). In der Finanzverwaltung waren es 23. Weit weniger Männer entschieden sich für den Papa-Monat im Außenministerium (acht), im Wirtschaftsministerium (sieben), im Sozialministerium (sechs) und im Infrastrukturministerium (vier). Im Rechnungshof nahmen zwei Papas das Angebot in Anspruch, im Verwaltungsgerichtshof, im Bundeskanzleramt, Gesundheitsministerium und im Wissenschaftsressort war es je ein Mann.
Rechtsanspruch für Väter
Für die Frauenministerin und SPÖ-Frauenvorsitzende steht fest: "Das ist ein starker Rückenwind für das Papamonat auch in der Privatwirtschaft." Nach der Verwirrung um ihre Aussagen zu einer Verpflichtung stellt sie klar, dass sie einen Rechtsanspruch für Väter fordert: "Die Verpflichtung richtet sich daher an die Unternehmen: Sie müssen Vätern, die das wollen, den Papa-Monat zugestehen."
Mitterlehner will Wahlfreiheit
Ihr Modell sieht vor, dass dieser eine Monat Kindergeldbezug, der aus der Karenz in den Papa-Monat vorgezogen wird, verfällt, wenn es ein Vater nicht in Anspruch nimmt. "Auch mir liegt es fern, Männer in Handschellen zum Papa-Monat zu zwingen, wenn sie das nicht wollen. Es geht um die Bestärkung ihrer Rechte und um Bewegung bei den Unternehmen, denn da braucht es noch ein Umdenken", erklärte Heinisch-Hosek. Mit Familienminister Reinhold Mitterlehner versuche man deshalb so rasch wie möglich über den Papa-Monat zu sprechen.
Mitterlehner steht einem Papa-Monat grundsätzlich offen gegenüber, er plädiert jedoch für Wahlfreiheit, hieß es aus seinem Büro. Derzeit befinde man sich im Gespräch mit den Sozialpartnern. (APA)
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Analog ist dieses Argument bei Frauen ("eine arbeitende Mama...") ja politically durchaus correct. Sinvoller, als sie aus dem Arbeitsprozess herauszuholen wäre es, Jungs zu sozial denkenden Männern mit Familiensinn zu erziehen und sie in ihrem Leistungswillen zu stärken.
Es ist eh bekannt, dass sich diejenigen in Schwangerschaft, Karenz und Papa-Monat flüchten, die von ihrem Arbeitsplatz die Schnauze voll haben.
Es spricht nicht wirklich für das Arbeitsklima im öffentlichen Dienst, wenn die Männer lieber artfremd Zopferl flechten, am Kleidchen der Tochter herumzupfen und mit Gluckenblick einen Hüterjob ausprobieren, den jeder Border Collie besser erledigen würde.
Diese Statistik ist m.E. so etwas Ähnliches wie eine Arbeitsplatzmobbing/-bossing Statistik :)
Gut ist dabei, dass für die männl. Opfer des öffentl. Dienstes endlich potenzielle Auszeiten greifbar sind.
Ministeriumsmotto neu:
Halte deine Sache schwanger und genieß die Baba-Monate :)
Mir ist nicht klar, wie ihr Posting gemeint ist. Sarkasmus? Ernst? Die Tatsache das es vor allem im öffentlichen Dienst in Anspruch genommen wird auf die Schaufel genommen?
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