Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Brüssel - Nach Protesten von Europa-Abgeordneten hat der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, einen geplanten Auftritt vor einem Arbeitskreis des Europäischen Parlaments abgesagt. Dies bestätigte das Büro des liberalen Abgeordneten Alexander Alvaro (Deutschland), der zu der Veranstaltung eingeladen hatte, am Mittwoch in Brüssel. Gründe wurden nicht angegeben.
Nur falscher Zeitpunkt?
Am Dienstag hatten die Abgeordneten Zita Gurmai und Veronique de Keyser (Sozialdemokraten) sowie Isabelle Durant (Grüne) den Parlamentspräsidenten Schulz aufgefordert, Strauss-Kahn wieder auszuladen. Der Abgeordnete Derk Jan Eppink von der rechtsliberalen belgischen Partei LDD sagte, ein Auftreten Strauss-Kahns sei zum jetzigen Zeitpunkt "höchst unpassend". Strauss-Kahn sollte am 27. März bei einer Veranstaltung über die Finanzkrise gemeinsam mit Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker und dem früheren EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet sprechen.
Jüngst musste Strauss-Kahn in einem Polizeiauto vor rund 200 DemonstrantInnen flüchten, nachdem er einen Auftritt an der britischen Cambridge University absolviert hatte. Die wütenden AktivistInnen trugen Transparente und skandierten Slogans gegen Gewalt und Vergewaltigungen. Sie hatten das Gebäude der Cambridge Union Society umstellt, wo Strauss-Kahn vor ausgewählten Studierenden einen Vortrag über Globalisierung und die Eurozone gehalten hatte. Die Protestrufe waren auch im vollbesetzten Saal des Debattierclubs zu hören. (APA, 21.3.2012)
Gesetzesentwurf, der bereits vom Unterhaus abgesegnet wurde, fordert Aufhebung der 25-Prozent-Quote - Politikerinnen schlagen Alarm
Die Rechtsverschärfung wurde ohne Gegenstimme beschlossen - Präsident Putin hat angekündigt, das Gesetz zu unterzeichnen
Parlament beauftragte Regierung mit Ausarbeitung des Gesetzes - Breite Mehrheit erwartet
Parlamentarierin Cisse: "Frauen und Jugendliche kämpfen für ein starkes Mali"
PassantInnen stellen sich gegen die Polizei - Seit 2011 ist in Frankreich die Vollverschleierung in der Öffentlichkeit verboten
Journalist hatte Homosexualität von Gillards Lebenspartner angedeutet - Kritik am sexistischen Spenden-Dinner der Opposition
Dalai Lama: "Wenn ein weiblicher Dalai Lama nützlicher ist, wird automatisch ein weiblicher kommen"
Deutsche Kanzlerin hielt beim Fest der Allianz Deutscher Produzenten wie geplant ihre Rede
Bestrebungen zur Liberalisierung von Sexarbeit geraten zunehmend unter Druck - jüngst durch den "Spiegel"
In Formularen kann "männlich", "weiblich" oder "drittes Geschlecht" angekreuzt werden
Bisher sechs Verdächtige festgenommen - Proteste gegen mangelnden Polizeischutz
Säkuläre Türkinnen stemmen sich gegen den konservativen Kurs ihrer Regierung
Die Fristenregelung könnte bald aufgehoben werden - Gesetzesentwurf sieht legale Abtreibung nur in Ausnahmefällen vor
Begründung: Andere gleichstellungspolitische Aufgaben sind nicht erledigt - Auch keine Unterstützung für längere Pensionsanrechnung bei Müttern
In der Grundordnung der Universität Leipzig sind Männer bei der Bezeichnung Professorinnen künftig mitgemeint
Baby kam sechs Jahre nach Ableben seines biologischen Vaters zur Welt
Studie über Langzeit-Effekte: Leistung normt einjährige Babypause und signalisiert, dass Sorgearbeit gleich viel wert ist wie Berufstätigkeit
Ihre Aufklärungsarbeit hat dazu beigetragen, dass sich die Zahl der beschnittenen Mädchen in Äthiopien stark verringerte
"Pensionslücke" zwischen Frauen und Männer in Österreich beträgt 34 Prozent
In Athen werden dieses Wochenende 5.000 AktivistInnen erwartet, die ein demokratisches, soziales, ökologisches und feministisches Europa wollen
Offenbar erstmals öffentliche Stellungnahme zu dem Fall - In einem Blog bezeichnete sie sich als "Opfer eines Angriffs" vor drei Jahren
Linzer Gericht sieht Diskriminierung - Land Oberösterreich muss Paar bestätigen, dass es für eine Adoption in Betracht kommt
Die Betreuung unter Dreijähriger muss ausgebaut werden, sagt die Wirtschaftskammer - Eine Studie zeigt Probleme mit Öffnungszeiten
Verein Orient Express übernimmt Betreuung, bis zu zehn Frauen können dort vorübergehend wohnen
Von Armut sind im Ländle vor allem Frauen betroffen, sagt der erste regionale Armutsbericht - Grüne sehen tradierte Rollenbilder am Werk
er ist nicht verurteilt (auch karlheinz unschuldsvermutung nicht) aber ich möchte mich von personen, mit dem zugang zu macht (mit diesem umgang mit sexualität) nicht vertreten wissen.
das problem der vergwaltigung/ deren falschanzeige ist eines, das nicht übers gericht gelöst werden kann, sondern gesellschaftlich abgehandelt werden müßte. das ginge aber nur mit mehr respekt. beides vermisse ich in der diskussion besonders bei den diskutierenden männern.
und dieser respektlose umgang schlägt nun wellen.
und noch etwas: bedenken Sie bitte, dass ein extrembeispiel für "gesellschaftliche abhandlung" eines themas, das nicht durch ein gericht geklärt wird/werden kann, "lynchjustiz" wäre.
zugegeben ein extrembeispiel aber durchaus auf der linie Ihrer argumentation.
nur
wenn ich alles zusammenzähle hat dsk sich durch ein rücksichtsloses udn übergriffiges sexualverhalten "ausgezeichnet".
hart an der grenze zur nötigung zuallermindest.
die frauen mussten damit leben.
jetzt gibt es eine polarisierung, die von den frauen ausgeht. damit muss dsk leben.
früher hat er die proteste mancher frauen bis zu einer grenze ignoriert, jetzt kann er die proteste vieler frauen nicht ignorieren. solange da nicht mehr passiert, oder sich herausstellt, dass alles unterstellungen wären, hab ich da wenig mitleid. (die fragen bewegen sich ja auch auf dem boden der legalität)
sinnvoll wäre ein diskurs was frauen als sexuelle gewalt empfinden, anstelle zu bestimmen, was wir als solche empfinden dürfen.
sorry, aber das sind alles keine gründe. wenn dsk gegen gesetze verstossen hat, sollten betroffenen frauen den rechtsweg einschlagen. hat er nicht gegen gesetze verstossen, haben zwar betroffene frauen das recht, ihn auszuladen, nicht aber nichtbetroffene parlamentarier.
es geht auch nicht um "mitleid" oder ähnliches. es geht darum, dass nicht irgendwer recht und gesetz in die eigenen hände nimmt, denn sonst mache ich das nächstens auch, wenn mir danach ist.
zusammengefasst: in einer welt, in der medien oder einzelne "recht sprechen" und "sanktionen setzen" mag ich nicht leben. denn nächstens machen das gruppen, die Sie sicher auch nicht mögen. was dann?
denn der rechtswegs MUSS sich an die ebweisbarkeit halten (was gut und wichtig ist) die realität, dass frauen sichschutzlos sexueller gewalt ausgesetzt sehen aber ausser acht lassen muss.
daher ist der protest an sich für die sache nicht zielfördernd, die meisten verfahren, in denen täter freikommen aber auch nicht.
angesetzt werden muss an einem anderen punkt.
trotzdem behalte ich mir vor mein mitleid selbst einzuteilen, und solange sich die frauen an gesetze halten (und protest an sich ist nicht verboten) muss dsk mit diesen genauso leben, wie die frauen deren körperl integrität durch ihn gestört wurden damit leben müssen. auch da hat er nachweislich kein gesetz verletzt, sondenr nur die frauen.
protest ist überhaupt kein problem. hier hätte der protest so aussehen können, dass frauen während seines auftrittes den raum verlassen ...
aber das europäische parlament ist nicht dazu da, persönliche proteste einzelner parlamentarier mitzutragen, wenn es als objektive institution wahrgenommen werden will.
ich bin nicht gegen protest gegen dsk sondern dagegen, dass öffentliche institutionen dafür benutzt werden. diese institutionen gehören nämlich weder dsk noch einzelnen parlamentariern sondern uns allen.
Die Frage ist, wie man entsprechend protestieren kann. Das ist nicht in jedem fall gleich. Hier gibt es einen Mann, dem die Bedürfnisse von Frauen in manchen Situationen recht wurscht zu sein scheinen (absichtl vorsichtig formuliert) Ich tät mich wundern, wenn dem das demonstrative aufstehen der Frauen viel Kummer bereiten. Er ist aber ein Medienmensch, daher kann ich mir vorstellen, dass es dort trifft.
ob das europäische darauf reagieren kann/darf ist die entscheidung derer (vielleicht haben die auch mehr info?)
dann wäre jeder protest aber per se unerwünscht, weil jeder protest etwas bewirken will, und damit "benutzt" umgekehrt benutzen machtmenschen eben die macht und produzieren protest.
nur ist es problematisch, wenn Sie das entscheiden wollen. was würden Sie sagen, wenn ich mir das gleiche recht herausnehmen würde und aufgrund meiner persönlichen sympathie darüber entscheiden wollte, ob Sie beispielsweise hier posten dürfen?
das ist das problem. wenn ein gericht DSK verurteilt, ist das etwas anderes als wenn individuen das tun.
die sie als vergewaltigung empfinden, und das gefühl haben sich schämen zu müssen, ohnmächtig zu sein
schuld zu sein,in der schwächeren postion zu sein
in ihrer not nicht wahrgenommen oder gar mißachtet zu werden
und die männer auf der anderen seite äußern hier oft
angst dass die rechtsstaatlichkeit aufgedröselt wird
unschuldig verurteilt zu werden
sind unsicher, wie sie handeln sollen/dürfen.
das heisst beide leben in emotional andern welten.
daher die eskalation.
ich finds heikel, aber ICH möchte politiker an der spitze haben, die auf basis des respekts agieren. dsk scheint dem stark zu widersprechen
den knoten wird nur respektvolles zuhören und die gesellschaft. änderung der mythen um die sexualität herum lösen. nicht das gericht!
kein widerspruch. mich stört nur
"dsk scheint dem stark zu widersprechen"
auch der schein kann kein kriterium für gesellschaftliche sanktionen sein.
was glauben Sie, was herrn strache oder herrn kickl "alles scheint"?
und wollen wir diesem "anschein" von wem auch immer gesellschaftlich entsprechen?
meiner meinung nach nicht. das desavouiert den rechtsstaat und das recht jedes individuums als unschuldig zu gelten (und so behandelt zu werden) bis seine schuld ERWIESEN ist.
ich halte gar nichts von dieser art "privatjustiz".
(und in der möglichkeitsform schreib ich ja, weil es hinweise darauf aber eben keine beweise gibt)Es keine privatjustiz es sind proteste. und mit diesen muss dsk leben. unter der bedingung, dass (ich) die zeichen richtig interpretiere, hat er den protest mancher frauen herb ignoriert, die müssen dann damit leben. und niemand fragt sich, wie sie das tun.
das schwierige ist, das beidseitge bauchweh. was ist wenn er wirklich so agrressiv agiert hat? wollen Sie dann von ihm vertreten sein? mit oder ohne beweisbarkleit? die eine klage scheint aufgrund der verjährung des delikts von nötigung passiert sein, und diese übergriffigkeit meine ich, dass er zugegeben hat.
und die andere ist: was wenn nicht? darf er dann geächtet werden?
jedes gerichtsverfahren, das bei aussagegegenaussage eine entschiedung treffen muss, hat rettungsanker eingebaut, um unschuldig verurteilte zu verhindenr. freigehenden täter sind damit wahrscheinlicher als die unschuldig verurteilten. das macht sinn. aber. daraus ergibt sich eigentl die gesellscaftl verantwortung mythologien zu hinterfragen/verpönen die situationen fördern, welche frauen als vergewaltigung erleben. das passiert nicht, im gegenteil. die schuld wird noch immer den opfern zugewiesen. ein urteil hat einen mann freigesprochen, obwohl das gericht davon überzeugt war, dass sich frau vergewaltigt gefühlt hat, dafür wird frauen schnell(er) unterstellt, dass sie nur simulieren. genau das produziert die ohnmächte wut dieser proteste!
Es ist ein Skandal, dass Frauen Strauss-Kahn Redeverbot erteilen wollen. Schließlich wurde die New Yorker Anklage gegen ihn fallen gelassen, nachdem die Staatsanwaltschaft zur Auffassung gekommen war, dass Frau Diallo wegen ihrer Verstrickungen im kriminellen Milieu absolut unglaubwürdig ist.
weiss man genug über den umgang dieses typen mit frauen um ihn als ar... erster klasse und jedenfalls unwürdig für solche öffentlichen auftritte einzuschätzen.
man muss nicht für alles auf ein gerichtsurteil warten.
das ist ja leider auch die einschätzung unserer poltiker (in anderen bereichen): solang ich nicht verurteilt bin darf ich auch die übelsten praktiken fortführen - stichwort korruption.
genauso bei dem typen: so lang er nicht verurteilt ist muss man ihn als vorzeigemenschen behandeln? neine! ganz und gar nicht!
die andere seite ist, dass sein umgang mit frauen (als summe der berichte) zum kotzen ist, was aber nicht unbedingt anlass für gerichstverfahren sein kann. in dem sinn ist er ein unfreiwillger stellvertreter für was anderes.
im kern geht es aber um den umgang mit sexualität, um das was den burschen als normales verhalten vorgelebt wird und was den mädels.
bis wann muss sie nein gesagt haben, ab wann muss er sich nicht mehr drumm kümmern, und ähnliches.
das sind ideen über die sexualität, die vorgerichtlich einiges abfangen können, das gericht selbst hilft da wenig
der protest geht anscheinend um einen einflussreichen politiker, mit einem scheinbar frauenabwertenden zugang zur sexualität und um diesen zugang per se
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.