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Die SlowenInnen entscheiden am Sonntag über ein neues Familienrecht.
Ljubljana - In Slowenien sagen die letzten Meinungsumfragen vor der Volksabstimmung über das neue Familiengesetzbuch am Sonntag eine mehrheitliche Unterstützung für das Inkrafttreten des Gesetzes voraus, mit dem das slowenische Familienrecht aus dem Jahr 1976 modernisiert werden soll. Der Ausgang des verbindlichen Referendums bleibt trotzdem offen, ausschlaggebend wird die Wahlbeteiligung sein.
Eine hohe Stimmbeteiligung würde den BefürworterInnen des Familiengesetzbuches nützen, denn die konservativen Wähler gelten als diszipliniertere UrnengeherInnen. Einer Projektion der Tageszeitung "Delo" zufolge werden am Sonntag rund 60 Prozent für das neue Gesetzbuch stimmen, dagegen werden 40 Prozent sein. Die Wahlbeteiligung soll bei 44 Prozent liegen. Die Projektion von "Delo" basiert auf einer Umfrage, bei der sich knapp 47 Prozent der Befragten für das Gesetz aussprachen, dagegen waren fast 30 Prozent. Auch bei der Umfrage der Wirtschaftszeitung "Finance" lagen die BefürworterInnen des Gesetzes mit 45 zu 40 Prozent vorn.
Rote Tücher der GegnerInnen
Das Familiengesetzbuch, das viele Verbesserungen zum Schutz von Kindern einführt, ist in konservativen Kreisen umstritten. Vor allem die Neudefinition der Familie, die von der traditionellen Auffassung "Mutter-Vater-Kind" abweicht, wird von den GegnerInnen als Entwertung der Bedeutung von Mutterschaft und Vaterschaft kritisiert. Das neue Gesetzbuch definiert eine Familie als "eine Lebensgemeinschaft von Kindern mit einem oder beiden Eltern oder einem anderen Erwachsenem, wenn dieser für das Kind sorgt". Diese Formulierung entspricht einer UNO-Definition. Ein rotes Tuch für die GegnerInnen ist auch die Ausweitung der Rechte von Homosexuellen. Gleichgeschlechtlichen Paare bekommen künftig gleiche Rechte wie Ehepaare, dürfen sich jedoch nicht als solche bezeichnen. Das Gesetz führt auch die Möglichkeit für Homosexuelle ein, die leiblichen Kinder ihrer Partner adoptieren zu können.
Am Freitag ging die einmonatige Referendumskampagne zu Ende. Für das neue Gesetz sprachen sich im Rahmen der Kampagne verschiedene angesehene Fachleute und Menschenrechtsorganisationen, sowie zahlreiche Prominente aus. Unterstützt wird es auch vom Staatspräsident Danilo Türk. Dem konservativen GegnerInnenlager, in dem besonders die katholische Kirche aktiv war, schlossen sich auch die orthodoxe Kirche und die islamische Gemeinschaft an. Die drei größten Glaubensgemeinschaften in Slowenien sprachen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen das Gesetzbuch aus. Hingegen drückte die evangelische Kirche Toleranz für alle unterschiedlichen Familiengemeinschaften aus.
Das Familiengesetzbuch war von der früheren Mitte-Links-Regierung verfasst und ist im Juni 2011 vom Parlament verabschiedet worden. Die damalige Regierung musste wegen heftigen Widerstands und einer Blockade der konservativen Opposition, welche nun die aktuelle Mitte-Rechts-Regierung bildet, deutliche Abstriche von ihren ursprünglichen Plänen einer völligen Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare machen. Das Referendum war von einer von der katholischen Kirche unterstützten konservativen Bürgerinitiative beantragt worden, die dafür die 40.000 erforderlichen Wählerunterschriften sammelte. (APA, 23.3.2012)
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hier wird ständig über die kirche geschrieben.
was hat das mit der kirche zu tun?
das beste für ein kind sind seine leiblichen eltern,..und dabei handelt es sich im regelfall um Vater und Mutter.
Da kann sich die gelebte realität verbiegen und schreien wie sie will,..das ist halt mal so.
Die Katholische kirche neigt ja eher dazu, die umwelt des menschen zu verändern, als den menschen an gegebenheiten anzupassen. (deswegen mag ich sie auch nicht)
Ich denke es gibt nicht sehr viele befürworter, vielen denen es egal ist, und nur ganz wenige die wissen wie wichtig die eltern für ein kind sind.
Sicher kann ein homosexuelles paar auch sehr gut ein kind großziehen, ideal sind liebende eltern.
Offensichtlich haben Sie den Artikel nicht gelesen, denn da steht nämlich, dass die katholische Kirche bei der Kampagne gegen das Gesetz aktiv beteiligt war. Gläubiger waren sogar bei Gottesdiensten aufgefordert worden, dagegen zu stimmen
http://tinyurl.com/7nqepqp
Ich stimme Ihnen zwar zu, dass das Ideal liebende Eltern sind. Dass leibliche Eltern das beste für das Kind sein sollen ist aber nur ein (von den Tatsachen weit entfernter) Vorurteil. Die leiblichen Eltern sind nicht unbedingt auch die liebenden Eltern.
Das Thema könnens nicht mit ein paar Links abtun - nur eines kann man sagen, die Kleinfamilie in der heutigen Form (Vater-Mutter-Kind) ist ein Lidschlag in der menschl, Entwicklung und war nie der Kern, sondern ist war nur die aktuelle Version i.d. Industrieländern. Schon 100 Jahre zurück und sie gibt es noch nicht als Hauptform.
... wenn man auch andere (wie Sie so schön sagen) "Kombinationen von Lebensformen" anerkennt? Leute heiraten und Leute scheiden sich. Ein Kind zu zeugen ist meistens nicht besonders schwer und es kann sehr schnell passieren. Um ein Kind zu erziehen müssen aber noch viele andere Bedingungen erfüllt werden. Das Glück in einer Ehe bzw. Partnerschaft ist eine davon.
Stimmt. Manche Beziehungen lassen sich auch durch intensivste Arbeit/Paartherapie nicht mehr retten, ich kenn so einen Fall. Die waren 13 Jahre zusammen und haben sich immer mehr auseinandergelebt, haben immer mehr gestritten und irgendwann festgestellt: Die Beziehung ist am Ende, also - Scheidung. War für beide nicht schön, aber in dem Fall die beste Lösung, weil nicht mal ein guter Therapeut noch was hätte retten können, ganz einfach, weil beide nur noch eines wollten: sich möglichst schnell trennen. Man kann eine Beziehung nicht auf Biegen und Brechen aufrechterhalten. Umgekehrt gibt's Beziehungen, die scheinbar mühelos funktionieren, weil beide Seiten aufeinander eingehen, ohne dass sie es als Arbeit empfinden.
Sehe ich auch so.
Es ist glücklicherweise nicht mehr nötig aus wirtschaftlichen (oder pseudomoralischen - was ich immer so toll fand ist, dass Pfaffen sich anmassten ohne e. Ahnung davon zu haben über Beziehungen zu sprechen, aber Moral haben meist die gepachtet, die nichts tun) Gründen, schlechte Beziehungen aufrecht halten zu müssen. Es gibt so viele Gründe, auseinanderleben, hintergehen, eingestehen e. anderen sexuellen Orientierung, Verlust d. Krankheit o. Tod usw. usf. - das sind alles Realitäten, man kann die Norm nicht auf die funktionierenden vielleicht 20-30% verengen. Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei.
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