Heinisch-Hosek drängt auf Gesetz

26. März 2012, 11:36

Verankerung im Gleichbehandlungsgesetz sei "weiterer Puzzlestein für mehr Gleichberechtigung in Arbeitswelt"

Wien - Geht es nach Frauenministerin Heinisch-Hosek, sollen Unternehmen dazu verpflichtet werden, Frauenförderpläne in ihren Betrieben zu verankern. Die Ministerin drängt deshalb darauf, diese in der nächsten Gleichbehandlungsgesetzesnovelle festzuschreiben, die sie für Herbst erwartet. "Das wäre ein weiterer Puzzlestein für mehr Gleichberechtigung in der Arbeitswelt", meinte Heinisch-Hosek.

"Sanfter Druck" nicht ohne Sanktionen

Die Frauenförderpläne sieht Heinisch-Hosek als Ergänzung zu den bereits eingeführten Einkommensberichten, zu deren Erstellung seit Jahresbeginn auch Unternehmen ab einer Firmengröße von 500 Beschäftigte verpflichtet sind. Die Einkommensberichte würden Gehaltsunterschiede aufzeigen und daraus seien Maßnahmen abzuleiten, wie man die Differenz beseitigt, erklärte die Ressortchefin. Laut ihrem Vorschlag sollten künftig Betriebe ab 100 MitarbeiterInnen die Pläne erstellen müssen. Die Verpflichtung wäre ein "sanfter Druck" und Heinisch-Hosek denkt auch an Sanktionen: "Man sollte ihn einklagen können, wenn er nicht gemacht wird. Das wäre ein erster Schritt."

Gespräche mit Hundstorfer und Mitterlehner

Eine Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes wird derzeit von den Sozialpartnern diskutiert. Die Ressortchefin drängt deshalb darauf, auch die verpflichtenden Frauenförderpläne darin aufzunehmen. Vorbesprochen sei die Forderung bereits mit dem Sozialministerium. Das Wirtschaftsministerium sei auf BeamtInnenebene informiert, so die Ministerin. Demnächst will Heinisch-Hosek mit Sozialminister Hundstorfer und Wirtschaftsminister Mitterlehner über diesen Vorstoß sprechen.

Die Frauenministerin verweist darauf, dass es in einigen Ländern wie etwa Australien, Nordirland oder Schweden bereits gesetzliche Verpflichtungen zur Erstellung von Frauenförderplänen gibt. "Österreich würde mit der gesetzlichen Einführung eine Vorreiterrolle einnehmen", so Heinisch-Hosek. (APA, 26.3.2012)

die lohnschere und warum sie unbedingt aufgehen muss

und immer immer wieder wundere ich mich über ein und dasselbe: dass man sich wundert, dass die schere mann-frau weiter aufklafft. egal, ob mann-frau oder reich-arm, sie MUSS es doch tun, solange wir gehaltserhöhungen PROZENTUELL erhöhen. oder ist das irgendwas anderes als logisch und rechnerisch bereits für ein Kind ermittelbar. Bitte bitte sagt mir endlich, warum es prozentuell sein muss: wenn Kosten für Mieten, Tanken, Essen, Ausgehen, Kinderbetreuung für ALLE steigen, dann eben für alle im selben Maß. Luxusabdeckung ist doch lächerlich. Es ist ein Satz zu ermitteln, um den das Leben teurer geworden ist udn um genau diesen Betrag wird erhöht, egal welches Gehalt. Dann wird sich langsam wieder der Trend umkehren.

traurig,

dass es in einer modernen gesellschaft des 21.jahrhunderts noch gesetze bedarf, die eine gerechte gesellschaftsordnung regeln müssen. mann = frau = mensch.

mann = frau ... das seh ich nicht so

Beide haben geschlechterspezifische Stärken und Schwächen. Die gleichberechtigte Symbiose macht m.E. die Sache stark.

Frauenförderung versus Behindertenförderung....

...erinnert mich an Frauenparkplätze versus Behindertenparplätzen. Und wo ich die Hosek einorde, will ivh besser nicht verraten,

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