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Freundschaftsbänder aus verlorenen Zeiten?
Neulich wurde ich gefragt, ob ich denn nach dem Elternwerden viele Freundschaften verloren hätte. Ich muss gestehen, dass ich mir bis dahin noch nie Gedanken darüber gemacht hatte. So schlimm kann es also nicht sein.
Wenn ich es mir aber so recht überlege, hat sich eigentlich schon vieles verändert im sozialen Gefüge. Und wenn ich noch mal tiefer in mich gehe, wird mir bewusst, dass ich die meisten meiner kinderlosen FreundInnen schon mehr als vier Wochen nicht gesehen habe.
Na gut, das muss noch nicht viel heißen. Immerhin fühle ich mich ihnen weiterhin verbunden - und ich bin auch noch up to date, was die wesentlichen Eckdaten ihres Lebens betrifft. (Oder?) Was aber definitiv fehlt, ist das gemeinsame Zeitverbringen tagsüber und vor allem abends.
Es ist wie so oft eine "Vereinbarkeitsfrage": Während die Kleinfamilien dieser Welt am Sonntag bereits gefrühstückt, geduscht, herumgebalgt und den Spielplatz besucht haben und ab 11 eigentlich bereit wären für den geselligen Brunch-Empfang, sind die kinderlosen FreundInnen noch nicht einmal aus dem Bett gekrochen.
Die würden sich außerdem lieber abends treffen. So um 10 auf ein Bier - ha! Zweites Problem: Manchmal will sich auch nicht wirklich ein geeignetes Gesprächsthema ergeben, wenn die einen über Erlebnisse am Spielplatz reden könnten, die anderen definitiv nicht.
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Während ich gestern diesen Blog schrieb, hat mich eine kinderlose Freundin angerufen (!) und wir gingen dann spontan (!!) ins Kino. Aus Rücksicht auf mich haben wir die 18-Uhr-Vorstellung genommen, anschließend ging sich sogar noch ein Schluck an der Bar aus. Für mich ist klar: Eltern brauchen kinderlose FreundInnen mehr als andersherum. Der aktuelle Mega-Hype um den Film "The Hunger Games" wäre so vermutlich komplett an mir vorübergegangen. Jetzt habe ich nicht nur einen schönen Abend verbracht, sondern - Synergie! Synergie! - auch wieder ein Gesprächsthema für weitere Treffen mit kinderlosen FreundInnen. (dieMama, 7.4.2012)
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kinder sind das schönste überhaupt, bereichern das leben und geben einem sehr viel. das ist so intensiv, da verzichte ich gerne auf ein paar freundschaften. wenn sie das nicht überstehen sind sie es sowieso nicht wert und wie so oft im leben wechseln die freundeskreise und neue freunde mit gleichen interessen bereichern das leben.
kinder sind der tod von absolut allem. somit auch von freundschaften und sonstige soziale umfelder.
man weiss das ja auch und entschliesst sich deswegen bewusst *gegen* ein kind. bis auf die leute dies einfach ned warhaben wollen und einen dann tage- und wochenlang vorjammern wir eingeschränkt man ned ist mit einem kind.
ja ist man. deswegen überlässt man das kinderkriegen *anderen* leuten und führt ein glücklich, strahlendes leben währen die eltern rund um einen rum die tage damit verbringen sich gegenseitig ihre situation schön zu reden. und sich mit jedem tag weniger daran erinnern können dass auch sie einmal freie, fröhliche und selbstbestimmte wesen waren.
dieser blog ist ein gutes beispiel für meine argumentation.
#kinder sind der tod von absolut allem. somit auch von freundschaften und sonstige soziale umfelder.
#
Ist zu hoffen dass Sie das sarkastisch gemeint haben.
Sonst wäre es Blödsinn hoch 100.
Die meisten Menschen wollen übrigens nicht "frei" sein, die meisten streben nach Bindung, nach Liebe und Familie. Wer alleine durchs Leben gehen will und im Alter alleine im Altersheim sitzen möchte, der kann es ja eh. Da wäre eine Sterilisation wohl das beste!
... für mich hat dieser blog etwas von einem autounfall. ich will ja wegsehen aber ich MUSS ihn lesen.
ansosnten ich hab nix gegen eltern oder kinder aber ich versteh halt das gejammere der eltern ned. weils irgendwie kein grosses geheimnis ist was auf einen zukommt wenn man sich kinder anschafft.
ist halt ein konzept dass ich ned verstehe, das ist alles.
... wundern Sie sich darüber? menschen reflektieren doch andauernd ihre lebensentwürfe ... fragen, hinterfragen - ja, und jammern auch ... und dass man das bei (neuer) elternschaft weiterhin tut, ist doch normal!? und wer bei einem "autounfall" hinschaut und etwas sieht, das seine gefühle (oder was auch immer) verletzt (oder in unruhe versetzt) .. nun ja .. selber schuld, würd ich sagen. aber man muss ja nicht auf die "verletzten" extra hinhauen oder? das ist eben das, das ich nicht wirklich verstehen kann.
... deswegen darüber weil wenn ich das gejammer höre muss ich annehmen kinder sind eindeutig ein downgrade in sachen lebensqualität. seltsamerweise sind die leute die am lautesten über die bürden der erlternschaft jammern diejenigen die diese am vehemmentesten damit verteidigen wie toll und super alles ned sei.
ausser man will in urlaub, ausgehen, alte freunde treffen, einfach mal blau machen oder spontanen sex haben ... dann ist das ist das jammern gross.
wenn man *wirklich* kinder will weils die erfüllung des lebens sind. ja dann grinsen und glücklich sein. ansonsten: wozu?
"aber man muss ja nicht auf die "verletzten" extra hinhauen oder?"
da haben sie recht. es tut mir leid, entschuldigung :oD
definitives nein.
ein erwünschtes kind, ist das größte upgrade im leben überhaupt. was nicht heißen soll, dass dies für alle menschen zu gelten hat. aber für die meisten eltern gilt es definitiv.
"jammern" tut doch jeder mal. die einen, dass sie schon wieder eine schlaflose nacht wegen zahnendem baby hinter sich haben. andere, weil sie einsam sind. der job nervt. oder das wetter.
das heißt aber nicht, dass der gewinn, der durch eine elternschaft entsteht, nicht weit höher ist, als die "einbußen".
urlaub, ausgehen, freundInnen treffen, blau machen, spontansex,... alles auch mit kind machbar. eine frage der organisation.
und zu ewiger glückseligkeit und zufriedenheit mit dem eigenen leben ist niemand verpflichtet, ob mit oder ohne kind.
Mit meiner unbewusst, unterbewussten "Spontanangst" Vater zu werden, würde ich so schnell laufen, dass sogar die Osterhäsin staunen würde :)
Nichts für ungut aber so ein Kind setzt sich im Hirn fest und frisst sämtliche Lüste auf ;-)
... angenommen :-p na, dann schleppe ich mich Verletzte einmal von dannen, empfehle die Lektüre von Franzens "Freedom" und freue mich schon jetzt darauf, ind der Früh mit dem süßen Baby in den Morgen zu kuscheln. Ich bin nämlich gerne Mama - und trotzdem finde ich es manchmal anstrengend.
als Mensch, der Kinder net ausstehen kann, interessiert man sich halt net dafür, ob die Gschrappn gelernt haben, sich wie ein humanoides Lebewesen auf zwei Beinen zu bewegen oder ob sie irgendwelche gurgelnden Laute von sich geben, die von den Eltern als "Worte" bezeichnet werden.
Genauso wenig erzähl' ich Leuten, die mit Fußball nichts anfangen können von meinem letzten Stadionbesuch. Der Unterschied ist halt, dass ich's mir verkneifen kann, während das bei Eltern scheinbar nicht der Fall ist - bei denen muss das zwanghaft sein, über ihren geglückten Reproduktionsversuch zu schwadronieren.
Ansonsten seh' ich das aber nicht so eng. Man trifft sich halt net am spätesten Abend und von mir aus mal zuhause statt irgendwo in der Stadt.
dass die freundinnen, die plötzlich mama sind, keine zeit zum weggehen mehr haben, seh ich noch irgendwie ein. aber dass sie nicht einmal mehr zeit für ein mail haben, halte ich für unglaubwürdig. wenn man sie 1x anschreibt "wie geht's dir?" kommt null reaktion und nach vier monaten "ach, ich hatte soviel mit dem kind zu tun".
für ein mail muss man sich nicht ewig vorher vorbereiten.
... abends ausgehen ist für mich trotz Baby kein Problem (nur mit dem Freund natürlich), insofern hat sich in meinem sozialen Gefüge wenig bis nichts geändert. Aber, was mich manchmal verletzt, ist, dass ich mich so sehr bemühe das "alte" Leben weiterzuleben und von der anderen Seite oft keine Reaktion auf mein "neues" Leben passiert. Ich bin jetzt nun einmal Mutter - und, ja, ich möchte manchmal Seifenoperngeschichten davon erzählen - aber ich verzichte darauf, da man ja immer und überall hört, wie nervig das sei ... und nun bin ich in der Situation, dass ich es manchmal kaum ertrage, wenn nicht nachgefragt wird (- die engsten Freunde natürlich ausgenommen). Sich Agentur-Gejammer anhören ist übrigens auch manchmal nervig ...
ich meinte mit dem 1. zusatz "nur mit dem freund natürlich", dass nur dieses als-pärchen-ausgehen ein problem ist (und nicht, dass ich nur mit dem freund ausgehe ;-P ), aber ohne ihn (weil er babysittet) ist ausgehen für mich trotz baby kein problem ... (klang beim 2. mal lesen grade eben etwas missverständlich - jetzt irgendwie auch, egal...)
Das Zeit- und Gesprächsthemaproblem ist aber für die kinderlosen Freunde schon auch sehr nervig.
Erinnere mich mit Schaudern an die Stapeln von Babyfotos und seifenopenartige Kindergartengeschichten, die ich über mich ergehen lassen musste ...
Aber jetzt, wo die Gschrappen meiner Freunde endlich aus dem Gröbsten raus, oder gar schon ganz aus dem Haus sind, zeigt sich, dass es sich gelohnt hat, so manche Freundschaft trotzdem zu pfegen.
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