Mythos Einkommensschere - ein schlechter Scherz?

Eva Rossmann diskutiert Erstarken eines neuen Sexismus mit Ralf Bönt, Autor "Das entehrte Geschlecht", Profil-Journalist Robert Treichler und Medienaktivistin Ulli Weish

Das Nachrichtenmagazin "profil" schrieb letzte Woche die Einkommensdifferenz klein und löste mit der Story heftige Debatten aus (siehe Kommentare). Auch über den Fortschritt der Emanzipation gehen die Meinungen weit auseinander: Die einen sehen die Männer bereits in einer ähnlichen Opfer-Situation wie einst die Frauen, die anderen befürchten ein Erstarken eines neuen Sexismus.

Fühlen sich Männer durch das neue Selbstbewusstsein der Frauen bedroht? Erleben wir einen Rückschritt bei der Gleichstellung?

Darüber diskutieren am Mittwoch, 11. April um 23.00 Uhr in ORF 2 bei Eva Rossmann im "CLUB 2" u. a.: Ralf Bönt, Autor "Das entehrte Geschlecht",  Entertainer Alexander Goebel, Karina Sarkissova, Solotänzerin an der Wiener Staatsoper, Anna Sporrer vom Verein Frauen-Rechtsschutz, "profil"-Journalist Robert Treichler und Ulli Weish, Medienwissenschafterin und Medienaktivistin.


Sendetermin

Club 2: "Mythos Einkommensschere - ein schlechter Scherz?"
Am Mittwoch, 11. April um 23.00 Uhr in ORF 2

Link

ORF-TVthek - Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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Diese Club 2 Diskussion war leider wirklich ein Armutszeichen für die Frauenwelt. So ein wichtiges Thema, aber die beiden Feministinnen haben nur mit Machismo - Strategien gekontert: Nicht ausreden lassen, ins Wort fallen, entwerten, alles besser wissen, überheblich herablächeln. Und die dritte hat sich leider in der Gardarobe geirrt. Eine, die Weiblichkeit zulassen kann, muss dann ja nicht gleich mit Sex-sells Verführstrategien arbeiten. Dabei fand ich die drei Männer auch nicht so toll, aber verglichen mit den Frauen haben sie absolut top abgeschnitten. Schade.

Und C. Bukowski hatte doch recht!

teil 2...

...noch kommt man auf die wahren ursachen...denn nach diesen absurden zahlen werden massnahmen gesetzt, die aber so nicht ziehen können, da selbes gehalt für selbe arbeit weitetgehend bereis realisiert ist...es ist niemandem geholfen, da ständig mit fantasiezahlen rumzuwerfen

Ich stimme Ihnen zu. Wer - absichtlich -mit falschen Zahlen um sich wirft, nur um mehr polarisieren zu können, der schadet seiner Sache. Das erinnert so an die Märtytrermutter die aus einer Lappalie eine ganze Oper inszeniert. Irgendwann hört keiner mehr recht hin, und auch wenn es dann einer Oper wert wäre, vermutet man lediglich eine Lappalie.

Der PayGap ist ja auch mit 8% schlimm genug.

Zudem fand ich, das war wieder dieses festpicken, zelebrieren und verteidigen der Opferrolle. Nur: Wenn die Frauenrechte immer schlechter werden - dann würde das bedeuten: Schaffts das Frauenministerium ab, dann bleiben wir zumindest am Status Quo.

Man könnte auch Erfolge feiern, als Motivation für die Zukunft...

den physiker hätten...

...sie länger reden lassen sollen, generell hätte die moderatin bei den ständigen aggressiven zwischenrufen von frau weish öfter eingreifen müssen...das war ja unerträglich und hat sämliche diskussion zerstört...über die beiden mit sachlichen argumenten (treichler, bönt) wurde so aufgrund ihrer ruhigen art ständig drübergefahren

ein punkt ist viel zu wenig rausgekommen...niemand zweifelt am paygap, das problem sind die falschen zahlen, mit denen gearbeitet wird...und wie die eine ständig mit der strukturellen benachteiligung gekommen ist, hätt ich gern folgendes reingeschrien: natürlich gibt es die, aber wenn man ständig mit falschen zahlen rumwirft, erhält man weder unterstützung (siehe teil 2)

Frau Weiss eingeladen zu haben war goldeswert! Erstens hatte die Unterhaltungswert und jeder konnte sich ein Bild machen, wenn Feministinnen auf andersgelagerte Meinungen stoßen...

... und diese mit irgendwelchen Statistiken Zahlen, pseudointellektuellen Erkenntnissen niederbügeln.

Trauig war auch Alexander Göbbel, der mit Nichtmeinung und Blubaussagen glänzte...

Ja, fand ich interessant:
Die Frau Feministin kam dauernd mit ganz schrecklichen Einzelschicksalen daher, die das unerträgliche Leid der Frauen darstellen sollten.

Kam aber ein Mann mit einem Beispiel aus seinem Umfeld, wurde das als "Veteranengewäsch" abgetan. Das ist meines erachtens schon regelrecht asozial und hat narzistische Grundzüge: Alles was ich sage, ist total wichtig, und alles was andere sagen, verblichenes Geschwätz. Fakten dienen nur als Hintergrundrauschen, Polarisierende Kampfansagen sind die eigentliche Realität.

Kompetenz im Umgang mit anderen Menschen, mit Diskussionen, im Ausdruck von Fakten und eigener Meinung, bewiesen eher die Männer.

Wie sie die geringere Lebenserwartung vom Tisch gewischt hat war wirklich bemerkenswert. Die http://de.wikipedia.org/wiki/Klosterstudie hat sie so gar nicht gelten lassen wollen.

I AM SORRY, JA

aber diese Studie ist ja ein alter Hut, total langweilig, überhaupt nicht spannend, völlig uninteressant und daneben!

Stimmt. Handelt nur von toten Männern.

Von der Rossmann bin ich positiv überrascht. Neutrale Moderation. Überschattet wird alles von dieser arroganten und aggressiven Diskutantin, die glaubt die Weisheit gepachtet zu haben und bei Allem zu kurz gekommen zu sein scheint.

Hätte sie sich eingemischt, hätte man das Thema auch besprechen müssen. Wer Frau HH in der ZiB2 gesehen hat weiß, dass da Panik herrscht weil der Haupttrumpf um die Frauenstimmen stark schwächelt.

Sie meinten die Dame mit der Brille?

Hat sich ohnehin nur eine über alles aufgeregt, ist allen ins Wort gefallen, hat nur ihre eigenen Beiträge interessant, hingegen alle anderen für "langweilig" und "bereits gestrig" gefunden und am Schluss auch gleich die Moderation übernommen. Ach, und sie ist regelmäßig aggressiv geworden (wie sie selbst auch vorher angekündigt hat), wenn jemand nicht ihrer Meinung war. Am Schluss bleibt die offene Frage: wenn eh jeder weiß, dass der equal pay day eine glatte Lüge ist, weil die Zahlen offensichtlich und zugegebener Maßen falsch sind, warum gibt es ihn dann?

Zuviel Testosteron ist eben Teufelszeug.

Ja, der allgemeine Diskussionsstil ließ die Frauen nicht gut aussteigen. Während die eine alle Meinungen anderer als "Veteranengewäsch" abtat, mimte die andere die leidende Madonna.

Interessanterweise erschien ausgerechnet jene Frau am emanzipiertesten, weil sie ihre Stärke begriff und demonstrierte, jene, die der Feministinnen Ansichten ins Gesicht trat.

Aber darum geht es doch: Emanzipation ist, dass man das eigene Leben frei wählen kann, wie man will. Und auf das was man geschafft hat, kann und soll man stolz sein. Wer sich von Männern dominieren lässt, ist selber schuld. Ich selber weiß, dass das absolut nicht normal und kein muss ist heutzutage. Erlebe aber, dass sich viele Frauen selber unterwerfen.
Man sah, wer glücklich war.

köstlich wie gerade eben Fr. Sarkissova die Feministinnen sprachlos gemacht hat, "will keine Direktorin, die den Mann ein paar Euro zum Einkaufen zusteckt" :-)

Da dachte ich eher, die fallen über sie wie Piranhas her und filetieren sie.

ja, aber es war typisch, links die "Frauen", gezwungen im Leben Frau zu sein, rechts die Frau, die es gerne ist, und es auch geniesst.

hätte gerne gabriele michalitsch bei dieser diskussion dabei gehabt...

nach klum und weichselbraun werdma jetzt die sarkissova nimmer los... kanns scho nimma anschaun *seufz*

so hässlich ist sie aber auch wieder nicht :)

Sie war von den Damen die Entspannteste!

Die Weiss war häßlich durch ihre grauslich aggressive Art.

mist, hätte ichs doch aufnehmen sollen (um die zeit pflege ich schon einen ausgiebigen schönheitsschlaf abzuhalten...). vielleicht wird das wiederholt? schätze nein, wiederholt wird beim orf ja meistens nur die 1000ste ausstrahlung von two and a half men/desperate houswifes/etc. pp.

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