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London/Wien - Die verschiedenen Fortpflanzungsmedizin-Gesetze, die heute in europäischen Ländern gelten, lassen nicht mehr zu, dass ein Mann 600 Kinder zeugt, sagt Georg Freude, Leiter des Kinderwunschzentrums Gynandron in Wien-Meidling und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für In Vitro Fertilisierung und Assistierte Reproduktion (IVF). Die Rechtslage in Österreich sorge aber gleichzeitig für ein anderes Problem: Es mangle "ganz eindeutig" an Samenspenden.
Ein solcher Mangel dürfte dazu geführt haben, dass Bertold Wiesner sich in seiner eigenen Fruchtbarkeitsklinik in London zwischen 1940 und 1960 zum hundertfachen Vater machte. Der Fruchtbarkeitsrekord des 1972 verstorbenen Biologen, der aus Österreich nach England emigriert war, wurde diese Woche bekannt, weil zwei seiner Söhne nach ihrem leiblichen Vater gesucht hatten.
Samen zu spenden war in den 40ern und 50ern ein höchst umstrittener Vorgang und deshalb nicht weit verbreitet. Die heute in Österreich geltende Gesetzeslage - die seit 1992 in Form des Fortpflanzungsmedizingesetzes besteht - halte Männer aber auch davon ab, ihr Sperma Frauen mit Kinderwunsch zur Verfügung zu stellen. "Ich habe immer wieder Anfragen, wie man Samenspender werden kann, aber wenn ich den Männern die Bedingungen erläutere, haben sie meist kein Interesse mehr", sagt Freude. Er meint, vor allem der Umstand, dass es in Österreich - anders als zum Beispiel in Dänemark - nicht möglich ist, anonym Samen zu spenden, verursache dieses Problem.
So erfahren zwar weder die Eltern mit Kinderwunsch etwas über den Samenspender noch der Samenspender etwas darüber, was mit seinem Sperma geschieht, wird aber damit ein Kind gezeugt, hat dieses ab dem Alter von 14 Jahren das Recht, zu erfahren, wer sein leiblicher Vater ist. Jede Klinik muss darüber Aufzeichnungen führen. Ein zentrales Melderegister für Samenspenden gibt es nur insofern, als der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) und dem jeweiligen Landeshauptmann von den Kliniken vorzulegen ist, wie viele Spenden eingegangen sind, wie viele verwendet wurden etc. Der Name des Samenspenders scheint dort aber nicht auf. Dennoch glaubt Freude nicht, dass es Mehrfachspender gibt, da es in Österreich unter der Androhung hoher Strafzahlungen verboten sei, mehr als einmal zu spenden - mit dem Sperma darf dann maximal drei Paaren geholfen werden. Samenspender müssen unter 40 Jahre alt und infektionsfrei sein, sie erhalten eine Aufwandsentschädigung - laut Freude bei etwa 400 Euro, je nach Aufwand.
Soldaten um Samen gebeten
Wegen fehlender Samenspenden hatte 2005 eine oberösterreichische Kinderwunschklinik Soldaten des Bundesheeres dazu aufgerufen, auszuhelfen. Mit 70 Euro sollte den Soldaten der ungewöhnliche Assistenzeinsatz abgegolten werden. Das Angebot sei im Heer weitergeleitet worden, Befehl habe es aber keinen gegeben, berichteten Medien. (Gudrun Springer, DER STANDARD, 12.4.2012)
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männer spenden keinen samen sondern spermien, nichts als spermien! samen sind z.b. früchte, die nur noch genährt werden müssen - der männl. same wäre demnach ein embryo, eine fertige frucht - interessant, daß männer jetzt auch fertige embryo spenden können :( - wenn nicht, wäre der männl. same wie ein `falscher hase`..
Das Problem ist wohl auch, dass überhaupt schwer herauszufinden ist, wo man(n) überhaupt spenden kann.
Ich hab mal vor einem Jahr oder so versucht (im Internet) zu recherchieren und nichts gefunden. Mein Hausarzt konnte es mir auch nichts genaueres sagen.
Dann wurde es mir zu blöd.
Ich lebe in Graz, da sollte es wohl etwas geben.
Also ich wollte das in Deutschland vor Jahren machen.
Aus den genannten Gründen habe ich es aber letztlich nicht getan. Denn ich bin der Meinung, dass für ein Kind der "soziale" Vater wichtig ist und der biologische Vater überhaupt nicht. Wenn eine Mutter beispielsweise in Bezug auf den biologischen Vater dem vermeintlichen Vater und dem Kind nicht die Wahrheit sagt, macht das gar keinen Unterschied!
Ich hatte auch keine Lust darauf, dass vielleicht irgendwann das durch meinen Samen gezeugte Kind vor meiner Tür steht und durch die Entdeckung des Vorgangs traumatisiert wird. Ausserdem könnte es sogar sein, dass der Staat anklopft und Alimente von mir verlangt.
Deshalb keine Samenspende in Ländern mit veralteten Gesetzen.
es ist 1. mal garnicht so einfach überhaupt eine stelle zu finden bei der man samen spenden kann (hab lange dannach suchen müssen in meinem bundesland).
dann gabs einen bericht im radio, daß man feuerwehrmänner um samenspenden gebeten hat und da hab ich dann bei der erwähnten institution auch angerufen .... die haben mir dann mitgeteilt, daß sie genug spender haben und mich nicht brauchen.
also so eng kann dieser "engpass" nicht sein.
Soldat: Orgas will nicht!
Oberst: Orgas muss!
... und zum Abrüsten gab's die Wehrdienstmedaille in Bronze http://www.hab-u-gut.com/Media/Sho... bereit.jpg
mit erweiterter Gedenkprägung
"Steht bereits, stets bereit" SCNR
Für jeden Mann ist es doch eine besondere Ehre, wenn er für eine Gebieterin etwas abgeben kann. Da zählt doch das Geld nicht. ;-)
Aber im Ernst: Ich glaube ja nicht, dass die Samenbanken da so ein grosses Preisgefälle haben. Da könnte auch jeder Soldat, ausserhalb der Kaserne, als Zivilist in die Samenbank gehen und 400 € kassieren, wenn dem so wäre.
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