"Rolle rückwärts - Rolle vorwärts"

13. April 2012, 11:11

Was und wie ist eine Frau? Wer definiert das? - Das neue Heft geht den verschiedenen Rollen von Frauen nach

Was ist eine Frau? Fragte schon Simone de Beauvoir und bezweifelte, dass sie nur über ihre Gebärmutter und ihre Eierstöcke definiert werden soll. "Man kommt nicht als Frau zu Welt, man wird es", lautete ihr berühmter Satz der darauf hinweist, dass es Frauen von Natur aus nicht gibt und Weiblichkeit keine angeborene Qualität darstellt. Und warum definieren sich so viele Frauen über ihre Biologie? Die französische Schriftstellerin behauptet, die Frauen fliehen von der Freiheit zu den Männern, weil sie froh sind, dass sie jemanden haben, der ihnen sagt, was sie tun sollen, weil es sich so leichter, weil ökonomisch abgesichert lebt und weil sie sich so keine Ziele setzen müssen.

Welche Ziele sich Frauen setzen sollen, was sie sind, was sie sein sollen, das wurde ihnen im Laufe der Geschichte immer wieder vorgegeben - von Männern und von Frauen, die diese "Flucht" als das "wahre Weibliche" ansehen, in von Männern gemachten Gesetzen und von Männern gesetzten Normierungen wie zum Beispiel körperliche Schönheitsideale. Die Frauen der AEP-Informationen sind in ihrem neuen Heft einigen dieser Aspekten nachgegangen und meinen: Ganz so einfach ist es heute nicht mehr! Frauen denken über ihre Rollen nach, weigern sich Stereotypen nachzufolgen und stellen die gesamte Einteilung unserer dualistisch geprägten Gesellschaften in männlich/weiblich überhaupt in Frage. 

Im AEP-Informationen finden sich Texte von Martine Chaponnièr, Gabriele Michalitsch, Nicola Nagy, Monika Jarosch, Lisa Gensluckner, Maggie Jansenberger, Susanne Feigl, Nina Markl und Astrid Ebner-Zarl. Das Heft kann über die Homepage des AEP bestellt werden. (red, 13.4.2012)

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