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Graz - Weiter hoch gehen die Wogen um einen südsteirischen Pfarrer und dessen umstrittene Aussagen zur Homosexualität. Am Montag forderte die Arbeitsgemeinschaft "Homosexualität und Glaube" in einem offenen Brief an Diözesanbischof Egon Kapellari die Abberufung des Pfarrers von St. Veit am Vogau. Dieser ist sich indessen keiner Schuld bewusst: "Ich habe niemanden beleidigt oder diskriminiert".
Karl Tropper, mit dem man laut Diözese immer wieder Probleme wegen seiner Ansichten zu Islam und Homosexualität habe, hatte in einer Beilage zum Pfarrblatt unter Berufung auf angebliche wissenschaftliche Erkenntnisse Homosexualität in Bezug zu Krankheit und Unnatürlichkeit gesetzt. Von Triebverirrung und heilbaren Krankheit ist die Rede, Homosexuelle hätten mehr als sechs Millionen Aids-Tote zu verantworten, und der "Alte Bund" schreibe für diese "Verirrung" gar die Todesstrafe vor.
In dem offenen Brief an Kapellari begründet die Arbeitsgemeinschaft "Homosexuelle und Glaube" die Forderung nach Absetzung des Pfarrers mit den wiederholten einschlägigen Äußerungen. "Pfarrer Tropper veröffentlicht seit Jahren immer wieder hetzerische Artikel gegen Schwule und Lesben. Damit stellt er sich, auch nach Meinung des zuständigen Pastoralamtes, gegen die Lehrmeinung der römisch-katholischen Kirche. Wenn die Kirche glaubwürdig sein möchte, sind disziplinäre Maßnahmen gegen diesen Priester daher höchst an der Zeit", so Sprecher Heinz Schubert.
" ... haben ein schlechtes Gewissen"
Die Initiative wies drauf hin, dass Tropper bereits 2005 ein Flugblatt veröffentlicht habe, in dem ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Verwüstung von New Orleans durch den Hurrikan Katrina und dem dortigen Gay-Pride-Festival hergestellt wurde. Im Herbst 2006 habe er eine Artikelserie "Wie aus einer Perversion eine Tugend wurde" publiziert, die "von pseudowissenschaftlichen Un- und Halbwahrheiten über Homosexualität nur so strotzt". U.a. habe das Pastoralamt im Frühjahr 2010 angekündigt, den Priester "an die pastorale Grundausrichtung unserer Diözese erinnern" zu wollen.
Tropper selbst, der keine Interviews geben will, ist sich keiner Verfehlung bewusst. Wie er am Montag sagte, habe er niemanden beleidigt oder diskriminiert. "Die Homosexuellen sind, wenn man etwas, das nicht nach ihrem Sinn ist, sagt, automatisch beleidigt - wie auch die Muslime, etwa wenn man ihnen die Christenverfolgungen vorhält. Sie haben ein schlechtes Gewissen." (APA, 16.4.2012)
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nein, ich bin nicht verwirrt,
nein, ich habe kein schlechtes Gewissen,
ja, ich bin unheilbar glücklich in meiner Gleichgeschlechtlichkeit (blödes Wort, aber mir ist nix besseres eingefallen),
ja, alle menschen, die mir etwas bedeuten, akzeptieren mich, so wie ich bin,
und nein: ich kann (und will) niemanden ummodeln,
und nochmals nein: ich bin auch nicht beleidigt, wenn jemand wie Herr Tropper eine andere, wenn auch medizinisch völlig falsche, Meinung vertritt. Nur soll er uns und die Gesellschaft mit solchen Äußerungen verschonen.
ist er auch noch Ehrenbürger der Marktgemeinde Vogau, dieser miese Hetzer.
http://www.sonntagsblatt.at/kirche-hi... gewuerdigt
Wir haben im Gegensatz zum Panorama einen permanenten Schwerpunkt zu LGBT-Rechten. Das ist der Grund, warum Sie diese Themen auf dieStandard.at lesen können. Übrigens ist es nicht so, dass wir diese Themen ausschließlich machen. LG, die Redaktion
Ich bin gerade schockiert über die Formulierungen, die hier von Mitarbeitern einer Zeitungsredaktion benutzt werden. "Übrigens ist es nicht so, dass wir diese Themen ausschließlich machen." ist erstens nicht eindeutig (heißt es, dass dieStandard nicht ausschließlich über solche Themen berichtet, oder dass nicht ausschließlich dieStandard über solche Themen berichtet?), es ist Unterstufenniveau. Abgesehen davon bin ich mir ziemlich sicher, dass Schwerpunkte "auf" bestimmten Themen liegen, nicht "zu". Leute, ihr schreibt für eine Zeitung! Für Geld! Bitte mehr Mühe geben, danke.
die religösen leute versuchen immer allen weiss zu machen, das gott alles gemacht hat und deshalb wissenschaft eigentlich nicht nötig ist.
Homosexualität ist eine natürliche form von sexualität.( die kirche müsste das wissen)
schön eigentlich zu sehen, wie der kirche das thema sexualität aufgezwungen wird und einen diskurs führen muss. arrr :)
diese kirchen sind schon lange nicht mehr bei den leuten, sonder sie versuchen nur ihre macht und ihr geld zu erhalten.
Gott ist nicht gleich wissenschaft
RAmen
Diese dämliche Unterstellung wird auch durch stete Wiederholung nicht plausibler.
Die RKK bietet das Normenpaket "Keine Promiskuität+keine Kondome" an, ihre Gegner üblicherweise das Normenpaket "Promiskuität ok + Kondome ok".
Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei Befolgung des gegnerischen Paketes zu einer Infektion kommt, ist wesentlich höher als die Wahrscheinlichkeit, dass es bei Befolgung des RKK-Paketes zu einer Infektion kommt.
Somit trägt der typische RKK-Gegner durch die Propagierung "ihres" Normenpaketes (Sie können ja für sich selbst beantworten, ob Sie hinsichtlich des präferierten Normenpaketes dazu zählen) eine wesentlich größere Schuld an der Krankheitsausbreitung als die RKK!
OK. folgender Vergleich:
Ersetzen sie:
Promiskuität --> Autofahren
Kondom --> Sicherheitsgurt
Und nun bietet die RKK das "Normenpaket" 'Kein Autofahren + Kein Sicherheitsgurt" an - Was natürlich bei Befolgung keine Verkehrstote durch Autoverkehr zur Folge hätte.
Da das Anbieten "Kein Autofahren" aber einfach nichts mit der Realität zu tun hat, ist das ganze Normenpaket sinnlos und es bleibt davon schlicht "kein Sicherheitsgurt" übrig!
Die Realität ist, dass es sicher keinen Menschen gäbe, der ein das gravierende Autofahrverbot locker missachten und zugleich das vergleichsweise geringfügige Gurtverbot ängstlich befolgen würde. Folglich würde in der Realität kein (Un-)Fall existieren, der der Kirche angelastet werden könnte.
Hingegen propagiert der typische Kirchengegner ja: "Fahr, solange du den Gurt nimmst". Folglich hat der Kirchengegner die tödlichen Unfälle der angegurteten zu verantworten.
Die Gegner der Kirche haben diesen Slogan "Papst ist schuld an Aids" erfolgreich etabliert. Mit Fakten braucht man da nicht kommen. [Die Vorstellungen von traditionellen Christen, die permanent außerehelichen Geschlechtsverkehr (die eigentlich Sünde) betreiben, aber dann keine Kondome verwenden, weil die Kirche das verbiete, sind natürlich irreal und unsinnig. Es gab da ein paar TV Produktionen, in denen dieses Bild verbreitet wurde.]
Für mich stellt sich aber auch die Frage: "Wie unfähig kann eine Organisation sein, um so viele Jahre nicht auf diese Feindpropaganda zu reagieren?"
[Es geht nicht um Wahrheit, sondern Propaganda. Die Lüge wurde ja auch so lange wiederholt, bis sie die Leute angenommen haben. ]
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