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Die Gewinnerinnen des pro:woman Awards 2012.
Wien - Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde Donnerstagabend der "pro:woman Award 2012" verliehen. Der Preis wurde für wissenschaftliche Arbeiten, welche die Themen Familienplanung, Verhütung, Schwangerschaftsabbruch und sexuelle Rollenbilder erforschen, ausgeschrieben.
Prämiert wurde im Fachbereich Medizin Daniela Dörfler für ihre Arbeit "Anogenitale HPV-Infektion im Kindes- und Jugendalter". Im Bereich Psychologie und Pädagogik wurde Eva Brunner mit der Arbeit "Assessing Conference Impact on the Public" ausgezeichnet. Doris Allhutter erhielt den Preis für "Dispositive digitaler Pornografie. Zur Verflechtung von Ethik, Technologie und EU-Internetpolitik" im Bereich Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Die Preisträgerin im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften ist Christa Putz, die ihre Arbeit "Verordnete Lust. Sexualmedizin, Psychoanalyse und die 'Krise der Ehe', 1870-1930" eingereicht hat. Der Sonderpreis der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung ging an Susanne Schwab, für ihre Arbeit "Ungeplante Schwangerschaften junger Eltern. Sexualität, Familie und Beruf aus geschlechtsspezifischer Betrachtung".
"Im Rahmen unserer mehr als 30-jährigen Tätigkeit sind wir mit den komplexen Bereichen der Familienplanung, der Verhütung, des Schwangerschaftsabbruchs und sexueller Rollenbilder konfrontiert", so Elke Graf, Leiterin des pro:woman Ambulatoriums am Fleischmarkt. "Es ist uns wichtig, unsere langjährige, praktische Erfahrung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verknüpfen und die Ergebnisse in unsere tägliche Praxis einfließen zu lassen. Die Unterstützung durch die Frauenministerin Heinisch-Hosek, die den Ehrenschutz des Awards übernommen hat, sowie die hochkarätige Fachjury, die die eingereichten Arbeiten bewertet hat, gibt dem pro:woman Award einen besonderen Stellenwert in unserer mitunter sehr schwierigen täglichen Arbeit.", so Graf via Aussendung.
"Recht auf Unversehrtheit und Selbstbestimmung"
"Frauen haben ein Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung über ihren Körper, und die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs ist ein Ausdruck davon", so Frauenministerin Heinisch-Hosek. "Natürlich ist ein Schwangerschaftsabbruch kein Ersatz für Verhütung. Beratung, Information und auch ein kostengünstiger, niederschwelliger Zugang zu Verhütungsmitteln sind wichtig, um eine aufgeklärte Entscheidung über den eigenen Körper treffen zu können. Deswegen finde ich das Engagement von Einrichtungen wie pro:woman für Aufklärung und Sexualerziehung so überaus wichtig."
Die Verleihung des Awards in vier Fachbereichen wurde durch die Fachjury, Karin Gutierrez-Lobos, Beate Wimmer-Puchinger, Thomas A. Bauer sowie durch Univ.-Prof. Dr. Franz X. Eder vorgenommen. Unter allen Einreichungen wurde ein Sonderpreis der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF) vergeben. Diesen hat die Präsidentin der ÖGF, Claudia Linemayr-Wagner, überreicht. Den Ehrenschutz des pro:woman Awards trägt die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst, Gabriele Heinisch-Hosek. Der pro:woman Award wurde mit einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro dotiert.
Im Anschluss an die Verleihung wurde der Film "Der lange Arm der Kaiserin", ein Dokumentarfilm von Susanne Riegler, erstmals in Wien gezeigt. Der Film beschäftigt sich mit der Zeit vor der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und zeigt eindrucksvoll Protagonistinnen und Zeitzeuginnen sowie Zitate und Dokumente aus dieser Zeit. Susanne Riegler hat den Film der 2010 verstorbenen ehemaligen Frauenministerin und Vorkämpferin für Frauenrechte in Österreich, Johanna Dohnal gewidmet.
Die Zeit vor der Straffreiheit
Im Anschluss an die Verleihung wurde der Film "Der lange Arm der Kaiserin", ein Dokumentarfilm von Susanne Riegler, erstmals in Wien gezeigt. Der Film beschäftigt sich mit der Zeit vor der Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs und zeigt eindrucksvoll Protagonistinnen und Zeitzeuginnen sowie Zitate und Dokumente aus dieser Zeit. Susanne Riegler hat den Film der 2010 verstorbenen ehemaligen Frauenministerin und Vorkämpferin für Frauenrechte in Österreich, Johanna Dohnal gewidmet. (red, dieStandard.at, 20.4.2012)
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