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Mit Emine und Recep Erdogan sind die Zeiten vorbei, in denen Kopftücher in den staatlichen Einrichtungen der Türkei verboten waren.
Istanbul - Zum ersten Mal seit dem Regierungsantritt der religiös-konservativen AKP in der Türkei vor fast zehn Jahren sind Kopftuch tragende Gattinnen hoher AKP-Vertreter bei einem Parlamentsempfang erschienen. Auch Emine Erdogan, die Gattin von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, war unter den Gästen, wie türkische Zeitungen am Dienstag berichtete. Erdogan kommentierte den symbolischen Einzug des Kopftuchs ins türkische Parlament mit den Worten, die Zeiten hätten sich eben geändert.
Kopftuchträgerinnen bislang außen vor
Säkularistische Kräfte in der Türkei wie die Armee betrachten das Kopftuch als Zeichen des politischen Islam und lehnen deshalb Kopftücher in staatlichen Einrichtungen ab. In den vergangenen Jahren waren Politiker-Gattinnen wie Emine Erdogan dem traditionellen Empfang im Parlament zum 23. April, dem Jahrestag der Eröffnung des ersten post-osmanischen Parlaments 1920, deshalb ferngeblieben.
Kolportierte Fußball-Gespräche
Inzwischen haben sich die Machtverhältnisse in der Türkei aber zugunsten der seit Ende 2002 regierenden AKP gewandelt. Die strikt säkularistische Armee hat einen Großteil ihres politischen Einflusses eingebüßt. An dem Empfang am Montagabend nahmen die Mitglieder des Generalstabes trotz der Anwesenheit der Kopftuch tragenden Politiker-Gattinnen teil. Die Zeitung "Hürriyet" berichtete, Generalstabschef Necdet Özel habe sich angeregt mit der Kopftuch tragenden Frau von Parlamentspräsident Cemil Cicek, Gülten Cicek, über Fußball unterhalten. (APA, 24.4.2012)
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Klar, in der Türkei eindeutig ein politisches Symbol einer klerikal-konservativen-rechtspopulistischen Bewegung!
Wenn sowas auch in Europa gewünscht ist, dann ist das eine Freifahrt zurück ins 19. Jahrhundert!
Kleidervorschriften um die Frau zu verhüllen, wurden im 20. Jahrhundert von Feministinnen bekämpft!
Jetzt soll das wieder Mode werden??
In jeder westlichen Demokratie ist es eine Selbstverständlichkeit, dass bei einem Empfang Frauen auch ein Kopftucht tragen können, wenn sie wollen.
Die Türkei hat sich nur dem europäischen Standard angepasst.
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wenn man nach dem zurückdrängen der religionen aus politik und öffentlichem leben, das neuerliche durchdringen der gesellschaften mit reaktionärer religiosität (nicht nur in der Türkei) als "schritt zur normalisierung" bezeichnen will, soll es wohl so sein ...
Europaweit dürfen Frauen mit Kopftüchern an öffentlichen Ereignissen teilnehmen. Das entspricht europäischen Werten und ist richtig. Es ist auch gut, wenn das in der Türkei möglich ist.
Wenn man die aktuelle Entwicklung in der Türkei kritisiert, dann soll man Beispiele anführen, die tatsächlich eine intolerante und reaktionäre Haltung zeigen. Es ist aber dumm die AKP für etwas zu kritisieren, was kein Unrecht und in Europa üblich ist.
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wer hat die AKP für kritisiert?
ich habe eine feststellung getroffen.
nämlich dass zunehmende religiosität und frömmlertum dem laizismus und dem säkularismus gegenwärtig das wasser abgraben (nicht nur in der Türkei).
wenn für Salzburger und Tiroler schulen und kindergärten ein gesetzlich verordneter kruzifix-zwang herrscht, und über solche absurden vorschriften nicht einmal diskutiert wird, dann entspricht das für mich nicht "europäischen Werten" und ich finde das auch in keiner weise "richtig".
aber bitte ...
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