Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Präsident Mohamed Waheed hat einen Gesetzentwurf ratifiziert, der Opfer häuslicher Gewalt schützt und TäterInnen bestraft. Diese Gesetzgebung - die erstmals in der Geschichte der Malediven Opfer häuslicher Gewalt schützt - erklärt alle Handlungen häuslicher Gewalt zu Straftaten. Opfer häuslicher Gewalt wird Schutz geboten und es werden die notwendigen Schritte unternommen, häuslicher Gewalt mittels Strafverfolgung und Rehabilitierung von Straftätern vorzubeugen.
Waheed hat dafür eine Behörde zum Schutz der Familie eingeführt, um die Rechtsvorschriften umzusetzen, auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam zu machen, den Opfern die Möglichkeit zu bieten, Gewalttaten anzuzeigen und um psychologische Betreuung und Rehabilitierung für Opfer und Täter anzubieten. Zusätzlich sieht der Präsident die Gründung eines Ministeriums für Gleichberechtigung, Kinder und Menschenrechte vor, um die schwächsten Glieder der Gesellschaft auf den Malediven aktiv zu schützen.
Erster Gesetzesentwurf seit Amtsantritt
Es handelt sich um den ersten Gesetzentwurf, den Präsident Waheed seit seinem Amtsantritt am 7. Februar 2012 ratifiziert hat. Danach erklärte er, dass es ein großes Privileg für ihn sei, das Gesetz zur Prävention häuslicher Gewalt zu ratifizieren. "Eine von drei Frauen auf den Malediven war bereits in irgendeiner Form Opfer von Gewalt oder Missbrauch. Diese Gesetzgebung stellt erstmals sicher, dass Opfer häuslicher Gewalt auf den Malediven durch das Gesetz geschützt sind," so Waheed. (red, 26.4.2012)
Horrende Zahlen über weibliche Mordopfer: Dem will die neue Regierung nun Abhilfe schaffen - Frauenrechtlerinnen sprechen von "Massaker"
Gesetzesinitiative zum Gewaltschutz von Frauen von Islamisten vereitelt
Zahl der getöteten und verletzten Mädchen und Frauen stieg 2012 um 20 Prozent
Offenbar erstmals öffentliche Stellungnahme zu dem Fall - In einem Blog bezeichnete sie sich als "Opfer eines Angriffs" vor drei Jahren
Wie in vielen Teilen der Welt wurde auch in Wien unter dem Motto "One Billion Rising" gegen Gewalt getanzt, unter anderem Walzer
Mehrere Menschen wurden unter Verdacht des Menschenhandels festgenommen - Den Schwangeren wurde Geld versprochen
Gewaltbetroffene Frauen müssen ein Mindesteinkommen für ein eigenständiges Niederlassungsrecht nachweisen
Ein Verdächtiger in Bihar festgenommen - Proteste in Neu-Delhi nach weiterer Kindesvergewaltigung
Nach jahrelanger Forderung findet die Eröffnung im Juni statt - Platz für acht junge Frauen - Orient Express übernimmt die Betreuung
Fünf Jahre Haft für Mutter, die sich nach einer vierten Tochter sehnte
Autonome Frauenhäuser und Männerberatung: Opfer können nur geschützt werden, wenn man auch mit Tätern arbeitet - 90 Prozent der Gewalt häuslich
Die Menschenrechtsorganisation will dadurch weit verbreitete, alltägliche sexuelle Übergriffe eindämmen
Seit Sommer 2012 wurden 690 Frauen und 663 Kinder von den Wiener Frauenhäusern betreut - Die Stadt informiert mit Newsletter und Frauentelefon verstärkt in Sachen "Obsorge Neu"
Radikale Islamisten beendeten eine Tanz- und Musik-Show gewaltsam - Säkulare Gesellschaft wiederholt im Visier
20-Jährige wurde mit Benzin übergossen und auf brennende Reifen geworden - In dem Südpazifikstaat werden immer wieder angebliche Hexen getötet
Erneut wurden in dem Pazifikstaat Frauen getötet - UNO will, dass die Regierung einschreitet
Mehr Engagement gefragt - Pro Jahr werden geschätzte drei Millionen Mädchen beschnitten
Jährlich kommt es in Indien zu 100 bis 500 Säureattacken
Die Initiative "stopFGM" ist zehn Jahre alt - Geschätzte 155 Millionen Frauen weltweit betroffen - Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen
Kommende Woche geht ein neues Kinder-Gewaltschutzgesetz in Begutachtung – Es soll noch vor dem Sommer beschlossen werden
Frauen würden verschleppt, vergewaltigt, gefoltert, getötet - Sexuelle Gewalt als Kriegswaffe, die oft nicht geahndet wird
MenschenrechtlerInnen legen Bericht vor: "Viele Opfer sexueller Gewalt melden die Fälle nicht"
Zwölf der 18 Frauenmorde finden innerhalb der Familie statt - Sechs von zehn Frauen erlebt physische oder sexuele Gewalt
Heinisch-Hosek: "Alarmierende Zahlen" - Bewusstsein für Gewalt ist gestiegen: Gewalt gilt nicht mehr als Privatsache
Also dass ein Politiker mit so einem Gesetz in die Medien kommt ist ja die eigentliche Sache. Eigentlich sollte so ein Gesetz Normalität sein und kein Grund zum Feiern... Trotzdem bin ich froh, dass nun auch die Malediven im 21. Jhdt angekommen sind :-)
Dazu muss man jedoch wissen, dass die Malediven des Herrn Waheed ein ziemlicher rechtsfreier Raum sind.
Die Judikative existiert de facto nicht, weil Recht im Presidentoffice exekutiert wird. Kein Wunder, wenn der Präsident selber ein illegitimer Diktator ist.
Die Malediven sind eine üble Diktatur von ganzen 8 Personen/Clans, die sich einen Präsidentdarsteller halten.
Im übrigen ist nach Dhimmis Recherchen auf den Malediven nichts bekannt von diesem Gesetz, nicht einmal in der regierungsnahen Presse (also nirgends) wird es erwähnt.
Lediglich auf der homepage des Präsidenten, aber das heisst noch lange nicht dass es wirklich existiert, bzw. für etwas anderes als blaue Augen im Ausland produziert wurde.
Wenn Sie etwas schreiben, dann ist das Gegenteil wahr.
http://www.haveeru.com.mv/news/41596
Passiert mir normal nicht, aber den 23. hab ich übersehen.
Beim diktaturbedingten rechtsfreien Raum, den die Malediven zur Zeit darstellen und der Erlassung des Gesetzes für die ausländische Galerie (EU und andere drohen im Falle weiterhin verweigerter Wahlen mit Streichung von Geldern) bleib ich aber.
PS:
Hatte in der Tradition häufiger Verweigerung von "die Standard" eigentlich gar nicht mit der Veröffentlichung gerechnet und vielleicht deshalb die letzte Sorgfalt missen lassen. Zweimal falsch gelegen.
Und angefressen bin ich ehrlich gesagt auch: Was der an Gesetzen bereits wieder einkassiert hat, wirft die Malediven glatte 20 Jahre zurück. De facto regiert wieder der gestürzte Ex-Dauer-Diktator Gayyum. Es ist in Wirklichkeit ein Drama.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.