Schnupperwoche und Burschen in Sozialberufe

26. April 2012, 12:53
  • In einer Schnupperwoche sollen Mädchen in männerdominierte Branchen eintauchen, so der Vorschlag der Frauenministerin.
    foto: christian fischer

    In einer Schnupperwoche sollen Mädchen in männerdominierte Branchen eintauchen, so der Vorschlag der Frauenministerin.

Die Frauenministerin schlägt eine Schnupperwoche anstelle eines einzelnen Tages vor - Mädchen sollen in männerdominierte Branchen eindringen und vice versa

Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat sich anlässlich des diesjährigen Girls' Days am Donnerstag für eine "Schnupper-Berufswoche" für SchülerInnen ausgesprochen. Noch immer wählen Mädchen aus nur wenigen Lehrberufen, die noch dazu schlecht bezahlt seien. Am Girls' Day sollen sie deshalb auf alternative Jobangebote aufmerksam gemacht werden.

Ein Schnuppertag alleine sei jedoch vielleicht zu wenig für eine Veränderung, meinte die Ministerin bei ihrem Besuch im Burgtheater vor Journalisten. Heinisch-Hosek stattete den Mädchen im Burgtheater einen Besuch ab. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, wurde gerade fleißig an der Dekoration gearbeitet. Einen Einblick erhielten die jungen Frauen auch etwa in die Multimediaabteilung. Damit die Frauen nicht weiterhin nur in den traditionellen Sparten wie Friseurin, Sekretärin und Verkäuferin landen, sei offenbar noch mehr Information und Praxiserfahrung notwendig: "Sie sollen schauen können, wo die Talente liegen." Derzeit entscheidet sich die Hälfte von rund 40.000 weiblichen Lehrlingen eines Jahrgangs für eine Ausbildung in den drei genannten Berufen.

Beginnen sollte man dabei schon im Kindergarten, wo es darum gehe, Pädagogen bereits in der Ausbildung auf Genderaspekte zu sensibilisieren. Die Ministerin kann sich auch eine stärkere Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen vorstellen und denkt eine "Berufswoche" an: "Es wäre doch schön, wenn Schüler länger schnuppern können." Ziel sollte es sein, mehr Burschen in Sozial- und pädagogische Berufe und Mädchen in Technik-Jobs zu bringen. Bei all der Information räumte Heinisch-Hosek aber ein: "Man kann die Mädchen nicht zwingen." (APA, 26.4.2012)

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Man möchte mehr Männer in Frauenberufen? Die Antwort ist ganz einfach: erhöht das Gehalt. Ein junger Mann wär dumm, wenn er für den Hungerlohn arbeiten geht. Er kann nämlich eher nicht damit rechnen, dass ihm die Freundin finanziell unter die Arme greift.

als ob der Zivildienst nicht reichen würde!

Und der Wehrdienst. Der wird ja auch schnell sozial, falls es mal eng wird und man nach vorne geschickt wird; so ganz ohne Damenbegleitung.

Ziel sollte es sein, mehr Burschen in Sozial- und pädagogische Berufe

Warum ist es ein erstrebenswertes Ziel, junge Männer in schlecht bezahlte Jobs zu bringen? Und glaubt Frau Heinisch-Hosek wirklich, die sind so doof und wollen das? Wie wärs denn damit: Sozial- und pädagogische Berufe endlich leistungsgerecht zu bezahlen?

Es ist ein andere Problematik, dass Sozialberufe schlecht bezahlt sind.

Fakt ist es jedenfalls, dass im Sozialberufen Frauen dominieren. Insofern ist es eine gute Idee, wenn Burschen sich für Sozial- und pädagogische Berufe interessierten! In der Frauen dominierten Welt, wo jedem zweiten Kind der Mann (durch Scheidung) in der Familie fehlt, kann es nur von Nutzen für ein Kind sein, wenn vermehrt Männer in Sozialberufen einsteigen würden.

dazu muss die gesellschaft aber auch bereit sein. ein männlicher kindergartenpädagoge kämpft ja bereits vor berufsantritt mit dem latenten kinderschändervorwurf

meine Kinder

Aufgrund der prekären Einkommenssituation in Sozialberufen (die ich ausdrücklich für nicht richtig erachte!) kann ich als Vater weder meiner Tochter noch meinem Sohn aus wirtschaftlicher Sicht empfehlen, so eine Laufbahn anzustreben.

Wenn die beiden so eine Laufbahn trotzdem einschlagen, bewundere ich dies zwar menschlich, wirtschaftlich gehe ich aber davon aus, dass die beiden mir dann bis zu Sankt Nimmerleinstag auf der Tasche liegen (müssen).

So schlecht sind soziale Berufe auch nicht bezahlt, dass man damit nicht sein Auskommen finden könnte.

was ja ihre eigentlich sorge ist...

Alte Ideen

Alles ein alter Hut und nix Neues.
Da wollte weider mal wer mit alten, nichtsdestotrotz sehr sehr guten, Forderungen in die Medien.
Leider ist die Heinisch-Hosek eine eher schwache Frauenministerin :-(

"Man kann die Mädchen nicht zwingen."

Richtig! Und die Burschen auch nicht.

Mädchen und Burschen, die meinen gezwungen zu werden, würden sowieso den typischen Frauen- oder Männerberuf wählen. Da sie davon ausgehen:
Mechaniker macht männlich
Friseurin ist weiblich

Man sollte allgemein einfach mehr Buben in schlecht bezahlte Berufe zwingen.
Dann hat auch das Geheule von der Lohnschere ein Ende.
Die Frau HH ist einfach zu schlau für diese Welt.

Für die schlecht bezahlten Berufe

fehlt den Burschen die Qualifikation.
Es sind die Mädels die ihren Puppen und ihren (groß)mütterlichen Silberrücken die Haare richten, und es sind auch die Mädels, die im elterlichen Haushalt die Haushaltsdienstleistungen in kniender Position verrichten.
Wofür gibt's für Mädels in deren Kindheit Anerkennung?
Wenn sie die Haare der Omama besonders schön geflochten haben und wenn sie dem Herrscher ein gutes Papperl zubereiten :)
Nona, wird klein Mäd als ausgewachsene Frau in den Beruf streben, wo sie die meiste Anerkennung erhalten hat. Die Spaghetti-Neuronen sind ein Hund :)

(freiwillige) sozialarbeit sollte grundsätzlich gesellschaftlich mehr honoriert werden, einen wichtigeren platz im lebenslauf (CV) bekommen und pensionsrechtlich angerechnet werden. es ist uns allen zu wünschen.

Jeder Beruf basiert auf Freiwilligkeit!

freiwillige arbeit im sozialbereich ist genauso sinnvoll wie freiwillige arbeit als kassier beim billa
oder als angestellte im büro:

jobklau und drückt den lohn.

Hahaha und wer nicht freiwillig Zwangsarbeit verrichtet,

wird freiwillig verpflichtet :)

sinnerfassendes lesen ist wohl nichts für dich?

wie beim herr zb

Warte, das kommt mir bekannt vor...
Ach ja! Wehrpflicht!

Sie meinen, man sollte sich grundsätzlich um das unangenehme Regelwerk des Erwebslebens drücken können aber dafür die gleichen positiven Früchte ernten dürfen?

Sagt man den Burschen auch, dass dort wenig zu verdienen ist?

Wäre doch angemessen, auch diese darüber aufzuklären was passiert, wenn man sich weniger im Erwerb einbringt.

Wenn sich ein Bursch in die soziale Schiene einsteigt, macht er es aus Überzeugung. Dann ist ihm, wie auch den Frauen egal, ob die Tätigkeit nicht so gut honoriert wird.

Als Mechnaniker kann ein Bursch auch nicht große Kohle verdienen, auch wenn er sich schon in seiner Ausbildung als Mechaniker von FS1 sieht, wo er zu 99 % niemals landen wird.

Ziel sollte es sein, mehr Burschen in Sozial- und pädagogische Berufe

ja, dann müsste man da mal etwas tun, aber es passiert genau gar nichts

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