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Vor ein paar Tagen saß ich abends in der Küche und musste mir eingestehen: So wie das Kind derzeit drauf ist, kann es nicht weitergehen. Oder sagen wir besser: wie das Zusammenleben derzeit ist, kann es nicht weitergehen.
Großes Staunen
Es geht um diese fast ununterbrochenen Heul- und Schreianfälle, die das Kind nun schon seit ein paar Wochen an den Tag legt. Wo kein Durchkommen mehr möglich ist. Und auch kein Ablenken. Nur großes Staunen, ob der unbändigen Wut und Kraft dieses kleinen Menschen, seine Wünsche durchzusetzen.
Und es will so viel! Die Klopapierrolle in die Klomuschel werfen, in der Wohnung nur noch mit verschlossener Winterjacke herumlaufen, vor dem Baden nicht in die Wanne hinein, nach dem Baden nur unter Wutgeschrei heraus, keine Windel wechseln, jeden Schritt beim Kochen beobachten, keinen Tropfen Marmelade auf den Händen haben und so weiter und so fort.
Ein einziges Geplärre
Die Nachbarn denken vermutlich, dass unser Kind einfach nur den ganzen Tag durchplärrt. Nur ich weiß, dass es sich immer aufs Neue aufregen muss, zwischendurch auch (kurz) ansprechbar ist, bis die nächste Katastrophe über uns hereinbricht. Das muss auch für sie anstrengend sein.
Was also tun? Mich ins Zimmer einsperren und dem Wutzwerg den Weg freimachen, damit er sein egomanisches Werk vollenden kann? Schließlich, als ich mich schon sehr schlecht fühlte ob meiner Unfähigkeit gegenüber einem nicht mal zweijährigen Kind konstruktiv eingreifen zu können, eröffnete mir der Papa aus selbigen Grund mit belegter Stimme: "Ich hab‘ in letzter Zeit das Gefühl, das Kind entgleitet mir."
Puh, wie schön zu hören, dass es ihm nicht anders geht. Wir saßen also auf dem Sofa und hielten uns in stiller Solidarität die Hände. Mehr brauchte es nicht, um die Wutmaschinerie wieder in Gang zu setzen ... (dieMama, 29.4.2012)
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sie liegt auf der straße oder sonst wo aufm boden und brüllt, gefühlte stunden; wegen nix; ich bleib meistens konsequent. manchmal kann ich nicht mehr und geb nach, manchmal schrei ich auch zurück; beides macht es nicht besser und ich bin nicht stolz darauf, aber ich bin auch nur ein mensch. wenn sie dann fertig ist, und völlig erledigt, kommt sie zum wiedergutseinkuscheln und es passt wieder. ich frag sie dann was los war, manchmal kann sie es benennen und ich versuch zu erklären warum es nicht nach ihrem kopf gegangen ist. es war schon schlimmer, ok, trotzdem könnt es langsam mal vorbei gehen. oder ist sie gar vom charakter her stur und das bleibt jetzt?
Auch kleine Kinder können lernen was sie dürfen und was nicht. Die Aufgabe von Eltern ist es, diese Regeln festzulegen und umzusetzten.
Da Kinder in diesem Alter Argumenten nicht wirklich zugänglich sind, sind Strafen durchaus hilfreich.
Sehr effizient war es meinem Sohn klar zu sagen, was er darf und ihm die Chance zu geben mit dem Gebrüll aufzuhören (ich habe bis drei gezählt und wenn bei drei noch keine Ruhe war, folgte die Strafe). Als Strafe durfte er dann alleine in seinem Zimmer darüber nachdenken und wenn er brav war, durfte er wieder zu mir kommen, Alles war wieder gut und der Vorfall wurde nicht mehr erwähnt.
Also immer mit der Ruhe, mit viel Geduld und Konsequenz!
sind im allgemeinen argumenten sehr gut zugänglich! wenn ich mir zeit nehmen kann und in der lage bin ruhig zu erklären, was los ist, zur not auch zweimal, dann haut das meistens ohne geschrei hin. aber wehe, ich bin in eile oder ungeduldig. die ständige straferei würde mich deprimieren!
das ist die trotzphase. entweder es gibt sie im leben eines kindes oder eben nicht. und sie geht vorbei. dauert aber sicher ein bis zwei jahre. sprachentwicklung hilft - eingeschränkt. für das nervenkostüm der eltern hilft nur: geduld. zen. lächeln. das wissen, dass der tag zu ende geht, das kind auch heute abend schlafen wird. ruhe. und nochmal. geduld.
Was gibt es denn schöneres? Topf raus, Löffel, Nüsse/Rosinen rein und erklären, dass er bitte umrühren soll, damit das essen gut wird. Eventuell noch auf der selben Höhe wie die Küchenplatte (kleine 2-Stufen-Leitern, Kisten etc).
Und bitte keine "Ratgeber" Bücher a la "ignorieren". Er will nur kommunizieren.
Der oder die Kleine will einfach wissen, was alles erlaubt ist und wo die Grenzen der Eltern liegen. Und das wird Tag für Tag aufs neue erprobt. Sind die Regeln heute auch noch immer gültig?
Kinder haben von Anfang einen eigene Charakter. Damit sind sie menschlich und sozial kompetente Partner ihrer Eltern. Gleichwertig behandeln! Wir Eltern müssen nur lernen Botschaften richtig zu "übersetzen".
Die Wut der Kleinkinder ist ganz normal. Kinder müssen ihren Willen formen und austesten, wie weit sie gehen können. Manchmal machen sie das sehr vehement. Das führt dann aber dazu, dass die Wut auch die Eltern überkommt. Diese Wut ist hässlich und war für mich der schlimmste Aspekt der Kindererziehung ( http://karinkoller.wordpress.com/2011/10/11/wut/ ). Sie zu kontrollieren ist schwierig, man muss es aber schaffen, wenn man sich selbst und seinem Kind möglichst wenig Stress bereiten will.
bin sehr froh, dass ich mit meinem 5jährigen keine derartigen erfahrungen machen musste. und mit der kleinen (1 jahr alt) rechne ich eigentlich auch nicht damit. sich einzureden, das wäre das völlig normale verhalten von kindern in diesem alter hilft nicht wirklich weiter.
wer sich so einen schreihals antut und meint, daß das die erfüllung seines lebens ist, mit dem hab ich null mitleid.
manche kinder sind vielleicht schlimmer auszuhalten als andere - aber im grunde gibts eh für jedes kind nur 3 stadien:
- schreit und ist bockig und scheisst noch in die windeln (kleinkind)
- schreit, ist bockig und schreit noch mehr (volkschulkind)
- schreit, ist bockig und will alles haben was es möchte und beschimpft die eltern noch (teenageralter).
20 jahre mind. dieselbe scheisse....
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