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Wien - 50 Prozent der ÖsterreicherInnen kommen mit ihrem Einkommen gerade noch aus, elf Prozent gar nicht - das geht aus dem Arbeitsklima-Index vom Frühjahr 2012 hervor. In bisherigen Erhebungen war immer die Hälfte der ÖsterreicherInnen mit ihrem Einkommen nicht oder nur knapp ausgekommen, für die andere Hälfte reichte es "vollkommen" oder "sehr gut".
Erstmals überhaupt sagten mehr als zehn Prozent, dass sie mit dem Geld nicht auskommen, sagte Christoph Hofinger vom Sora-Institut. Die Verschlechterung ziehe sich zwar allgemein durch alle Gruppen der Beschäftigten, überdurchschnittlich stark betroffen seien aber teilzeitbeschäftigte Frauen.
"Weit in den Mittelstand hinein"
Die Gruppe jener, die mit ihrem Einkommen kaum oder überhaupt nicht mehr auskommen, reiche nun "weit in den Mittelstand hinein", das sei eine "erschreckende Entwicklung", warnte Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich. Ursache sei das "Auseinanderdriften" von Reallöhnen und Preisen.
Menschen mit Migrationshintergrund kämpfen nicht nur mit geringerer Qualifikation, sondern auch mit schlechterer Bezahlung, wenn sie einen Job gefunden haben. ArbeiterInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien verdienen für den gleichen Job rund zehn Prozent weniger als gebürtige ÖsterreicherInnen, ArbeiterInnen aus der Türkei sogar rund 20 Prozent, sagt Reinhard Raml vom IFES-Institut.
68 Prozent der MigrantInnen (selber oder Eltern im Ausland geboren) aus der Türkei sind ArbeiterInnen. Bei Menschen aus Ex-Jugoslawien sind es 51 Prozent, bei gebürtigen Österreichern hingegen nur 26 Prozent.
Außenseiter
Der gesamte Arbeitsklima-Index liegt derzeit bei 107 Punkten. Der Trend gehe nach unten, auch wenn der aktuelle Wert im Vergleich der 15 Jahre, die es den Index gibt, im Mittelfeld liege. "Dramatisch" sei aber ein Einbruch beim Arbeitsklima-Index für PflichtschulabsolventInnen. Deren Wert liegt nur mehr bei 96, elf Punkte unter dem Schnitt.
Zugleich nimmt die Gruppe der PflichtschulabgängerInnen deutlich ab: Vor 30 Jahren hatten noch 46 Prozent der ÖsterreicherInnen keine Qualifikation, jetzt sind es weniger als 20 Prozent, und von den neu auf den Arbeitsmarkt eintretenden sind es überhaupt nur mehr zehn Prozent. Diese fühlen sich allerdings ökonomisch und psychologisch als Außenseiter. (APA, 27.4.2012)
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Wenn Einzelpersonen (egal welchen Geschlechts) von einem "halben Einkommen" nicht leben können kann ich daran nichts schlimmes finden.
Teilzeit dient nicht dem persönlichen Luxus eines Singles, sondern ist eine Form der Anstellung die besonders in Hinsicht auf eine Paarbeziehung (EP, Ehe, Lebensgemeinschaft) dazu dient Eltern Zeit für ihre Kinder zu geben.
Ein "Recht auf Teilzeit" ist somit mMn mit einer Erziehungstätigkeit zweier Elternteile verbunden, aber KEIN probates Mittel um mit minimaler Eigenleistung einen Alimentationsanspruch für Faulheit gegenüber der Mehrheitsgesellschaft zu rechtfertigen.
Wer nicht voll arbeiten will hat sich das selbst eingebrockt und keinen Grund sich über geringen Lohn zu beschweren. Weder Mann noch Frau
hoffentlich müssen sie nie kinder und/oder kranke verwandte pflegen/betreuen.
auf dieser erde gibt es mehr möglichkeiten 'nur teilzeit' arbeiten zu können als sie zwischen kopf und dem brett davor sehen können.
stellen sie sich mal vor: es geht nicht allen so gut wie ihnen.
ja, ok, ihnen ist das wurscht - aber es gibt sie!
da sie ein Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes haben ist es eine Frage der subjektiven Entscheidung.
Sich auf das Angebot auszureden ist bei 2,5 Millionen Vollzeitjobs und einer Arbeitslosenquote von 4,2% ein Witz!
Teilzeit wird meist gewählt weil sie es KANN, aber nicht weil sie es sich LEISTEN KANN.
Fürs LEISTEN KÖNNEN ist aber nicht "die Allgemeinheit" zuständig, sondern das Individuum.
Vorschlag: Priorität für AlleinerzieherInnen bei der Betreuungsplatzvergabe wenn diese die Betreuung für einen Vollzeitjob brauchen.
Wer Teilzeit und schwarz arbeitet weil er/sie es "sich leisten" kann braucht offensichtlich keine Unterstützung.
Wer sichs net leisten kann braucht auch keine Kinder zu bekommen. Wir sterben nicht aus.
dann erklärens mir das, damit ich auch mitlachen kann
wenn meine freundin (aktuelles reales beispiel) eine unbefristete vollzeitstelle in ihrem beruf sucht und nur befristete teilzeitstellen angebten werden, kann sie ncoh so oft "angebot und nachfrage!" schreien - es wird ihr nichts bringen
daß es natürlich auch menschen gibt, die teilzeit arbeiten wollen, steht auf einem anderen blatt und hat damit nichts zu tun
wenn 101% des einkommens für miete, energie und lebensmittel draufgehen hat man andere probleme als neue schuhe.
nicht jederist in der lage wie sie das eine oder andere paar schuhe zu kaufen - viele raufen mit den dingen des täglichen lebens.
ob sie's glauben oder nicht: es gibt viele die mit weniger als ihnen zur verfügung steht auskommen müssen.
zb die witwe deren mann bei einem unverschuldeten unfall ums leben kam; die alleinerziehende mutter zweier kinder deren mann sich weigert unterhalt zu zahlen; die allenstehende 50jährige deren job als lagerarbeiterin aus wirtschaftlichen gründen 'eingespart' wurde ....
wer über den tellerrand denken kann, der findet sicher noch zig beispiele dafür wie schlecht es menschen ...
Wenn er sich WEIGERT wird ein Vorschuss durch den Staat Österreich ausbezahlt, und vom Schuldner später eingehoben.
Die "Alleinerzieherin" der "Ex-Mann sich weigert Alimente zu zahlen" hat vermutlich mit jemand ohne Arbeitsgenehmigung oder Arbeitswillen ein Kind bekommen, und sich damit selbst ausgesucht dass sie niemals von ihrem Partner alimentiert werden wird.
beschweren sollte sich da wirklich nur jener Teil an Frauen der keine VOLLZEITARBEIT bekommt (warum auch immer), alle die FREIWILLIG TEILZEIT machen haben sich VORSÄTZLICH so entschieden.
Wer sich bewusst gegen einen Vollzeitjob entscheidet hat selbst schuld wenn er/sie mit einem Teilzeiteinkommen nicht auskommt.
tja, bloß, daß man bei wohnen (teurer geworden), energie (viel teurer geworden) und lebensmitteln (grundnahrungsmittel massiv teurer geworden) genau keinen einfluss auf 'billiger' hat.
und für einen teil unserer mitmenschen geht die ganze kohle für eben diese drei posten drauf.
die haben gar keine möglichkeit ein überteuertes auto, einen überteuerten urlaub oder einen überteuerten handyvertrag zu kaufen.
nein, braucht man absolut nicht.
ich ebensowenig wie sie.
es ging aber darum, daß ein gewisser (mittlerweile großer) anteil unserer mitmenschen in die schuldenfalle geraten OHNE luxusgüter anzuschaffen.
die sind in der schuldenkrise obwohl sie nur die dinge des täglichen lebens bezahlen müssen.
drücke ich mich so missverständlich aus, bzw. war das so schwer zu verstehen?
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