Die "Vogue" will auf "Mager-Models" verzichten

3. Mai 2012, 15:32
  • "Voque" ohne "Mager-Models":  Die Initiative startet weltweit mit den Juni-Ausgaben, die japanische "Vogue" steigt erst einen Monat später ein.
    foto: vogue/ap/dapd

    "Voque" ohne "Mager-Models": Die Initiative startet weltweit mit den Juni-Ausgaben, die japanische "Vogue" steigt erst einen Monat später ein.

Magazin habe Verantwortung, "ihr Gewicht in die relevanten Themen und Diskussionen der Branche einzubringen"

München - Die "Vogue" will künftig auf "Mager-Models" verzichten. Alle internationalen Ausgaben der Modezeitschrift haben sich mit einer "Gesundheitsinitiative" einen Sechs-Punkte-Kodex verordnet, demzufolge sie nicht mit essgestörten Models und Mädchen unter 16 Jahren zusammenarbeiten wollen - zumindest "nicht wissentlich". "Als eine der einflussreichsten Stimmen der Modewelt sieht sich 'Vogue' in der Verantwortung, ihr Gewicht in die relevanten Themen und Diskussionen der Branche einzubringen", teilte der Conde Nast Verlag am Donnerstag in München mit.

"'Vogue' ist davon überzeugt, dass Schönheit und Gesundheit zusammengehören", erklärte der Vorsitzende von Conde Nast International, Jonathan Newhouse. Die Initiative startet weltweit mit den Juni-Ausgaben, nur die japanische "Vogue" steigt erst einen Monat später ein.

"Objektiv betrachtet, gesund"

Laut Sechs-Punkte-Plan will die "Vogue" sich für gesundheitsbewusste Arbeitsbedingungen einsetzen und ausschließlich mit Models zusammenarbeiten, "die, objektiv betrachtet, gesund sind und dazu beitragen, ein gesundes Körperbild zu fördern". Außerdem will man sich bei Castings, Modenschauen und Kampagnen die Ausweise der Models zeigen lassen, um sicherzustellen, dass keine Unter-16-Jährigen beschäftigt werden.

Zudem soll es ein Mentorenprogramm geben, bei dem erfahrene Models ihren jüngeren Kolleginnen zur Seite stehen. Die Modezeitschrift werde außerdem an Designer appellieren, "die Folgen unrealistisch kleiner Mustergrößen ihrer Kleidung zu bedenken".

Mit einer solchen Idee ist die Modebibel "Vogue" nicht die erste. Die deutsche Frauenzeitschrift "Brigitte" hatte bereits 2009 dürren Models mit Kleidergröße "Null" eine Absage erteilt. (APA, 3.5.2012)

zumindest "nicht wissentlich"

Es wird doch zu entscheiden sein, ob ein Model magersüchtig oder gesund entwickelt!

dass die vogue vor wenigen monaten noch asma al-assad einen auftritt verschafft hat, der die familie als allerweltsmenschen beschreibt, darüber hat niemand sich aufgehalten. was war das nicht für eine ästhetisierung während in syrien schon menschen leiden mussten?

und jetzt, wo es um die messbaren kilos von frauen geht, da ist man groß da. eine waage hat halt bald jemand.
vielleicht wird man jetzt endlich frau ludmilla putinova zu einem glamourösen profil einladen. wär' doch was. sie ist, nehme ich an, nicht so dünn wie frau assad.

Man will sich den Ausweis zeigen lassen?

Wie war das denn bisher? Ist man einfach zum Casting gegangen, hat einen Job bekommen, und hinterher gabs ein Kuvert mit Geld? Cool, mein Arbeitgeber wollte sogar ein Leumundszeugnis und ich glaube auch meinen Meldezettel sehen, aber offenbar gibt es Branchen, in denen man nicht mal seinen richtigen Namen angeben muss :-)

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