Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Washington - US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals offen dafür ausgesprochen, dass Schwule und Lesben heiraten dürfen: "Für mich persönlich ist es wichtig, voranzugehen und zu betonen, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten können sollten", sagte Obama am Mittwoch in einem Interview im Fernsehsender ABC. Sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl bezog Obama damit zu einem gesellschaftlich hochumstrittenen Thema Stellung. Vor vier Jahren hatte er noch gegen die Eheschließung zwischen Homosexuellen Position bezogen.
Zuletzt hatte das Weiße Haus stets erklärt, dass sich die Haltung des Präsidenten in dieser Frage "noch entwickelt". In den vergangenen Tagen war der Druck auf Obama allerdings deutlich gewachsen, endlich Farbe zu bekennen. Sein Vizepräsident Joe Biden hatte am Wochenende in einem Fernsehinterview gesagt, er fühle sich "absolut wohl" mit einer Anerkennung der Ehe zwischen Homosexuellen. Obama sagte nun, in den Freundeskreisen seiner Töchter gebe es Kinder mit gleichgeschlechtlichen Elternteilen, die seine Meinung mit geprägt hätten.
Im Bundesrecht der USA ist die Ehe als "legaler Bund zwischen Mann und Frau" festgeschrieben, allerdings können die Einzelstaaten in dieser Frage eigene Wege gehen. In sechs Bundesstaaten sowie der Hauptstadt Washington ist eine Ehe zwischen Homosexuellen erlaubt. Außerdem haben die Parlamente der Bundesstaaten Washington und Maryland grünes Licht für die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften und Ehen zwischen Mann und Frau gegeben. Allerdings stehen hier noch Volksabstimmungen an, in denen die Gesetze wieder gekippt werden könnten.
Verbot in North Carolina
Erst am Dienstag hatten die Wähler in North Carolina der staatlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften einen Riegel vorgeschoben. In einem Referendum stimmten sie mit 61 Prozent für eine Verfassungsänderung, die eine Eheschließung zwischen Homosexuellen sowie die Legalisierung anderer Formen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften verbietet. Ähnliche Verbote gelten bereits in 29 anderen Bundesstaaten.
Während viele von Obamas Demokraten aktiv für die Rechte von Schwulen und Lesben eintreten, lehnen vor allem Republikaner die Ehe zwischen Homosexuellen ab. Die öffentliche Meinung in der USA zu diesem Thema hat sich in den vergangenen Jahren jedoch deutlich gewandelt. Eine Erhebung des Instituts Pew Research Center im April zeigte, dass landesweit mittlerweile 47 Prozent der US-BürgerInnen die Einführung der Ehe zwischen Homosexuellen unterstützen, während 43 Prozent dies ablehnen. Im Jahr 2001 hatten sich noch 60 Prozent gegen gleichgeschlechtliche Ehen ausgesprochen. (APA, 9.5.2012)
Bürgerinitiative will Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau in der Verfassung verankern lassen
Die Rechtsverschärfung wurde ohne Gegenstimme beschlossen - Präsident Putin hat angekündigt, das Gesetz zu unterzeichnen
Am Freitag beginnt in Dublin die schwul-lesbische Fußball-EM - 32 Mannschaften mit rund 400 TeilnehmerInnen treten an
Scheidender Soziallandesrat gab Weisung aus - Bisher war dies nur in Wien, Tirol, Oberösterreich und der Steiermark möglich
Außerdem bis zu drei Jahre für "Gotteslästerer" - KritikerInnen sprechen von "Schritt zurück ins Mittelalter"
Kabinett vertagte Diskussion über gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften
In Steuerfragen müssen eingetragenen Lebenspartnerschaften künftig mit Ehen gleichgestellt werden
Gesetzestexte sollen "nicht nur Moden und Ideen des Augenblicks" widerspiegeln
Gesetzesänderung nach EGMR-Urteil tritt bereits am 1. Juli in Kraft
Betrifft rund 34.000 lesbische und schwule Lebenspartnerschaften
Rechtskomitee Lambda legt Beschwerde beim Menschenrechtsgerichtshof ein, nachdem VGH das Gesetz für rechtens erklärte
Marco Schreuder und Lisa Rücker zu BundessprecherInnen der lesbisch-schwulen Teilorganisation gewählt - Schreuder: Eingetragene Partnerschaft reicht nicht aus
Unter starkem Polizeischutz auf geheimer Alternativroute - Verbot von "Homosexuellen-Propaganda" geplant
18. Ausgabe der Parade am 15. Juni - Nach mehreren Jahren Pause wird der Umzug wieder "andersrum", also gegen die Fahrtrichtung, unterwegs sein
Die Parade war für Samstag geplant - Kommissionssprecher mahnt Grundrechte wie Versammlungsfreiheit ein
Aktivist wirft Behörden "homophobe Rhetorik" vor
Le Pen würdigt den Selbstmord als "zutiefst politische Geste" - Unterdessen feierten Tausende die Unterzeichnung bei einem Gratiskonzert
Eheschließungen und Zeigen von Zuneigung sollen verboten werden
Queere Szene fürchtet angesichts des Hassverbrechens in Greenwich Village einen Anstieg von homophober Gewalt
Empfehlung des NGO-Komitees an den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen wurde am Dienstag ausgesprochen
Lesben- und Schwulen-VertreterInnen zeigen massiven Anstieg an Gewalttaten auf - Konservative Kräfte radikalisieren sich
Innenminister macht Rechtsextreme für Gewalt verantwortlich - Mehr als 290 Menschen wurden festgenommen
Gleichstellung und Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule können nicht über die weiter massiven Vorurteile gegen Homosexuelle hinwegtäuschen
Ein Fünftel der Lesben und Schwulen wird im Job diskriminiert - Abhilfe schaffen könnten mehr Vorbilder, sagt Markus Knopp von Austrian Gay Professionals
Das Gesetz kann nun endgültig in Kraft treten - GegnerInnen sprechen von Provokation und wollen Proteste fortsetzen
Well done... Der Religiösen Rechten muß man frontal die Stirn bieten. Das entlarvt diese Irren viel besser als Herumdruckserei und Konfliktscheu.
Trotzdem traurig, daß man im 21ten Jahrhundert über solche Selbstverständlichkeiten überhaupt diskutieren muß.
erfreulich, daß die zahl der unterstützerInnen inzwischen zunimmt. dies kann mit ein schritt sein gegen lesbophobie und homophobie. liebe ist keine krankheit, auch nicht zwischen menschen gleichen geschlechts ..
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.