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Es ist der achte Frauenbericht, den die Frauensprecherin der Grünen Judith Schwentner am Donnerstagvormittag präsentiert hat. Dieses Jahr mit dem Fokus auf Frauen und Arbeitswelt. Bei der im April von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) entfachten Diskussion über die steigende Zahl unrechtmäßiger Kündigungen von Schwangeren (dieStandard.at berichtete) hatte laut Schwentner die nähere Beschäftigung mit den Ursachen gefehlt.
Für sie liefert die Verschärfung der Zugangskriterien zum vorzeitigen Mutterschutz eine Erklärung: Seit 2011 werden nur mehr 18 Diagnosen für einen früheren Mutterschutz akzeptiert. Eine mögliche Gefährdung, die durch einen verlängerten Mutterschutz über die gesetzlich festgelegten acht Wochen hinaus verhindert werden soll, muss durch ein amtsärztliches oder arbeitsinspektoratsärztliches Freistellungszeugnis bestätigt werden. "Vor 2011 war dies relativ liberal geregelt", so Schwentner, die kritisiert, dass schwangerschaftsbedingte Beschwerden wie ständiges Erbrechen oder niedriger Blutdruck mit Kollapsneigung nun keine Freistellungsgründe mehr darstellen.
Die Zahlen einer Anfragebeantwortung durch den zuständigen Sozialminister Rudolf Hundstorfer zeigen: 2010 wurden 5.766 Freistellungszeugnisse ausgegeben, in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 waren es nur mehr 721.
Mobbing und Diskriminierungen
Durch die stark reduzierten Bewilligungen von vorzeitigem Mutterschutz kämen sowohl Arbeitnehmerinnen wie auch ArbeitgeberInnen enorm unter Druck: Erstere durch eine ungeklärte Situation am Arbeitsplatz. Eine Frau mit schwangerschaftsbedingten Beschwerden muss immer wieder in den Krankenstand gehen, andere KollegInnen müssen ihre Arbeit kurzfristig übernehmen. In der alten Regelung seien solche Fälle seltener gewesen, da die betreffenden Frauen vorzeitig in Mutterschutz gingen. Durch die neue Regelung "geraten Frauen innerhalb ihres Teams oft sehr unter Druck", so Schwentner auf Nachfrage von dieStandard.at. ArbeitgeberInnen müssten sich während diesen Ausfällen um Ersatz bemühen, diese Situation begünstige Mobbing und Diskriminierung, kritisiert Schwentner.
Sie fordert daher eine Betriebshilfe für Unternehmen mit schwangeren Mitarbeiterinnen im Beschäftigungsverbot. Die Kosten dafür, die Schwentner auf zehn bis 20 Millionen jährlich schätzt, soll im Ausmaß von 50 bis 100 Prozent die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) tragen, die diese Kosten aus Rücklagen finanzieren könnte, "das sind keine Unsummen".
Betriebshilfe und Evaluierung
Neben der Betriebshilfe fordert Schwentner eine Evaluierung der neuen Regelung für den vorzeitigen Mutterschutz und mehr Kontrollen des Arbeitsinspektorates, wodurch gesundheitliche Schäden bei Mutter und Kind verhindert werden sollen.
Weitere Themen im diesjährigen Frauenbericht sind Gewalt gegen Frauen, "Geld und Macht" sowie Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Den Fokus der Frauenministerin auf Teilzeitarbeit als zentralem frauenpolitischem Problem teilt Schwentner nur eingeschränkt: Es sei richtig, dass Teilzeit armutsgefährdend sei, doch Heinisch-Hoseks Diagnose lasse zu sehr die Männer außen vor. Es sei nachvollziehbar, dass Frauen - wie auch Männer - eine Zeit lang mehr Zeit bei ihren Kindern verbringen wollen: "Es gibt Phasen, da ist Teilzeit durchaus wünschenswert." (red, dieStandard.at, 10.5.2012)
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also nochmal: kennt frau schwentner das mutterschutzgesetz?
mir scheint nicht - weil da nämlich explizite pflichten desr arbeitgebers drinstehen, seine arbeitsplätze auf eignung für schwangere zu überprüfen und dies zu dokumentieren, ferner gibt es einschränkungen für die zulässige beschäftigung von schwangeren und das gebot, schwangere ohne einkommenseinbußen auf geeignete arbeitsplätz zu versetzen.
die lösung wäre, arbeitgeber dazu anzuhalten, diese pflichten ernst zu nehmen.
und nicht, schwangere in die von der allgemeinheit finanzierte vorzeitige freistellung zu verräumen.
Ich kann ihnen aus meiner letzten schwangerschaft berichten: ich hätte ohne probleme einen arbeitsplatz im büro bekommen und bräuchte nicht mehr ins lab. Das zum mutterschutzgesetz - gesetzlich hat der arbeitgeber alles getan.
Mir war aber am anfang den ganzen tag speiübel und mein kreislauf war am sand, und das die ganze schwnagerschaft. Ich bräuchte mind. 3* am tag ein bis zwei stunden zusätzlichen schlaf - ich bekam eine freistellung und das thema war erledigt. Konnte mich hinlegen wann ich wollte, brauchte keine Sorgen haben ob ich in die firma komm oder vorher am weg dorthin umkipp. DAS ginge jetzt nimmer. Es geht nicht immer nur um den arbeitsschutz, der manchmal auch im argen liegt, keine frage.
es ist ein gewisser konstruktionsfehler des MSchG, dass die oft mit problemen verbundene umstellung in den ersten drei bis vier sw-monaten nicht ausreichend berücksichtigt wird. es gibt allerdings krankenstände, und auch befristete freistellungen.
Wenns nur die ersten 3 monate gewesen wär, wärs super. Kreislaufprobleme, extreme müdigkeit und co. waren bis zum schluß meine täglichen begleiter. Kannte ich von meinen ersten beiden schwangerschaften nicht.
Ich kenn einige frauen denen es genauso ging. Auch wenns theoretisch möglich sein muss dass sich schwangere I.d. Arbeit hinlegen können - machens das mal täglich weils nimmer können.......
dass nunmehr die gründe klar und relativ eng umgrenzt sind, ist schon richtig so.
dass mit dem druck und den teams stimmt schon, gilt aber genauso in jeder grippewelle, frau schwenter - auch hustende und schnupfende koleginnen geraten unter druck, wenn sie zu hause bleiben und das team ihre arbeit übernehmen muss.
probleme bereitet viel eher die restriktive textierung des einkommensabhängigen kinderbetreuungsgeldes: wenn nämlich frauen vor der regulären schutzfrist zuviel krankenstände haben, verlieren sie den anspruch darauf.
hier sollten sie mal ansetzen, frau schwentner, das wäre wirklich eine aktion für die frauen.
statt über ein nicht-thema zu jammern
Weil der vorzeitige Mutterschutz exzessiv genehmigt wurde. Bis heute soll es Ärzte geben, die nicht Deutsch sprechenden Patientinnen auf Verlangen die passende Diagnose stellen, auch wenn sie keine Anzeichen finden konnten, damit sie bei einer Fehlgeburt nicht zur Zielscheibe werden.
Natürlich - wer schreibt sonst auch solche proforma Freistellungen von Frauen wo es nicht mal nötig wäre, sondern die es sich darauf anlegen die Schwangerschaft finanzieren zu lassen. Habe das einmal in e. Kleinbetrieb erlebt - incl. der blöden Meldungen der KollegInnen gegenüber die das "fressen" mussten. Seither sehe ich das Thema ein bissl anders. Und vor allem die schädigen jene, die wirklich Probleme haben und wo es nötig ist.
also in erster linie sind hier nicht die ärzte schuld sondern sehrwohl jene, in diesem fall, damen die das system ausnutzen! man kann lang genug diverse, nicht objektiv, verifizierbare beschwerden vortäuschen. aber eh klar, schuldige sind schnell gefunden.
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