Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Berlin - Seit Jahren tobt in den USA ein erbitterter politischer Streit um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben vor dem Standesamt. Konservative Gruppen und fundamentalistische Kirchen laufen Sturm dagegen. Auf der liberalen Gegenseite stehen Hollywoodstars wie Brad Pitt, George Clooney, Martin Sheen, Kevin Bacon und Steven Spielberg.
Die Homosexuellen und ihre UnterstützerInnen warteten unter Präsident Barack Obama vergeblich darauf, dass der Kongress ein Gesetz aufhebt, das die Ehe als ausschließliche Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Obama war bisher kein Befürworter gleichgeschlechtlicher Ehen, forderte aber zur Akzeptanz eingetragener Lebenspartnerschaften auf. Die Entscheidung über Ehen für Homosexuelle wollte der Präsident den einzelnen Bundesstaaten überlassen.
Besonders umkämpft war die Eheschließung für Homosexuelle in Kalifornien, wo mehr als 100.000 "Same Sex"-Paare leben. Bereits 2004 gab der Bürgermeister von San Francisco Schwulen und Lesben grünes Licht. Mehr als 4.000 Paare gaben sich das Ja-Wort, bevor ein Richter wenig später einen sofortigen Stopp verhängte. Im Mai 2008 stimmten die obersten Richter der Ehe für Lesben und Schwule zu, Kalifornien war damals der zweite US-Staat nach Massachusetts.
Referendum "Proposition 8"
Bis November 2008 wurden rund 18.000 Ehen geschlossen, dann sprachen die kalifornischen WählerInnen ein Machtwort. 52 Prozent sprachen sich für das Referendum "Proposition 8" aus, das nur die Ehe zwischen Mann und Frau zulässt. Das damit verbundene staatliche Verbot wurde später von einem Richter für verfassungswidrig erklärt, da es die Rechte von Schwulen und Lesben einschränke. Im Februar 2012 erklärte schließlich ein Berufungsgericht in San Francisco das bestehende Verbot der Ehe für Homosexuelle in dem Westküstenstaat für verfassungswidrig.
Im Juni 2011 beschloss auch der von den Republikanern dominierte Senat des Bundesstaates New York mit knapper Mehrheit die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen. BefürworterInnen gab es vor allem unter den Demokraten. Bisher sind Ehen für Homosexuelle außerdem in den Neuengland-Staaten Connecticut, New Hampshire und Vermont möglich, außerdem in der Hauptstadt Washington sowie in Iowa im konservativen Herzland der USA. Weitere Staaten erlaubt nicht die Heirat, aber die Eintragung einer Beziehung mit den gleichen Rechten wie eine Ehe. Einige Staaten dagegen - darunter Texas, Florida und andere Süd- und Mittelwest-Staaten - haben die Ehe für Schwule und Lesben in ihrer Verfassung sogar ausdrücklich verboten. (APA, 10.5.2011)
Queere Szene fürchtet angesichts des Hassverbrechens in Greenwich Village einen Anstieg von homophober Gewalt
Protestaktion gegen Gesetzesentwurf des Justizministeriums - Öffnung der Ehe gilt als unwahrscheinlich
Gleichstellung und Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule können nicht über die weiter massiven Vorurteile gegen Homosexuelle hinwegtäuschen
Lesben- und Schwulen-VertreterInnen zeigen massiven Anstieg an Gewalttaten auf - Konservative Kräfte radikalisieren sich
Das Gesetz kann nun endgültig in Kraft treten - GegnerInnen sprechen von Provokation und wollen Proteste fortsetzen
Leiter der Sicherheitsabteilung: Man müsse auf die Moral der Heranwachsenden achten - AktivistInnen werden dennoch auf die Straße gehen
Angeführt von Präsidententochter - Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren gefordert
Wolfgang Schäuble fordert entgegen der CDU-Parteilinie steuerliche Gleichstellung
Und ist somit der zehnte Bundesstaat in den USA - Ex-Republikaner Chafee spricht von historischem Tag
Als elfter US-Bundesstaat - Urteil des Supreme Court über Ehe-Öffnung für Juni erwartet
Vereins-Chef meinte, niemals einen schwulen Spieler im Verein zu dulden - EuGH sieht Verstoß gegen Anti-Diskriminierungsrichtlinie
Nach der Verurteilung des EGMR legt Beatrix Karl Entwurf vor - Änderungsgesetz soll am 1. Juli in Kraft treten
Am Dienstag beschloss die Nationalversammlung endgültig das Ehe- und Adoptionsrecht für Homosexuelle
US-Präsident Barack Obama über Coming-Out von Basketballer Jason Collin: "Er ist ein Vorbild, zu dem junge Menschen aufschauen können"
Keine Unterstützung für Obama-Position erkennbar - Am Mittwoch wird Proposition 8 geprüft
Putin tritt für Änderung des Abkommens mit Paris ein
Popstar beschimpft die US-Pfadfinderorganisation wegen ihrer homophoben Politik
Die US-amerikanische Football-Profiliga NFL will ihre Bemühungen im Kampf gegen Schwulenfeindlichkeit ausweiten
KritikerInnen monieren, dass der Schutz von Lesben und Schwulen nicht ausdrücklich erwähnt wird
Die Wogen gehen weiter hoch: Polizei spricht von extrem gewalttätigen Auseinandersetzungen - Unter den GegnerInnen auch Rechtsradikale
Der Außenminister kritisiert die CDU wegen Ungleichbehandlung von Lesben und Schwulen scharf
"Krank" und "unnatürlich" sind Lesben und Schwule nach Ansicht Hasottis - Gegen ihn läuft nun ein Verfahren
Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt waren die Gäste des 16. Wiener Regenbogenballs, der am Samstag über die Bühne ging - dieStandard.at tanzte mit
Polizei: 45.000 Personen auf der Straße - Keine größeren Ausschreitungen
ÖGB und Frauenministeriumfordern fordern weitergehende Gleichstellung - Auch Richtervereinigung und OGH geht Entwurf nicht weit genug