Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Felicitas Hoppe erhält heuer den Georg-Büchner-Preis. Die deutsche Autorin wurde von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung auserkoren. Damit zählt sie zu den wenigen Autorinnen, die mit dem renommiertesten Literaturpreis im deutsprachigen Raum ausgezeichnet wurden. Die bisherigen acht weiblichen Preisträger waren Brigitte Kronauer 2005, Friederike Mayröcker 2001, Elfriede Jelinek 1998, Sarah Kirsch 1996, Christa Wolf 1980, Ingeborg Bachmann 1964, Marie Luise Kaschnitz 1955. Die erste Preisträgerin war Anna Seghers 1947. Der Büchnerpreis wird seit 1923 verliehen.
"Virtuos Grenzen unterlaufen"
"In einer lakonischen und lyrischen, eigensinnigen und uneitlen Prosa hat sie ein erzählerisches Universum erfunden, in dem Grundfragen eines 'postmodernen' Daseins mit freier und befreiender Phantasie durchgespielt werden", so die Begründung der Jury für ihre Wahl.
Der Aufbruch in ihr vielstimmiges Werk habe 1996 mit "Picknick der Friseure" seinen Ausgang genommen und erstrecke sich mittlerweile weit in die Welt der Abenteurer und der Hochstapler, der Entdecker und der Taugenichtse. Das Reisebuch "Pigafetta" (1999), der pikareske Roman "Paradiese, Übersee" (2003), die Porträtgalerie "Verbrecher und Versager" (2004), die moderne "Legende von der heiligen Johanna" (2006), die Neuerzählung des Ritterromans von "Iwein Löwenritter" (2008) und jüngst die fiktive Biografie "Hoppe" (2012) unterliefen virtuos die Grenzen von Wahrheit und Fiktion, Selbsterkenntnis und Rollenspiel, so die Jury: "Felicitas Hoppe fragt nach Möglichkeiten der Ich-Werdung, nach den Wundern und Verstrickungen der Sehnsucht, und lässt unaufdringlich metaphysische Horizonte aufscheinen."
Stationen
Geboren wurde die neue Büchner-Preisträgerin am 22. Dezember 1960 in Hameln an der Weser. Ab 1980 studierte sie Literaturwissenschaft, Rhetorik, Religionswissenschaft, Italienisch und Russisch an den Universitäten in Hildesheim, Tübingen, Eugene/Oregon (USA), sowie in Berlin und Rom. Seit 1996 lebt sie in Berlin als freie Schriftstellerin. Zuvor hatte sie als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache gearbeitet und für verschiedene Feuilletons geschrieben. Bis heute hat Hoppe fünf Romane, Essays und mehrere Erzählbände vorgelegt, außerdem einige Veröffentlichungen zusammen mit KünstlerInnen der Berliner Handpresse. (APA, 15.5.2012)
Die feministische Rezensionszeitschrift "WeiberDiwan" wird volljährig. Gefeiert wird mit einer großen Release-Party am 29. Juni
Zweiter Jury-Preis an Kollektivprojekt "Children of Srikandi" - Die 10. Ausgabe des Festivals war so gut besucht wie noch nie
In den 80ern eroberten Autorinnen das männerbesetzte Krimigenre. Krimiforscherin Brigitte Frizzoni über das Phänomen Frauenkrimi
Die Auszeichnung für populäre Musik wird von der Bibliothek des US-Kongresses in Washington vergeben
Am 26. Mai wurde die Fotografie-Ausstellung "Europäerinnen" von Bettina Flitner im Frauenmuseum Hittisau eröffnet
Künstler* Jakob Lena Knebl setzt mit der Installation "Schwule Sau" ein temporäres Mahnmal für die homo- und transsexuellen Opfer des Nationalsozialismus
Christiane Rösinger erzählt in "Berlin - Baku" von einem nicht besonders aufregenden Road-Trip zum Song Contest nach Aserbaidschan
Am 20. April können Musikfans exklusives Vinyl in den Plattenläden erwerben - Mit dabei sind auch Luise Pop und Half Girl mit einem gemeinsamen Release
Image stamme aus einer Zeit, in der man "Frauen insgesamt das Recht absprach, sexuell aktiv zu sein"
Die Abenteuer einer jungen Möchtegern-Schriftstellerin in New York versetzen feministische Serien-Junkies weltweit in Entzücken. Was ist dran am Hype?
Das "Pink Noise Girls Rock Camp" vernetzt Mädchen und junge Frauen und ermutigt sie, ihr eigenes Musikprojekt auf die Beine zu stellen
Wie weit es mit der Repräsentation weiblicher Artists in der elektronischen Musik her? Eine neue Studie des female:pressure-Netzwerks gibt die ernüchternde Antwort
Frauengeschichtliche Stadtrundgänge im Update
Die Performance des Regisseurs Milo Rau wird als Installation zu den Wiener Festwochen kommen
In den Comic-Universen der SuperheldInnen tummeln sich jede Menge queerer Gestalten - Im neuesten DC Comic von "Batwoman" gibt sich die offen lesbische Protagonistin gar heiratswillig
Das Frauennetzwerk "FC-Gloria" schaut sich genauer an, wie Fördergelder vergeben werden
Hilde Spiel durchschaute schon in jungen Jahren die Differenz der Geschlechter - Nun wurde ihr Debütroman "Kati auf der Brücke" neu aufgelegt
Von Anti-Fashion bis Zootsuit: Im jüngsten Band der Sachbuchreihe "Absolute" präsentiert Sonja Eismann Grundlagentexte zum Thema Mode
In ihrem eindringlichen Comic-Debüt erzählt Paula Bulling vom Alltag von AsylwerberInnen in Deutschland
Der dänische Regisseur Thomas Vinterberg liefert mit seinem Lynchjustiz-Drama eine klischeehafte Männlichkeitsstudie
Der Film "Hannah Arendt" erzählt vier Jahre aus dem Leben der Denkerin - Ein fesselndes Porträt
"Bitterfotze"-Autorin Maria Sveland beschreibt in ihrem neuen Roman die Ohnmacht gegenüber sexueller Gewalt
Von der Kritik als "Mädchenfilm" verlacht, ging er in die Popkultur-Geschichte ein
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.