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Alle zwei Jahre ehrt die "Emma" Journalistinnen und seit 2002 auch Journalisten für geschlechterbewusstes, kreatives Schreiben. Dieses Jahr gehen die Preise gleich an vier Frauen und drei Männer.
Macht, Putzen und Macchiato-Mütter
Den mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält Kerstin Kullmann vom "Spiegel" für "Der neue Schatz (Machtstrategien moderner Politikerinnen). Platz zwei teilen sich Sibylle Hamann für die Falter-Reportage "Fertig mit Putzen" und Kerstin Greiner vom SZ Magazin, die in "Die Ausputzerin" ebenfalls das Thema bearbeitet hat. Platz drei geht an Julia Niemann von der taz für "Die verlassenen Macchiato-Mütter".
"Männer-Preise"
Die Jury bestand heuer aus der Schriftstellerin Ulla Hahn, der taz-Chefredakteurin Ines Pohl, Antonia Rados, RTL-Chefkorrespondentin, Jeanne Rubner, Ressortleiterin Bayerischer Rundfunk und ZDF-Moderatorin Marietta Slomka. Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer ist wie gewohnt auch dabei. Als herausragende Beiträge von Männern wurden Dieter Bartetzkos (faz) "Ganz Paris träumt Caterina", Sören Kittels (Berliner Morgenpost) "Für ihn ändert sich nichts, für mich hat sich alles verändert" und Armin Lehmanns (Tagesspiegel) "Wie geht es Semiya Simsek?" mit je 333 Euro prämiert.
Einen Sonderpreis von 500 Euro erhält die weiblich besetzte Lokalredaktion des Lauterbacher Anzeigers für die Serie "Irgendwann für immer" (Die Türkinnen nebenan).
Verleihung heute
Die Preise wurden am 15. Mai in Berlin vergeben. Neben den Jurymitgliedern als Laudatorinnen sprachen Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der diesmal die Preisgelder förderte, sowie Alice Schwarzer, die Initiatorin des Preises, der seit 1990 vergeben wird. SchauspielerInnen lasen Auszüge aus den prämierten Texten. (red, 15.5.2012)
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