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Im Wettbewerb der 65. Filmfestspiele von Cannes, die am Mittwoch eröffnet werden, sind ausschließlich Werke von Männern zu sehen. Das hat bereits im Vorfeld zu Kritik geführt, die die französische feministische Aktionsgruppe "La Barbe" (Der Bart) in einer Petition gegen die Männerdominanz gründlich ausformuliert hat. Dank bekannter Proponentinnen, den Künstlerinnen Fanny Cottençon, Virginie Despentes und Coline Serreau, wurden Auszüge aus der Petition am Wochenende in der französischen Tageszeitung "Le Monde" veröffentlicht.
Eintritt nur als Aufputz
Das Kollektiv kritisiert darin die Ignoranz gegenüber Filmemacherinnen. Frauen seien nur gut, um die Eröffnungsfeiern zu moderieren: "Die Frauen sind die perfekten Gastgeberinnen, die man mit einem einfachen 'Du weißt, dass du schöne Augen hast' glücklich machen kann oder mit anderen schmeichelnden Komplimenten. Störende Ikonen, die man besser auf angestammtem Platz lassen soll: in der Vitrine und auf Glanzpapier", schreibt "La Barbe" in der Petition. "Wir dürfen junge Mädchen nicht glauben lassen, dass sie zwar als Regisseurinnen Filme realisieren können, die Stufen zum Festivalpalais aber nur am Arm eines Prinz Charming emporsteigen können". Der Appell schließt mit dem lakonischen Aufruf "Den Frauen die Spule zum Nähen, den Männern jene der Brüder Lumière!".
2011 waren mit vier Filmemacherinnen so viele Frauen im Wettbewerb verteten wie noch nie. Der Preis der Jury ging an eine von ihnen, an Maïwenn für "Polisse". Den Hauptpreis, die Goldene Palme, erhielt erst eine Regisseurin: Jane Campion 1993 für "The Piano".
Weitere Bart-Aktionen

"La Barbe" trat bereits im Fall Strauss-Kahn in Erscheinung und prangerte den männlich-chauvinistischen Tonfall in den französischen Medien an, der die Berichterstattung begleitete. Wiederum verliehen sie in einer Petition ihrem Ärger über die "tägliche Flut misogynistischer Kommentare öffentlicher Figuren" und "den plötzlichen Aufschwung sexistischer und reaktionärer Reflexe bei Teilen der französischen Elite" Ausdruck. Sie verlangten, dass ein solches "Herunterspielen" sexueller Gewalt aufhört. Über 1.000 Unterschriften haben sie dazu gesammelt.
Für "La Barbe" existiert in Frankreich ein Klima ungehemmten Sexismus', weil dieser öffentlich nicht abgestraft wird. (red/dieStandard.at, 15.5.2012)
Links
La Barbe - Petition Cannes 2012: Un homme est un homme
Le Monde: A Cannes, les femmes montrent leurs bobines, les hommes, leurs films
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Image stamme aus einer Zeit, in der man "Frauen insgesamt das Recht absprach, sexuell aktiv zu sein"
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es gibt ausgezeichnete filmemacherinnen, nur gilt in der männerdomäne `filmbranche` auch heute noch, was nicht männlich ist , ist sekundär. "wir kämpfen gegen das tief verwurzelte gefühl, dass die dinge, die frauen tun, weniger interessant und filmtauglich sind als das was männer tun, zit. lindsay doran - das war vor 12 jahren und stimmt aber offensichtlich immer noch. die welt bleibt das lehen der männer und alles, was nicht männlich ist, ist automatisch das andere und sekundär.
ich kann auf viele filme verzichten, die
von männern gemacht werden in ihrem überschwang an brutalitäts-, horror-, kriegs- und gewalt-szenarien...ob im fs oder auf der `bühne` - http://www.sueddeutsche.de/kultur/fr... cher-1.788
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