Top-5-Bastionen der Homophobie in Österreich

16. Mai 2012, 13:08
  • Schreuder sieht ÖVP und FPÖ als die Bastionen der Homophobie in Österreich.
    foto: parlamentsdirektion/mike ranz

    Schreuder sieht ÖVP und FPÖ als die Bastionen der Homophobie in Österreich.

Grüner Bundesrat Schreuder sieht ÖVP vor FPÖ und Religionen

Pünktlich zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai hat der grüne Bundesrat Marco Schreuder die letzten Bastionen der Homophobie in Österreich bekanntgegeben. Dabei hält die ÖVP Platz eins des selbst verfassten Rankings.

"Noch immer hat es die ÖVP nicht geschafft, die Lebensrealitäten von Lesben und Schwulen zu erkennen, und bleibt ihrer Haltung treu, lesbische und schwule Eltern samt ihren Kindern zu diskriminieren und in Rechtsunsicherheit zu belassen", hieß es diesbezüglich in einer Aussendung am Mittwoch.

Auf Platz zwei rangiert die FPÖ, weil diese "nicht nur gegen MigrantInnen wettert, sondern auch immer wieder durch Ausritte gegen Lesben und Schwule auffällt". Platz drei geht recht allgemein an "Religionen". Schreuder dazu: "Viele Religionen bemühen sich mittlerweile, antidiskriminierende Grundsätze zu entwickeln - und das ist gut so -, aber fallen immer wieder durch enorm homophobe Äußerungen Einzelner oder radikaler Gruppen auf."

Auch Platz vier hat es in sich - Fußballfans: "Zwar gehören homophobe Sprechchöre in Fußballstadien immer mehr der Vergangenheit an, sind aber leider noch zu hören." Auf dem fünften Platz schließlich finden sich "Promis und ExpertInnen für eh alles, die keine schwulen Tanzpaare im Fernsehen sehen wollen und damit demonstrieren, dass sie Lesben und Schwule nur akzeptieren, wenn sie sich verstecken und nicht öffentlich zeigen".

Schreuder forderte zum Internationalen Tag gegen Homophobie, der auf die Aufhebung der WHO-Klassifikation von Homosexualität als Krankheit zurückgeht, JournalistInnen auf, sich darüber Gedanken zu machen, wie sie in ihren Beiträgen Lesben und Schwule thematisieren, problematisieren und wie Begriffe verwendet werden. (red, dieStandard.at, 16.5.2012)

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Ich glaube, da fehlen auch z.B. SchullehrerInnen.

Sie hören jeden Tag, wie Kinder die Schimpfwörter "schwul" und "Schwuchtel" verwenden. Diese sind nämlich sogar die häufigsten. Aber sie tun meistens nichts dagegen, wenn sie das nicht sogar unterstützen! Das habe ich selbst bei vielen LehrerInnen beobachtet.

Kein Wunder, dass die Selbstmordrate bei LGBT-Jugendlichen so hoch ist.

Bildung ist beste Lösung für das Problem und darauf muss man den Fokus setzen.

Die Medien sind auch homophob. Verglichen zu anderen Ländern wird das Thema Homophobie von allen wichtigen Zeitungen nicht besonders ernst genommen.

Sogar Der Standard versteckt diese Nachrichten meist in Die Standard, als ob es eine "Frauensache" wäre.

100% agree...

und dann ist meist in diestandard Dienstag auch noch das forum geschlossen. so kann man auch anliegen abwürgen, ist imho keinen deut besser als die russische Variante, wo alle LBGT anliegen einfach niedergeprügelt oder polizeilich erstickt werden.

Naja! Alles ist relativ. Homophobie ist so alltäglich und wird noch so stark für selbstverständlich halten, dass viele für nicht-homophob gelten können, nur weil es immer schlimmere gibt, die u.a. sagen, wir sind grauslich oder abartig

oder tatsächlich gewalttätig werden.

Ich bin froh, dass es diese Seiten gibt. Es wäre sonst nur noch schlimmer.

Aber die Idee, dass "Frauen- und Schwulensachen" ein abgetrenntes und sekundäres und kein allgemeines Interesse ist, wiederspiegelt leider sehr deutlich die Existenz dieser Seiten, die gleichzeitig diese Gesellschaftshierarchien bestätigt und somit auch verstärkt.

Verglichen mit der früheren Situation muss diese Entwicklung jedoch für positiv halten werden.

das ranking würde ich fast so durchgehen lassen

meint schreuder mit platz 5 etwa zufällig niki Lauda? :D

Halte das persönlich für eine richtige und wichtige Liste

ein lächerliches ranking! hier zwei österreichische parteien vor religionen zu ranken ist in anbetracht dessen einfach nur daneben: http://diestandard.at/133669684... en-haengen

"österreich" ... ?

zumindest die österr. katholische Kirche fehlt hier

Äh... Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:

Zitat aus dem Artikel:
Platz drei geht recht allgemein an "Religionen".

ach ja, sorry,

die sind im selben Absatz wie die FPÖ - der hat mich nur bis zur ersten Zeile interessiert.

das ist ja alles schlimm und schlecht, aber ...

... was haben Sie an
"Top-5-Bastionen der Homophobie in Österreich"
nicht verstanden?

hm, irgendwie
die Fler haben ihre Ausländer (gute und schlechte! ), die EU,...vielmehr eh nicht mehr
ein Grünpolitiker seine Liste mit immerhin schon 5 Punkten.

Beides nicht alles andere als einfältig. Herr Schreuder hat seinen Denkschematismus schon in einem derstandard- Leserkommentar zu einem literarischen Text "geoutet".
Irgendwie schade, daß "Homo-politik" gesellschaftlich nicht viel zu bieten hat als Klischees, oder liegt es an den Männern?

Auf alle 5 erwähnten Ärgernisse können wir gut und gerne verzichten!

So eine Liste ist eine gute Idee und man müsste eine solche auch für Frauenanliegen entwerfen. Obwohl, vermutlich wird die Reihung ziemlich ähnlich sein, denn die intoleranten und im Weitblick Beschränkten sind immer die gleichen Verdächtigen.

Das wird aber eine wesentlich längere Liste werden.

In der Tat. Man könnte vielleicht die Menschen fragen was sie persönlich am schlimmsten finden und das dann auch in die Wertung einfliessen lassen. Da könnte dann auch jede eine Firma, einen Mann oder was auch immer vorschlagen, was sie persönlich am meisten betroffen hat.

Typisch Grüner-völlig daneben.

Zwei österreichische Parteien in diesem Ranking vor Religionen zu reihen, zeugt von Verblendung.

Wer Mitglieder der jüngsten mosaischen Religion kennt, kann sich davon ein Bild machen.

Und das kommt so ...

Das sehe ich auch so.

Es ist aber erklärbar, dass er die Reihung so vorgenommen hat. In seinem Leben ist in erster Linie die Alltagspolitik präsent und so beschäftigt er sich mit seinen politischen Gegner mehr als mit monotheistischen Religionen. Zu letzteren hat er vermutlich wenig Berührungspunkte und wenn, dann wiederum nur aufgrund seiner sexuellen Präferenz.

Abgesehen davon besteht bei den Grünen eine Art von Verblendung, betreffend eine bestimmte Religion. Dafür hat er sich sowieso schon weit vorgewagt, denn wann hört man schon etwas Kritisches von den Grünen in Bezug auf die Frauenfeindlichste Religion des Planeten?

stimmt, der grüne ist ja schwul, der kann ja nicht wissen, wer ihn wegen seines schwul-seins am meisten diskriminiert, gut, dass es da experten wie dich gibt, die es ihm erklären können.

Vielen Dank

für Ihren schmeichelhaften Kommentar.
Als Standard-Forumsmitglied bin ich natürlich (wie alle anderen auch) Experte für eh alles.

Trotzdem DANKE.
Ich helfe gerne wieder.

die Natur hat zwecks Arterhaltung ein Problem mit Homosexualität, die aber ganz natürlich bei 10 bis 25% der Menschen, aber auch bei anderen Säugern veranlagt ist

wenn es die natur wäre, die mit homosexualität probleme hätte, gäb es selbige nicht....

warum sollte die Natur damit ein Problem haben? es ist ja nur ein geringer %satz

falsch: Sie schreiben, die Natur hätte ein problem damit, ich schreibe, die natur hat keines damit, sonst gäbe es sie nicht.

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