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Täglich werden Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Gerade Menschen weiblichen Geschlechts oder auch jene, die sich selbst nicht als männlich präsentieren, erfahren vielfach Ausgrenzung und Gewalt. Kleidung und die Performance von Menschen werden oftmals zum Anlass genommen, sie zu degradieren, zu verspotten und respektlos zu behandeln.
Die Respektlosigkeit erfuhr im Januar 2011 in Toronto einen Höhepunkt: Ein Polizeibeamter riet im Rahmen eines Vortrages zur präventiven Verbrechensbekämpfung, Frauen sollten sich nicht wie Schlampen kleiden, um nicht Opfer (sexueller) Gewalt zu werden. Ein Vergewaltigungsmythos der weltweit AktivistInnen auf den Plan rief. Innerhalb weniger Wochen etablierten sich globale SlutWalks. Dieser soll nun auch in Innsbruck stattfinden.
Protestmarsch
In einer Aussendung schreiben die Organisatorinnen, dass sie "gegen den sexualisierten Blick auf Frauen und für das Recht auf Selbstbestimmung, körperliche Unversehrtheit sowie die Wahrung der persönlichen Grenzen eines jeden Menschen" auftreten werden. "Es reicht! Wir gehen gemeinsam auf die Straße und kämpfen laut und fordernd für grundlegende, unanfechtbare Rechte aller Menschen."
Die Möglichkeit sich mit Frauen, die als Schlampen bezeichnet werden, zu solidarisieren und in Form eines SlutWalks diesen Begriff zu dekonstruieren und ihn umzudeuten gibt es am 16. Juni im Innsbrucker Waltherpark - von dort aus startet "der kämpferische Protestmarsch gegen das patriarchale System". (red, dieStandard.at, 18.5.2012
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Wen jemand (m/w) mit Goldschmuck und einem transparenten Plastiksackerl mit 100.000 Euro am Bahnhof herumstolziert ist das seine/ihre Sache.
Wenn jemand dann aber den Zusammenhang zwischen dem erfolgten Überfall und dem eigenen Auftreten nicht erkennen will ist das infantil.
Gelegenheit macht Diebe - Gelegenheit macht auch Vergewaltiger.
Wenn sie in ihrer Analogie mit "Gelegenheit" die Bekleidung meinen, ist die Aussage schlicht falsch. Wenn sie mit "Gelegenheit" z.b. schlecht ausgeleuchtete Gegenden, Date Rapes oder Ehen meinen, schieben sie den Opfern die Schuld zu. Das ist mehr als falsch.
ist ja alles ok!
Verbrechen geschehen, der Punkt ist, ob man den Opfern eine Schuld daran gibt oder nicht. Das ist nämlich das Perfide, daß oft gemeint wird, Vergewaltigungsopfer hätten die Tat provoziert. Damit muß Schluß sein.
Ich werde daraus einfach nicht schlau. Wie kann man in einem Atemzug fordern, dass Frauen nicht sexualisiert werden und dann dafür demonstrieren, dass sie sich halb nackt anziehen? Wenn man in einem Minirock, Highheels und knappen Top rumläuft, dann legt man es doch bewusst auf eine Sexualisierung an.
Das Kleidung was mit Vergewaltigung zu tun hat, ist wohl statistisch nicht beweisbar. Was wohl aber auch daran liegt, dass der mit Abstand größte Teil der Vergewaltigungen ohnehin unter Leuten begangen wird, die sich gegenseitig kennen.
Ich finde es eine super Sache das es in Innsbruck auch einen SlutWalk geben wird! Jede Frau hat das Recht sich anzuziehen wie SIE will!
Wie sich manche Männer zum Teil aufführen wenn sie eine Frau in sexy Kleidung sehen geht echt nicht und ist einfach nur peinlich. Mehr Respekt vor den Frauen!
wer hindert frauen daran sich anzuziehen wie sie wollen?
aber sich darüber zu beschweren, dass sich kranke subjekte wie sexualverbrecher zuerst auf die leichtbekleideten stürzen, ist wie sich mit honig einzureiben und dann über die insekten zu klagen!!
also ich habe mich in meiner jugend - als damals bereits emanzipierter mann - immer schon (und ausschließlich) mit solchen frauen solidarisch gezeigt!
und jedesmal war ich um eine schöne erfahrung reicher.
kann ich jedem nur empfehlen.
Das sind durchwegs noble und unterstützenswerte ziele, nur die art des protests will mir nicht ganz einleuchten - ich verstehe nicht recht inwiefern die aktion hier hilfreich sein soll. das ist ein bißchen als würde ich mich bewußtlos trinken, um den begriff des alkoholismus zu dekonstruieren.
ich halte auch die Forderungen der Femen für wichtig und gut, glaube aber, dass Bilder von barbusigen Ukrainerinnen bei der klassischen sextourismus klientel eher werbend, als bewußtseinsfördernd wirken.
Kleider machen Leute. Das wird in allen Bereichen des Lebens ganz bewusst eingesetzt. Von der Uniform in Geschäften oder Fastfoodketten, über den Anzug im Bank und Versicherubngswesen, bis dazu, sich besonders herauszuschälen, wenn man ein Rendezvous hat. Jede Kleidung macht eine Aussage, vom Heavy Metal Outfit bis zum Straßenstrichdress.
Das meint nicht, dass man jemanden vergewaltigen darf, der aussieht als würde er Geld für Sex nehmen, auch Prostituierte haben Rechte. Ebenso wie man Brillenträger nicht verprügeln darf, oder Punks ihres Treffpunkts.
Aber: Eine Wirkung wird immer erwüscht. Mit jeder Kleidung. Und wer wie eine Schlampe daher kommt, wie wie eine solche gesehen und behandelt werden.
Aber nicht vergewaltigt, das ist klar.
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