Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Oh là là, wie gewieft: "C-Cup" nennt sich das Format, das pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft auf Comedy Central startet.
Da ist frau endlich mit der Arbeit fertig und gönnt sich eine Runde "American Dad" auf Comedy Central, ahnungslos, dass das erst recht wieder in Arbeit ausartet. Aber was muss, das muss. Und diesmal muss es überhaupt! Denn der komische Sender hat sich etwas so Sexistisches ausgedacht, dass man's auf Anhieb für Satire halten könnte. Die meinen das aber ernst. In der abrupt geschalteten Werbepause knallen die den ZuseherInnen vier Hintern in Panties vor die Nase. Die Hintern gehören jungen Frauen, die auch weiße Büstenhalter echt gut tragen können. Mehr nicht. Wofür da Werbung gemacht wird? Für eine neue Einlage: Show-, nicht Slip-!
Männer können nur wenig Liebe geben
Comedy Central will mit einem neuen Format zur Fußball-Europameisterschaft "wahre Männer" in der Halbzeitpause zum Zappen bewegen. Mit der doppeldeutig benannten Sendung "C-Cup" sollte das bestens gelingen, denn Männer sind doch eine richtig primitive Spezies: "Männer lieben einige wenige Dinge: Fußball, Bier, Spaß und Frauen - nur nicht unbedingt in dieser Reihenfolge", steht es auf der Presseseite geschrieben.
Weiblicher Aufputz, männliche Ehre
Diese als "wahre Männer" imaginierten Zuschauer erwarten natürlich auch "richtige Frauen". Wenn derart fleißig Geschlechterklischees abgearbeitet werden, steht es in unserem Zitronen-Handbuch geschrieben, lassen die nie auf sich warten. Im vorliegenden Fall sind sie sogar "atemberaubend" und treten "in patriotischen Outfits unter Beaufsichtigung ihres Coaches und eines Schiedsrichters im Elfmeterschießen gegeneinander an und kämpfen für die Ehre ihres Landes."
Dabei ist es sicher weniger relevant, dass diese "Kämpferinnen" kicken können. Hauptsache, sie sind als "richtige Frauen" nett anzuschauen. Statt "Kick it like Beckham" gilt hier "Kick it like a Pin-up"! Die Aufseher der Anreizerinnen sind wiederum echte Männer, versteht sich. Und bei denen steht viel mehr auf dem Spiel, ergeht sich der Pressetext weiter: "Während der Gewinner mit seinem Team eine große Party steigen lässt, muss sich der Verlierer der Strafe des 'Extermidators' stellen." Da geht es um die männliche Ehre.
Ein Silberstreif am Gorillarücken
Fazit: Ein rundum lustiges, spritziges, disperses Publikum ansprechendes Halbzeitprogramm, das Frauen nicht als Aufputz vorführt und Männer nicht für dumm verkauft, um euphemisiert im PR-Sprech zu bleiben. So werden Träume wahr, die letzten Gehirnzellen verabschieden sich und waren nicht wieder gesehen. Dafür taucht eine Zitrone wie ein Silberstreif am Gorillarücken auf. Goaaaaal! (bto/dieStandard.at, 22.5.2012)
Hohn und Spott für alle von Gewalt betroffenen Frauen und jene, die seit Monaten für mehr Rechte der Frauen auf die Straße gehen
Leider nein: Die neueste Kampagne des Limo-Herstellers ist alles andere als "erfrischend anders"
Das Magazin "In Style" empfiehlt eine "Drinkdiät": Abends nichts essen, den Hunger einfach mit einem Gläschen Weißwein bezwingen und am nächsten Tag über das Blackout lachen
Selten so gelacht oder doch eher fremdgeschämt? Zitrone für Nordsee und seinen platten Sexismus
Alles Zitrone: Mit "Forever Young" wird es an der Josefstadt unappetitlich, und die Kette FitInn läd zum Turnen, damit auch Ihnen nachgepfiffen wird
Bei Tchibo/Eduscho putzen Frauen und relaxen Männer gegen die Frühjahrsmüdigkeit
Platte Sexismen lassen alteingesessene Biermarken alt aussehen: Der "Gösser Fan-Arena" in Schladming wurde nun selbst digital eingeheizt
Sixx wurde als "Frauensender" vorstellig - Mögliche Interessierte ausschließlich über das Geschlecht ansprechen? Das kann nur schiefgehen
Was haben blasser Scheibenkäse und das weibliche Dekolleté gemeinsam? Genau: Gar nichts
Das Koch-Magazin "Beef" sorgt dafür, dass sich Männer trotz Interesses am Kochen keine Sekunde "unmännlich" fühlen - Das Ergebnis ist schlicht lächerlich
Ein Werbespot will junge Männer dazu animieren, in Chemieberufe einzusteigen - Mädchen kommen gar nicht oder extrem stereotyp vor
Im Internet gibt es viel zu wenig Bilder von Brüsten. Dem wird mit einer Brustkrebs-Awareness-Kampagne abgeholfen. Außerdem: Prima Hitze, Frauen-Box und keine Kinderpose
Heimat bist du großer Söhne (im Kleinformat), echte Frauenliebhaber zahlen für große Brüste und eine Weihnachtsfrau
Und weil er so geil ist, macht er auch geil. Speziell Frauen, lässt sich der ORF in einem Teaser zum Schluss hinreißen - Anstoß für eine Zitrone
Palmers will selbst dem BH einen BH verpassen - Erholung für den von Pölstern und Drähten gestressten Busen ist nicht in Sicht
Haben wir das wirklich verdient? ATV führt uns in "Ein Leben für die Schönheit" und verleiht damit dem Sozialporno einen neuen Look
Ferrero startete im August mit einem Überraschungsei "nur für Mädchen" - Die Begründung dieser "Maßnahme" ist völlig widersinnig
Der "Hausverstand" der Billa-Werbung erteilt allzu lebensnahe Lektionen: (Ober)G'scheite Mädchen sollen lieber still sein
Breitenwirksam für Geschlechterklischees: die Rossbacher-Kampagne braucht Männer wieder "kompromisslos"
Für phallische Fantasien ist Werbemachern nichts zu heilig - Ein Plakat der Disco "empire" verbindet eine Banane lutschende Frau mit Affengeilheit
Die FH Oberösterreich wirbt mit Web-Filmen und verabsäumt so manche Regieanweisung - Liebe Kinder, es gibt auch Frauen in dem Beruf!
Die Marke Tally Weijl bedient weibliche Teenager und wirbt mit dem verhängnisvollen Klischee der passiven Verführerin
Armin Assinger hat ein großes Mundwerk und ein überholungsbedürftiges Weltbild: Dass Frauen ihre Schuhe nicht selber zahlen, gehört dazu
Profilierungsversuche gegen einen vermeintlichen Mainstream, dem sexistische Werbung stinkt: "profil"-Chef macht aus Sexismus ein Frauenrecht
Der Lufthansa-Brief "Lieber Schatz" darf bei der aktuellsten Zitronenverleihung ebenso wenig fehlen wie ein Spot über den "härtesten Job der Welt"
Diese „sogenannte Werbung“ für die Sendung „C-Cup“ zeigt deutlich wie die Medien mit den Idealbildern von Frauen und Männern spielen und gender bewusst als Instrument dargestellt wird. Leider ist im Trailer klar ersichtlich, dass es dem Sendeformat nur um die Einschaltquoten geht und dem Format egal ist, wie sie Frauen präsentieren. Frauen werden hier in vielerlei Hinsicht in der „Auslage“ dargestellt. Schließlich geht es hier nicht um Fußball, sondern nur darum dass Männer die Sendung einschalten und dies wollen sie mit den perfekten Modellkörpern erreichen.
...
Nur für mich stellt sich hier die Frage, was sie unter der Definition „richtiger Frauen“ verstehen. Sind es Frauen, die die Maße 90-60-90 haben, rund 1,70 m groß sind und blond sind? Laut den 4 Damen in dem Trailer sieht es so aus, da es der Titel „C-Cup“ allein schon vermuten lässt, was sie darunter verstehen.
Diese Werbung ist meiner Meinung nach ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft, da Frauen in Werbungen immer nur auf ihren Körper bzw. ihr Aussehen definiert werden, frei nach dem Motto „sex sells.“
Ich finds ja ganz witzig dass sich diestandard über fernsehsendungen auf spartenkanälen aufregt, während in china eine der wohl größten missachtungen der frauenwürde und der körperlichen unbestimmtheit der frau von staatenseite die jemals an die öffentlichkeit gekommen sind passiert, und das interessiert hier wohl keinen und wird totgeschwiegen, nur weil abtreibungen sowieso das höchste der gefühle sind und eigentlich jede frau mal eine zum ausprobieren haben sollte. Aber sexistische fernsehsendungen sind wohl das größere problem.
die sendung ist wirklich sowas von beschissen gemacht - und zwar nicht vom thema her sondern von der qualität der moderation, kameratechnik, ton usw.
und es ist alles retorte - bei 2 elfmetern wurde sogar schon gleich die zeitlupe gezeigt bevor der "schuss" stattfand.
und wenn schon dann hätte man doch frauen nehmen können die schon vor der sendung einmal gegen den ball getreten haben.gibt sicher genügend hübsche frauen, die man hier nehmen hätte können.
die schüsse waren von der qualität eines durchschnittlichen 3-4 jährigen
Mal ehrlich, hab mir das Debüt der "Show" einmal angesehen - und wenn man(n) tatsächlich betrunken genug sein kann, um den Schrott unterhaltsam zu finden, ruft Kalksburg.
Allerdings will ich hier auch festhalten, dass nicht nur den Machern der Sendung eine Zitrone gebührt, sondern auch den "Spielerinnen" - an Willen, mehr als dämlicher Real-Life-Barbie-Aufputz zu sein, fehlt es denen nämlich ganz offensichtlich.
Keine richtige Frau mit auch nur einem Hauch Sportinteresse würde je einen Ball mit derart beherzt zur Schau gestelltem Unvermögen treten.
hauptsache sie sind richtige püppchen und als `richtige` frauen nett anzuschauen - es ist immer wieder gut, hier festzustellen - insb. bei der zitronenvergabe -, wie gerade männl. user in überaus großer anzahl die sexism gegenüber frauen (auch in der werbung) unkritisch hinterfragen und sogar begrüssen. d. ironische sexismus eine spielart d. normalen sexist. werbung/ zielgruppe ist d. heterosexuelle mann - frauen erwünscht, die aussehen wie den seiten eines herrenmagazins entsprungen. es zeigt u.a. ein konserv. frauenbild: u.a. frauen allzeit bereit als sexgespielinnen . empfehlen kann ich das buch `frauenfeindl. werbung - sexismus als heiml. lehrplan - werbung a.d. trampelpfaden d. patriarchats" v. christiane schmerl
Entweder die Frauen sporteln in enger, knapper Kleidung bzw. Kleidchen (nur die Frauen) oder sie dürfen nicht mitmachen. Und wenn dieser Zwang fällt (wie beim BeachVB) regen sich alle auf.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.