Die Linke soll mit weiblicher Spitze aus der Krise

23. Mai 2012, 12:48

Katja Kipping und Katharina Schwabedissen werden gemeinsam für den Parteivorsitz kandidieren

Berlin - Im Machtkampf bei der deutschen Linken soll nun eine weibliche Doppelspitze die Partei aus der Krise führen: Vizeparteichefin Katja Kipping und die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Katharina Schwabedissen kündigten am Mittwoch in Hannover ihre gemeinsame Kandidatur für die beiden Vorsitzenden-Posten an. Sie erhielten Unterstützung aus der Partei, allerdings blieb auch Fraktionsvize Dietmar Bartsch bei seiner Bewerbung um den Vorsitz.

"Wir wollen eine integrierende Lösung aus Ost und West", sagte Schwabedissen bei der offiziellen Vorstellung der Kandidatur. Auf der Pressekonferenz ließen die beiden Kandidatinnen offen, ob sie auch einzeln für einen der beiden Vorsitzenden-Posten zur Verfügung stünden. "Wir sind ein offenes Angebot und kein fest gepacktes Paket", sagte Kipping. Im Vorfeld hatte Kipping auf ihrer Homepage ihre Entscheidung mit den Worten "weil das Wünschen nicht geholfen hat" begründet.

Polarisierung als Problem

Die beiden Kandidatinnen wurden auch von Bundesgeschäftsführerin Caren Lay sowie den Bundestagsabgeordneten Jan van Aken und Thomas Nord unterstützt. "Die Polarisierung droht mittlerweile die Partei zu zerreißen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Linken-PolitikerInnen. Nun gehe es darum, "gemeinsam einen neuen Aufbruch der Linken zu wagen".

Lafontaine steht nicht mehr zur Verfügung

Am Dienstag hatte der frühere Parteichef Oskar Lafontaine seine Bereitschaft zurückgezogen, erneut für das Spitzenamt zu kandidieren. Er zog damit die Konsequenz aus dem Machtkampf mit Bartsch. Weitere Kandidatin für den Parteivorsitz ist die sächsische Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann.

Der Thüringer Fraktionschef der Linken, Bodo Ramelow, legte Bartsch mit Blick auf den Vorschlag einer weiblichen Doppelspitze den Verzicht auf seine Kandidatur für den Parteivorsitz nahe. "Ich habe Dietmar Bartsch immer den Rücken frei gehalten", sagte Ramelow der "Berliner Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). "Aber wenn es einen besseren gemeinsamen Weg gibt, dann möchte ich darüber nicht öffentlich zu Gericht sitzen. Alle müssen sich gemeinsam an einen Tisch setzen."

Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi rechnete nicht mit einer raschen Beilegung des Führungsstreits im Vorfeld des Göttinger Parteitags Anfang Juni. (APA, 23.5.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2
Solange die

Linke mehr Interesse daran zeigt untereinander um den Kuchen zu streiten wird sich an den Mauen Ergebnissen nichts ändern.

Auch hier müssen die Frauen wieder mal retten, was die Männer vergeigt haben.

In den letzten Jahren hat man von "Die Linke" nicht mehr viel vom Kampf um soziale Gerechtigkeit gehört. Dafür kamen die immer wieder mit Anti-Semitischen Aktionen. Erst vor Monaten hatten sie vor einem Supermarkt zum Boykott gegen Israelische Produkte aufgerufen. Der Unterschied zu den SA Männern der 1930er Jahre war wohl nur, dass Die Linken Kerle keine Uniform an hatten. Aber sonst "Kauft nicht bei ..."

Das verzeihe ich denen niemals!

Die Linke zerbröselts,... gut so

so wird der Weg für eine -Grün-Links-Liberale GRÜN-ROTE Regierung frei.

"Wir wollen eine integrierende Lösung aus Ost und West", sagte Schwabedissen bei der offiziellen Vorstellung der Kandidatur.

Ich befürchte, das Hauptproblem hat die Dame noch gar nicht verarbeitet ... WO gibt es heute noch OST und WEST in Deutschland?

Die Grenzen sind seit 1989 weg, aber in manchen Köpfen wohl immer noch aktiv ...

.. oder es liegt an den unterschiedlichen Ampelmännchen in Berlin ;-)

Mit Osten meinte sie vermutlich Polen. ;-)

Und wozu ist die Merkel da?
Oder gilt die als Mann und kann daher die Krise nicht bewältigen?

Was hat die Frau Merkel mit den Linken zu tun? Dir ist schon klar, dass das eine andere Partei ist, oder?

merkel bei der linken?

in welchem paralleluniversum leben sie denn?

Was Frau Merkel damit zu tun hat?

a) Probleme - es wird ja nach einer Lösung gesucht, also muß es ein Problem geben - werden immer von Männern verursacht, also ist Frau Merkel schon einmal Theil der Lösungsmenge...
b) Frauen sind die Lösung, also ist Frau Merkel Theil der Lösung
c) mit Politik sollte die Lösungs-Frau auch zu thun haben, also kommt sie schon in den erlauchten Kreis der Lösungs-Frauen
d) wenn sie Chefin spielen kann, vielleicht macht sie es?
e) Ihr FDJ-Hemd wird sie ja noch haben, odr?

Frauen erleiden durch Männer mehr Schaden als umgekehrt, insofern ist es lächerlich, so zu jammern.

mei, sind sie witzig

der vilacher fasching ist aber schon vorbei

Und dabei bin ich garkein Kärntner!

viel glück, mädels!

es hat in d ja tradition, daß die frauen den karren aus dem dreck ziehen dürfen, in den ihn davor ihre männlichen politikerkollegen mit vollgas gefahren haben

hoffen wir auf das prinzip hannelore

Das ist nicht nur in Deutschland so.

Wann genau soll das gewesen sein?

sie meint glawischnig

Ach ja, seitdem ist NRW ja schuldenfrei.

erzählens mir mehr vom pferd...

und stellen sie sich eine liste aller von männern geführten länder zusammen, die schulden haben

wenns dann so in zwei, drei wochen fertig sind damit, dürfens hier weitertrollen

Sie unterstellen anderen zu trollen aber gleichzeitig würden sie selbst dümmliche und pauschale Sexismen herein?
Angsoffn?

könnens das, wenns selber wieder nüchtern sind, noch mal auf deutsch sage

noch mal im ganzen satz und in korrektem deutsch sagen?

Hmm also ich hab bei "würgen" einen Tippfehler. Sie dagegen bringen in Überschrift und Textfeld keinen geraden Satz zustande. Wer da besoffen ist. gggg

ok, in sachen fehler bei copy&paste sind wir quitt

der vorwurf der trunkenheit aber kommt immer noch von ihnen, und welcher sexismen ich mich schuldig gemacht haben soll, weiß ich immer noch nicht

Gar keine 50:50-Quote?

wieso denn?

Diskriminierung darf man nur dann sagen wenn keine Frau dabei ist...

Männer darf man verdrängen, diskriminieren oder unsichtbarmachen...

das ist ja nur ein "Ausgleich" für die armen Mäderln die ohne Quote kein Bein auf die Erde bekommen...

andernorts würde man es wohl Diskriminierung taufen, und das Gebahren dahinter als "Revanchismus" bezeichnen...

aber von einer SACHLICHEN Debatte sind Quotenforderungen und politische Teilhabe (50% aller Mandate, bei nichtmal 20% Beteiligung an der Basis) doch eh schon ewig ausgenommen, oder?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.