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Wien - Das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum am Institut für Germanistik der Universität Wien veranstaltet ein Symposium in Shanghai: "Frauen.Schreiben. Österreichische und chinesische Autorinnen im interkulturellen Vergleich" soll am 2. und 3. Juni an der Fudan Universität Autorinnen und Wissenschafterinnen aus Österreich und China in Dialog bringen.
In drei Workshops werden - ausgehend von Elfriede Jelinek - die literarischen Darstellungen von Frauen in Texten der Gegenwartsliteratur der beiden Länder untersucht und einzelne Werke genauer analysiert. Aus Österreich reist u.a. die Autorin Sabine Gruber an. Sie wird gemeinsam mit ihrer chinesischen Kollegin Danyan Chen lesen und diskutieren. Neben Schwierigkeiten des Übersetzens und Probleme der Rezeption durch die unterschiedlichen kulturellen Kontexte sollen auch die jeweiligen Produktionsbedingungen für Schriftstellerinnen diskutiert werden.
"Kein Licht" in Fukushima
Nicht nach China, sondern nach Japan führt Jelineks aus Anlass der Atomkatastrophe von Fukushima entstandener Theatertext "Kein Licht.", der ebenso wie seine Uraufführung am Schauspiel Köln im Zentrum des kürzlich erschienenen "Jelinek(Jahr)Buchs 2012" steht. Eingeleitet wird der 340-seitige Band, der wie seine beiden ebenfalls vom Elfriede Jelinek-Forschungszentrum herausgegebenen Vorgänger einen aktuellen Stand über Produktion und Rezeption der Autorin gibt, von einem Essay, den Jelinek als Vorwort für die japanische Übersetzung ihres Romans "Die Kinder der Toten" geschrieben hat und nun erstmals auf Deutsch erschienen ist: "Ich als Toten-Ausgräberin".
Mit allen Beiträgen und Gesprächen der Veranstaltung "Jelinek.Dialoge. Sätze und GegenSätze aus Literatur und Wissenschaft" sowie einem Text zu Jelineks Sekundärdrama "FaustIn and out" ist das Buch nicht nur eine Material-Fundgrube, sondern reicht nahezu bis in die Gegenwart. Das nächste "Jelinek(Jahr)Buch" soll als Doppel-Nummer 2014 erscheinen. Es dürfte ziemlich dick werden. Mit "Rein Gold" ("Urlesung" am 1. Juli im Prinzregententheater in München), einem noch titellosen Theaterstück über Münchens bekannteste Luxus-Shoppingmeile, die Maximilianstraße, (Uraufführung im Oktober an den Kammerspielen) und "Schatten (Eurydike sagt)" (Uraufführung durch Matthias Hartmann im Jänner 2013 im Akademietheater) sind allein für die kommenden Monate drei neue Theatertexte Jelineks angekündigt. (APA, 27.5.2012)
Buchtipp:
Pia Janke (Hg.): "Jelinek(Jahr)Buch 2012", Praesens Verlag, 340 S., 28,20 Euro, ISBN 978-3-7069-0693-7
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Elfi Jelinek ist doch für jede/n, der/die sie persönlich kennt, ein offenes Buch ! Und als Namensgeberin gibt sie sowieso nicht her, oder ?
Gilt es doch Genderpopulismus wissenschaftlich abzusichern. Außerdem kann prominente linken Künstlern aus dem Wissenschaftsbudget viel mehr und leichter Geld zugesteckt werden. Das Kulturbudget wird zu sehr von der FPÖ beäugt.
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