Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Übergewichtige Frauen können dem schmerzhaften Stigma Fettleibigkeit nicht entrinnen, selbst, wenn sie abgenommen haben, besagt eine neue Studie. Eine Gemeinschaftsstudie der Universität von Hawaii in Mānoa, der Universität von Manchester und der australischen Monash Universität untersuchte, ob Dicken-Vorurteile weiter bestehen, selbst wenn die betroffenen Frauen deutlich an Gewicht verloren haben und nun dünn sind.
Forschungsdesign
Die ForscherInnen untersuchten junge Männer und Frauen bezüglich ihrer Einstellungen gegenüber dicken Frauen. Dabei wurden den ProbandInnen sogenannte "Vignetten" (kurze Beschreibungstexte) über Frauen vorgelegt, die entweder stark an Gewicht verloren (32 Kilogramm) oder konstant ihr Gewicht gehalten hatten. Sie waren aktuell entweder dickleibig oder dünn. Anschließend wurden die Teilnehmenden über ihre Einstellung zu der gerade beschriebenen Frau befragt, z.B. wie attraktiv sie die beschriebene Frau fänden und was ihnen grundsätzlich an dickleibigen Menschen nicht gefalle.
Die im Journal "Obesity" veröffentlichte Studie fand heraus, dass die TeilnehmerInnen eine größere Voreingenommenheit gegenüber fettleibigen Menschen äußerten, nachdem sie von Frauen gelesen hatten, die Gewicht verloren hatten, als nach der Lektüre über Frauen mit gleichbleibenden Gewicht - egal, ob die Frau als dünn oder dickleibig beschrieben wurde.
Vergangenes Gewicht zählt
"Wir waren überrascht, dass dünne Frauen offenbar unterschiedlich gesehen wurden, je nach ihrer Gewichtsgeschichte", so Studienleiterin Janet Latner von der Universität von Hawaii in Mānoa. "Diejenigen, die in der Vergangenheit dickleibig waren, wurden als weniger attraktiv eingestuft als jene, die schon immer dünn waren, obwohl sie genau die gleiche Größe und das gleiche Gewicht hatten".
Darüber hinaus fanden die ForscherInnen heraus, dass negative Einstellungen bei den ProbandInnen gegenüber Dickleibigen steigen, wenn ihnen fälschlicherweise gesagt wird, dass das Körpergewicht leicht kontrolliert werden kann.
Gewicht weniger kontrollierbar als angenommen
Co-Autor Kerry O'Brien von der Monash-Universität in Melbourne erklärte: "Die Ansicht, die derzeit in der Gesellschaft am weitesten verbreitet ist, lautet, dass Gewicht stark kontrollierbar sei. Doch die am meisten abgesicherte These in der Adipositas-Forschung besagt, dass die Physiologie, die Gene und das Essensumfeld eines Menschen die ausschlaggebenden Faktoren für sein Gewicht und seine Möglichkeiten, abzunehmen, sind."
"Das Gewicht erscheint heute ziemlich unkontrollierbar, unabhängig von dem Willen, dem Wissen und der Hingabe eines Menschen. Viele Menschen kämpfen vergeblich um einen Gewichtsverlust, um dem schmerzlichen sozialen Stigma zu entrinnen."
Die Ergebnisse würden zeigen, dass die Vorurteile gegenüber Individuen, die jemals übergewichtig waren, bestehen bleiben, selbst wenn sie viel Gewicht verloren haben. Das Fettleibigkeitsstigma sei so machtvoll und anhaltend, dass es selbst die Fettleibigkeit überdauern würde.
Gesellschaftlich entgegenwirken
Latner betonte abschließend: "Diätratschläge, wie wir sie aus dem TV kennen, könnten das Fettleibigkeitsstigma sogar noch verschärfen. Zu glauben, dass fettleibige Menschen leicht Gewicht verlieren könnten, scheint Menschen darin zu bestärken, adipöse Menschen zu beschuldigen und nicht zu mögen. Angesichts der vielen Menschen, die von diesen Vorurteilen negativ betroffen sind, muss der Dickendiskriminierung auf gesellschaftlicher Ebene entgegengewirkt werden." (red, dieStandard.at, 31.5.2012)
Geburtsfisteln führen in den ärmsten Ländern der Welt zu ungeheurem körperlichen Leid – Als wäre das nicht schon genug, werden die Betroffenen auch noch sozial ausgegrenzt
Erkenntnisse und Konzepte zu Frauengesundheit und Gendermedizin
Weil sie ein Risiko-Gen für Brustkrebs in sich trägt - Schauspielerin will andere Frauen von ihrer Erfahrung profitieren lassen
Urteil wird für Dezember angekündigt - Verteidigung plädierte auf teilweisen Freispruch - Staatsanwalt fordert Haftstrafen
Wissenschaftssoziologe Lutz Bornmann sieht Männer weltweit leicht bevorzugt, beim FWF sei jedoch kein Einfluss des Geschlechts erkennbar
Tagung soll Geschlechterforschung in ihrer gesamten Breite ein Forum bieten
Unsicherheit über Zukunft und Studienwahl sind laut einer Studie die Gründe, dass Frauen seltener ein weiterführendes Studium aufnehmen
Braun half NS-Flüchtlingen - Auszeichnung als symbolischer Akt für alle anonymen HelferInnen
Sigrid Schimitz: "Typisch Mann" und "typisch Frau" als Trugschluss - Trotz veränderlicher Gehirnprozesse werden Studien oft in Richtung Geschlechtsunterschiede interpretiert
Am 16. Juni 1963 reiste die Russin Walentina Tereschkowa als erste Frau in den Weltraum - Etwa zehn Prozent aller AstronautInnen sind Frauen
2013 stehen den Nachwuchswissenschaftlerinnen 7,4 Millionen Euro für zur Verfügung - Bewerbung bis 29. Mai möglich
Der Arzt hat jahrelang Brüste von 320 Frauen vermessen und präsentiert nun erste Erkenntnisse
Methode noch in experimenteller Phase - Erfolg bei einigen Patientinnen, aber teils schwere Nebenwirkungen wie Panikattacken und Schwindel
Ähnliche Erfolgsrate wie bei Face-to-Face-Therapie - Die Internet-Selbsthilfeprogramme basieren auf Elementen aus der kognitiven Verhaltenstherapie
Seit den 1990ern hat sich Erfindungstätigkeit aber sowohl absolut als auch relativ deutlich erhöht - Frauen stellen ein Viertel der Biotechnologie-Patente
WissenschaftlerInnen untersuchten Fruchtbarkeit und gesellschaftliche Entwicklung in Österreich, Deutschland und der Schweiz
Eine Luzerner Studie analysierte elf Fälle von Kindstötungen - Viele Frauen waren vorher nicht psychisch krank
Bei höheren Abschlüssen dominieren aber weiterhin die Männer
Wenn Frau-sein krank macht: Die Philosophin und Frauenberaterin Bettina Zehetner rät zu Humor und feministischer Theorie
Eine Schwedische Studie bestätigt, dass IVF-Zwillingsschwangerschaften riskanter sind als Ein-Kind-Schwangerschaften
Männern wird in der Forschungscommunity mehr zugetraut, zeigt eine neue Studie - und zwar von beiden Geschlechtern
Frauen haben schlechtere Chancen auf Forschungsförderung - Warum das so ist, wollte eine deutsche Studie herausfinden
Vortragsreihe der Uni-Innsbruck in Kooperation mit ÖGB, AMS und AK geht in die nächste Runde
Soziologin Paula Irene Villa über Autonomie als Fetisch unserer Zeit und die große Angst vor dem Opfer-Status
Wenn man also...komplett aufhört fettleibige menschen wegen ihres Aussehens zu diskrimineren gibt es 2020 doppelt so viele Fettleibige und Folgekranke.
Wie soll das bitte auf dauer funktionieren?
Die Industrie sagt "friss !!!" Heidi klumm sagt "nimm ab!!!" der arzt sagt "beweg dich!!!"
Da kann man ja nur krank werden.
Wenn man verschiedene Suchtformen miteinander vergleicht bleibt unterm Strich stehen, dass es besser für das betroffene Individuum und die Gesellschaft wäre, das Suchtverhalten abzulegen. Das Betroffene sich aber nicht helfen lassen wollen, weil "eh alles passt" bestätigt nur das Suchtverhalten.
Sexy hin oder her, das liegt ohnehin im Auge des Betrachters, aber Adipositas ist schwer gesundheitsgefährdend.
Und jetzt bin ich gespannt, wer dagegen argumentiert, dass Fresssucht z.B. nicht mit Spielsucht oder Alkoholismus verglichen werden kann. Man tut sich in allen 3 Fällen nichts Gutes, sieht das aber selber naturgemäß ganz anders.
Außerdem muss ich bei dem Thema die ganze Zeit an Paradies:Liebe denken...
... die spüren's aber auch eher, wenn was mit dem Bewegungsapparat net passt - und schon recht, falsche Bewegungsabläufe und fehlendes Schonen wenn's zwickt spielen schon eine Rolle.
Trotzdem geh' ich davon aus, dass Internisten von Alkoholikern leben, Lungenfachärzte von Rauchern, Hautärzte von Sonnenanbetern usw. usf...
Niemand wird dazu gezwungen.
Also wäre es sinnvoller, dieses Diskriminierungsgejammer einzustellen und statt dessen weniger zu essen und mehr Sport zu treiben.
Und jede Wette:
Dann hört die "Diskriminierung" auf. Auch wenn das in peinlichen Ideologie-Studien bestritten wird.
Was Sie da sagen ist höchst zynisch und - mit Verlaub - Unsinn.
Es liest sich so: Soll der/die Fette nicht jammern. Wenn er/sie weniger frisst, dann würden ihn/sie die Leute auch nicht diskriminieren.
Oder auf gut Deutsch: Menschen haben gefälligst dünn zu sein. Wenn sie es nicht sind haben sie mit Diskriminierung zu rechnen und sich bitte nicht zu beklagen, denn die Diskriminierung erfolgt "zu Recht".
Nichts und niemand gibt Ihnen das Recht Menschen aufgrund ihres Körpergewichtes zu diskriminieren. Sie würden das gleiche ja auch nicht über Haarfarbe sagen? Zumal ich die Haarfarbe leichter änder als mein Gewicht, was bei betroffenen zu geringerem Selbstwertgefühl führt.
Es gibt Kinder, die dick sind - ohne dass man sie irgendwie dafür verantwortlich machen kann. Es gibt da viele Gründe dafür, die oft schon im Mutterleib beginnen und durch Bewegungsmangel und falscher Ernährung in der Kindheit derartig in Richtung Fettleibigkeit gebracht werden, dass da mit einfach ein weing Sport und weniger Essen nichts zu machen ist. Und dann sagen wir Obergscheiten: "selber schuld, fette S**, friss halt weniger". Wahnsinn, wie großartig wir doch sind!
Ja, sie bestimmen wer ihnen gefällt oder nicht. Da haben Sie recht.
Aber dass Ihnen jemand nicht gefällt gibt Ihnen nicht das Recht, sich über diese Person lustig zu machen, sie zu verhöhnen oder zu diskriminieren.
Die Generation meiner Großmutter sagte noch "Wenn man nichts nettes zu sagen hat, hält man besser ganz den Mund".
Diesen Rat richte ich hiermit an Sie --> finden sie schön, wen sie schön finden wollen und finden sie hässlich, wen sie hässlich finden wollen. Aber in letzterem Fall behalten Sie einfach Ihre Meinung für sich. Denken Sie, dass Sie so viel Gedankenakrobatik hinbekommen? Bei mir funktioniert das immer ganz gut. Ich hab gern rothaarige, pummelige Frauen. Den schlanken sag ich auch nicht "bääh... bist du eklig"
nämlich die stelle, wo der vorposter schreibt, daß er sich über dicke "lustig macht, sei verhöhnt oder diskriminiert".
nur der meinung zu sein, daß dicke zu viel essen und zu wenig sport treiben (das ist eine physikalische tatsache-anders wäre fettleibigkeit nicht möglich)reicht sicher nicht für diese beschuldigung.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.