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vergrößern 500x185"Gegen Verdrängung, Entrechtung und Gewalt. Für gesetzliche Absicherung von Sexarbeit!": Die Grünen Frauen Wien rufen zur Solidarität mit Sexarbeiterinnen auf.
"Ich seh, ich seh, was du nicht siehst, und das ist ... Sexarbeit in Wien": Unter diesem Titel haben die Wiener Grünen am Mittwoch ihre Kampagne zum Internationalen Hurentag am 2. Juni vorgestellt, die sich die Mängel im Wiener Prostitutionsgesetz vorknöpfen will. Das neue Gesetz hat die Zielsetzung, AnrainerInnen der bisherigen Straßenstriche zu entlasten und die Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen zu verbessern, bislang nämlich nur zur Hälfte erfüllt. Die AnrainerInnen sind entlastet, aber die Prostituierten werden nur weiter an den Rand der Wahrnehmung gedrängt.
"Florianiprinzip wirkt"
Das räumt auch Sozialsprecherin Birgit Hebein am Mittwoch ein, wenn sie in einer Aussendung meint, dass es zu wenig "neue und sichere Gebiete für die Straßenprostitution" gibt. Der rot-grüne Streich biete jedoch die Möglichkeit zur Ausweitung der Komfortzonen für alle Seiten, verteidigt sie das im November 2011 in Kraft getretene Gesetz, das sogenannte "Erlaubniszonen" für Sexarbeit vorsieht. Nur an der Umsetzung scheitere es bislang: "Hier kann ich nur feststellen, dass das Florianiprinzip wirkt. Die SexarbeiterInnen wurden zum Spielball." Es sei nun am Steuerungsteam, das den Austausch zwischen Polizei, NGOs, Behörden und politisch Verantwortlichen stemmt, das Gesetz auf Praxistauglichkeit abzuklopfen. Der politische Wille von Seiten der Grünen, die Rechte der Sexarbeiterinnen zu stärken, sei jedenfalls weiterhin gegeben, betonte Hebein.
Weg mit Sittenwidrigkeit
Um das zu erreichen, müsse erstmal die Sittenwidrigkeit fallen, wiederholt die Grüne Frauensprecherin im Parlament Judith Schwentner eine alte Forderung von Sexarbeiterinnen-Netzwerken: "Es darf nicht nur Pflichten geben für SexarbeiterInnen, es muss auch Rechte geben. Sie haben eine Meldepflicht, müssen zur Pflichtuntersuchung und sind steuerpflichtig." Mit dem Fall der Sittenwidrigkeit müssten also entsprechende arbeits- und sozialrechtliche Bedingungen einhergehen, so Schwentner. Denn ihre Rechtlosigkeit mache Sexarbeiterinnen - die in Wien laut Schätzungen zu 80 bis 90 Prozent Migrationshintergrund haben - angreifbar. Das Maßnahmenpaket müsse demnach auch ein eigenständiges Aufenthalts- und Niederlassungsrecht beinhalten.
Sexarbeit eine Stimme geben
Mit der neuen Kampagne wollen die Grünen Frauen Sexarbeit als gesellschaftliche Realität stärker sichtbar machen und die Gefahren für Prostituierte durch Verdrängung und Verbote aufzeigen. "Verbote tragen nicht dazu bei, dass Sexarbeit verschwindet, sie findet weiterhin statt", stellt Frauensprecherin der Grünen Wien Martina Wurzer fest. Im Gegenteil trügen Verbote zu unsicheren, unkontrollierten Arbeitsbedingungen bei, förderten Zwangs- und Abhängigkeitsverhältnisse und begünstigten Gewalttaten. Die Legalisierung sexueller Dienstleistungen als Erwerbstätigkeit sei also von Nöten, und damit einhergehend auch die Entkoppelung der Prostitution aus den Sitten- bzw. Anstandsnormen. Denn auch die gesellschaftliche Stigmatisierung und Marginalisierung von Sexarbeiterinnen stelle ein Problem dar.
Damit diese Bemühungen vorangetrieben werden, gibt die Kampagne der Sexarbeit eine Stimme: In vier von Maxie Klein gedrehten Videos werden die Lebensgeschichten von Sexarbeiterinnen erzählt, nicht von ihnen selbst, sondern vom Grünen Senioren Schani Margulies. Grundlage der Geschichten sind Interviews mit Frauen, die Hebein geführt hat. (red, dieStandard.at, 30.5.2012)
Links
"Ich seh, ich seh, was du nicht siehst, und das ist ... Sexarbeit in Wien" auf Facebook
Termin
Internationaler Hurentag 2012
Samstag, 2. Juni, 14:00-17:00 Uhr,
Praterstern, Wien
Solidaritätsaktion
Grüne Frauen Wien gemeinsam mit Lefö
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... es ist höchste Zeit, dass die Freier, und nicht die Prostituierten bestraft werden.
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ÖVP Frauensprecherin ist offensichtlich mit allem beschäftigt, nur nicht mit Frauenangelegenhleiten.
Oder ist die "Buff" Connection ihres Bruder Christian Marth der wirtschaftliche Hintergrund ihrer Jobauslegung? Wohl wichtig das sie in allen Ausschüssen sitzt und alles in die richtigen Wege (Vorgängerin Rauch Kallath, Mensdorff, Christian Marth, Berlakovich) geleitet wird? Original Zitat Marth (inl bauchhalten vor lautlachen und schenkelklopfen): Jetzt sitz ma am Ruder! - Wie lange noch, Herr Kohl?
ja wenn die Frauensprecherin der Wiener Grünen das sagt...
der spiegel fand in schweden das:
"In Stockholm sind nur noch zwischen 105 und 130 Frauen aktiv - Internet und Straßenstrich zusammengenommen. In Oslo sind es 5000.
Kaum ein EU-Land hat heute weniger Probleme mit Menschenhandel."
aber wozu sich in anderen ländern umsehen, die schon erfahrung mit dieser politik haben, wenn man selber eine feste meinung zum thema hat?
Manche bösen Zungen behaupten, dass die meisten Frauen fürs Liebe machen bezahlt werden wollen.. die einen direkt für Bares, die anderen durch Getränke, Essen, Kino, Kurzurlauben oder durch anschließende "ungeplante" Schwangerschaften.
Die einen geben es nicht zu - das sind (angeblich) die Anständigen.
Die anderen sagen, daß sie Geld dafür wollen, weil es ihr Beruf ist - das sind (angeblich) die Bösen.
Was haben sich die Anständigen aufgeregt, als Lugner das nette Fräulein, das zu ihrem Beruf steht, auf den Opernball mitgenommen hat.
Der Unterschied zwischen ihr und den anständigen Frauen, die dort waren, ist, Meiner Meinung nach, daß sie ehrlicher ist, und der Preis für ihre Leistungen niedriger ist (nicht Perlenkette oder Porsche oder Villa etc.).
Eine Schwangerschaft ist ja wohl kaum eine Bezahlung. Sie ist eine Belastung fürs ganze Leben (so schön Kinder auch sein können, das will ich gar nicht abreden). Bewusst wird ja kaum jemand sagen "Jetzt gebe ich meine DNA weiter!" und es gibt keinen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Sex und Schwangerschaft beim Menschen, sonst würden sie nämlich nur 1x in 2 Jahren und nicht ständig Sex wollen, Männlein wie Weiblein gleichermaßen.
was wird hier eigentlich immer gefordert?? prostituierte, die am straßenstrich stehen sind selbstständig tätig. Es bleibt ihnen überlassen, ob sich selbstversichern. jeder selbstständige ist im übrigen für die schaffung von entsprechenden arbeitsbedingungen SELBST verantwortlich. niemand stellt einem selbstständigen tischler oder grafikdesingner ein arbeitsumfeld zur verfügung. das haben die - unter einsatz entsprechender finanzieller mittel - selbst zu tun. es versichert sie auch niemand. die beiträge haben sie ganz alleine zu zahlen. was soll also dieses gejammer von den arbeitsbedingungen? die "unternehmer-prostituierte" muss halt geld in die hand nehmen u für ein entsprechendes umfeld sorgen, wie jeder andere unternehmer auch.
was soll der quatsch? es geht bei den arbeitsbedingungen, die angeblich so schlecht sind, ja darum, dass die frauen in gefährlichen gegenden stehen u der straßenstrich nicht einfach immer u überall erlaubt ist.
wenn`s zu gefährlich ist, muss sich die unternehmer-prostituierte halt ein arbeitsumfeld schaffen, das sicher ist. das müssen ALLE anderen Unternehmer auch. Niemand kann sich einfach an den straßenrand stellen und dort sein unternehmen eröffnen. die betriebsstätte ist von allen unternehmern - unter einsatz ihrer EIGENEN finanziellen mittel - zu errichten. das nimmt dem unternehmer niemand ab. und ja, auch so. UNer müssen sich in der früh anziehen, ev make up auflegen, sich um impfungen kümmern u fitnessvergnügungen selbst blechen
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