Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

ORF-Motto Wadln für die Madln? Bitte verschont uns damit!
Treffen sich vier junge Frauen und sind sich fix einig, was sie wollen: Männer! Was tun? ORF einschalten.
Und zwar am kommenden Sonntag. Wer sich da was anderes erhofft als Sportler, die einem Ball hinterher laufen oder in F1-Autos eingepfercht sind, ist schief gewickelt. Keine Benedict Cumberbatch-Specials, keine Michael Fassbender-Reihe, keine Robert Pattinson-Hommage. Und dennoch: Enthusiasmierte Freundinnen, die diesem Sportevent entgegenhecheln. So gesehen im Teaser zum sportlichen Sonntagabend, an dem der ORF gleich auf beiden Hauptkanälen die erwartungsvolle Weiblichkeit mit Männern, ORF-Sport-Kommentatoren inklusive, und erwartungsgemäß vielen Werbeunterbrechungen zu verzücken wird wissen. Die vier Frauen im Teaser jedenfalls sind schon jetzt ganz geil auf das Programm. Die eine will "am liebsten zwei auf einmal", die nächste beruhigt: "Auf die Größe kommt es nicht an".
Wer diesen Teaser noch nicht gesehen hat: Achtung, das ist ein echter Augenverdreher. Und Kopfschüttler, dem man die Hirnstarre der MacherInnen so richtig anmerkt. Als hätte man senile Affenmännchen damit beauftragt, ihre Vorstellungen, was Frauen denn so wollen, umzusetzen. Affenmännchen, die noch nie mit Menschenweibchen zu tun hatten. Affenmännchen, die irgendwie auch ein schlechtes Gewissen haben, dass sich in der nächsten Zeit alles um Sport dreht. Solche, die Frausein einfach so mit Null Interesse an Sport gleichsetzen.
Liebe Affenmännchen: Wenn frau sich geile Typen anschauen wollte, kann sie das auch anders haben. Dafür braucht es nun wirklich keinen ORF-Sport. Wenn frau sich Sport anschauen wollte, dann allerdings - neben der Möglichkeit, Übertragungen auf anderen Sender einzuschalten - schon. Muss man da auf eine unsägliche Stereotypenreiterei zurückgreifen? Und nebenbei die Sportler wie auch die Zuschauerinnen sexualisieren?
Nein, man muss nicht! Und man sollte es schon gar nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Mit dieser Auslassung hat der ORF wieder einmal unter Beweis stellt, dass das O für Oberpeinlich, das R für Rückständig und das F für Fernab des Programmauftrags als öffentlich-rechtlicher Sender steht. (bto/dieStandard.at, 5.6.2012)
Not loving it: McDonald's umwirbt Frauen mit seinem Salatsortiment
Leider nein: Die neueste Kampagne des Limo-Herstellers ist alles andere als "erfrischend anders"
Die Firma "Afro Coffee" wirbt mit Bikini, Afrolook und sexistischen Sprüchen von vorgestern - Zitrone für "No Money no Ladies" und mehr
Selten so gelacht oder doch eher fremdgeschämt? Zitrone für Nordsee und seinen platten Sexismus
Hohn und Spott für alle von Gewalt betroffenen Frauen und jene, die seit Monaten für mehr Rechte der Frauen auf die Straße gehen
Bei Tchibo/Eduscho putzen Frauen und relaxen Männer gegen die Frühjahrsmüdigkeit
Das Magazin "In Style" empfiehlt eine "Drinkdiät": Abends nichts essen, den Hunger einfach mit einem Gläschen Weißwein bezwingen und am nächsten Tag über das Blackout lachen
Sixx wurde als "Frauensender" vorstellig - Mögliche Interessierte ausschließlich über das Geschlecht ansprechen? Das kann nur schiefgehen
Alles Zitrone: Mit "Forever Young" wird es an der Josefstadt unappetitlich, und die Kette FitInn läd zum Turnen, damit auch Ihnen nachgepfiffen wird
Das Koch-Magazin "Beef" sorgt dafür, dass sich Männer trotz Interesses am Kochen keine Sekunde "unmännlich" fühlen - Das Ergebnis ist schlicht lächerlich
Platte Sexismen lassen alteingesessene Biermarken alt aussehen: Der "Gösser Fan-Arena" in Schladming wurde nun selbst digital eingeheizt
Im Internet gibt es viel zu wenig Bilder von Brüsten. Dem wird mit einer Brustkrebs-Awareness-Kampagne abgeholfen. Außerdem: Prima Hitze, Frauen-Box und keine Kinderpose
Was haben blasser Scheibenkäse und das weibliche Dekolleté gemeinsam? Genau: Gar nichts
Ein Werbespot will junge Männer dazu animieren, in Chemieberufe einzusteigen - Mädchen kommen gar nicht oder extrem stereotyp vor
Haben wir das wirklich verdient? ATV führt uns in "Ein Leben für die Schönheit" und verleiht damit dem Sozialporno einen neuen Look
Heimat bist du großer Söhne (im Kleinformat), echte Frauenliebhaber zahlen für große Brüste und eine Weihnachtsfrau
Der "Hausverstand" der Billa-Werbung erteilt allzu lebensnahe Lektionen: (Ober)G'scheite Mädchen sollen lieber still sein
Palmers will selbst dem BH einen BH verpassen - Erholung für den von Pölstern und Drähten gestressten Busen ist nicht in Sicht
Für phallische Fantasien ist Werbemachern nichts zu heilig - Ein Plakat der Disco "empire" verbindet eine Banane lutschende Frau mit Affengeilheit
Ferrero startete im August mit einem Überraschungsei "nur für Mädchen" - Die Begründung dieser "Maßnahme" ist völlig widersinnig
Die Marke Tally Weijl bedient weibliche Teenager und wirbt mit dem verhängnisvollen Klischee der passiven Verführerin
Breitenwirksam für Geschlechterklischees: die Rossbacher-Kampagne braucht Männer wieder "kompromisslos"
Profilierungsversuche gegen einen vermeintlichen Mainstream, dem sexistische Werbung stinkt: "profil"-Chef macht aus Sexismus ein Frauenrecht
Die FH Oberösterreich wirbt mit Web-Filmen und verabsäumt so manche Regieanweisung - Liebe Kinder, es gibt auch Frauen in dem Beruf!