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Katniss Everdeen aus "Hunger Games" ist derzeit wohl die berühmteste weibliche Heldin der Popkultur. Doch wie auch die Vampirjägerin "Buffy" oder die mehr dem Alltags-Heldinnentum zugewandten "Gilmore Girls", die vielschichtige und kluge Frauenfiguren auf die Mattscheibe brachten, bleibt auch sie eine Ausnahme von der Regel.
Denn noch immer werden prestigeträchtige und coole Rollen für Jugendliche und Kinder vorwiegend von weißen Burschen verkörpert, wie eine aktuelle Studie aus den USA zeigt. Die Studienautorinnen Nicole Martins und Kristen Harrison untersuchten die Auswirkungen dieser dominanten Repräsentationen bei Kindern und stellten fest, dass sie vor allem für Mädchen und schwarze Jungs besonders problematisch sind.
Die beiden Forscherinnen führten an der Universität von Michigan eine Untersuchung bei 400 weißen und schwarzen präadoleszenten SchülerInnen durch. Ein Jahr lang studierten sie, welchen Einfluss der Fernsehkonsum auf die SchülerInnen hatte und stellten fest: Fernsehkonsum hat einen starken Einfluss auf das Selbstwertgefühl der Kinder - für weiße Buben ist das eine gute Nachricht, für alle anderen nicht.
Glamouröse Häuser, gute Jobs
Ihre erwachsenen Geschlechtsgenossen haben oft einen sehr guten Job, prestigeträchtige Positionen, sind gut ausgebildet, haben glamouröse Häuser und eine schöne Ehefrau, so die Forscherin über ihre Studienergebnisse. Dies stärke das Selbstwertgefühlt von weißen Jungs.
Für Mädchen hingegen sei das Gegenteil der Fall. Sie hätten eine geringere Palette an Rollenvorbildern, mit denen sie sich identifizieren könnten. Weibliche Charaktere seien sehr oft eindimensional und stark auf ihr Äußerliches fokussierte Figuren, die bei Mädchen - die sich mit diesen Figuren vergleichen - das eigene Selbstwertgefühl sinken lassen. "Die Sexualisierung von Frauen und Mädchen hat wahrscheinlich auch einen besonders negativen Einfluss auf Mädchen", so Martins.
Wenig verlockende Angebote
Und auch schwarze Jungs müssen nach interessanten Role Models mit der Lupe suchen. Ihnen wird durch das Angebot im Fernsehen immer wieder suggeriert: Für dich gibt es im Leben nicht viel zu erreichen. Von Gangster bis zum Drogen Dealer ist wenig Verlockendes dabei.
Die Forscherinnen konzentrierten sich weniger darauf, ob die verschiedenen Fernsehsendungen unterschiedliche Einflüsse auf die Kinder haben, sondern fokussierten auf die Korrelation zwischen der Zeit, die sie vor den Fernseher verbringen, und ihre Selbsteinschätzung und ihren Selbstwert. Sie fanden heraus, dass Kinder, die neben dem Fernsehen keinen ausreichenden Ausgleich durch andere Tätigkeiten haben, sich mit den Figuren im TV besonders stark vergleichen.
Laut Martins verbringen Kinder trotz neuer Technologien wie Videospiele noch immer mehr Zeit mit Fernsehen als mit anderen Freizeitaktivitäten.
Daher sieht sie auch ihre Studienergebnisse als eine klare Ansage an ProduzentInnen, ihre Darstellung von unterrepräsentierten Gruppen progressiver und vielfältiger zu gestalten. (beaha, dieStandard.at, 6.6.2012)
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Diese Ami-Serien die da weltweit die Medienlandschaft überschwemmen sind wirklich teilweise ziemlich grenzwertig.
Mir fällt das vor allem beim Kinderprogramm auf. Dieses iCarly-Format usw. Das macht mir wirklich Angst - ich möchte keine 13/16-Jährige Mädchen in High Heels und Pushup sehen. Der Lipgloss glänzt, die Wangen rot, die Augen schwarz umrahmt.
Das färbt in die Realität ab. Meine kleine Schwester (13) wurde gerade vorige Woche übelst gemobbt, weil sie bei der Schullandwoche als einzige im Zimmer keinen G-String besaß und auch den eingeschmuggelten Vodka wollte sie nicht probieren...
mhh.
das klingt für mich ganz danach, als hätten ihre eltern bei der erziehung ihrer schwester (und wohl auch ihnen) alles richtig gemacht.
dem gruppenzwang widerstehen zu können ist eine schwere aufgabe, gerade wenn es garkeine unterstützung vor ort gibt.
frauen kommen weder mit positiven, noch mit negativen role-models klar!
zu welchem schluss bringt uns das jetzt?
fernsehverbot für frauen!
(obiges kommentar könnte möglicherweise überspitzt sein und/oder sarkastisch sein. zum glück sind die frauen die ich kenne nicht solche opfer wie diese kampfemanzen hier...[some faith in humanity has been restored])
In den wenigen österreichischen Serien, die ich gesehen habe (Ein echter Wiener geht nicht unter, MA 2412, die Schlawiner) sind weiße Männer durch die Bank Trotteln. Und für die beste amerikanische Serie halte ich noch immer Buffy. Jetzt weiss ich endlich, warum ich mich rein gar nix trau.
"Weibliche Charaktere seien sehr oft eindimensional und stark auf ihr Äußerliches fokussierte Figuren"
und das einzige, worin die "schönen frauen" in den fernsehserien erfolgreich sind, ist doch, einen möglichst reichen mann zu heiraten, nicht?
Ich kann mich ja auch minderwertig fühlen, weil ich, als weißer Junge, es nicht geschafft habe ein Luxusauto, -haus und -mädchen zu haben? Dabei schafft das ja "jeder Idiot" was muss ich denn nur für ein Loser sein^^
Also wenn ich mein Selbstwertgefühl aufblasen will, dann schaue ich mir Talkshows auf deutschen Privatsendern und Sozialpornos auf ATV an. Auch Daniela T. Spiras Filme leisten da gute Dienste.
Wichtig ist nur, Leute zu sehen, die sehr viel dümmer sind als man selbst - und schon kommt man sich wieder richtig gut vor.
Diese Logik, dass das Vorsetzen von tollen, erfolgreichen Role Models, die alles können und alle kriegen, das eigene Selbstwertgefühl steigern, halt ich auch nicht für sehr plausibel.
Bezeichnenderweise wird dann bei den Frauen eh wieder in diese Richtung argumentiert:
"...auf ihr Äußerliches fokussierte Figuren, die bei Mädchen - die sich mit diesen Figuren vergleichen - das eigene Selbstwertgefühl sinken lassen"
Ach ne?
Die 15% Schwarzen der US-Bevoelkerung sind auch in Filmen und Serien proportional gleich repraesentiert?
Was fuer ein Skandal!
Und dass es besonders bei Serien die in der Oberschicht spielen wenige Schwarze gibt, hat gaaanz sicher auch nichts damit zu tun, dass es in dieser Gesellschaftsschicht wenige Schwarze gibt.
Heutzutage ist doch alles auf Profit ausgerichtet. Solche Serien oder Filme kosten ein Vermögen. Kann man dabei also davon ausgehen, dass genau die Zielgruppen und deren Vorlieben analysiert und zur Vorgabe werden?
Wenn ich mich umhöre, was die Leute sich so ansehen. Ich meine, es gibt ja echt eine große Auswahl, und dennoch zappen sie sich zielstrebig in diverse Progamme, sehen immer den selben Mist. Meist Mainstreamiger Konsumentenquatsch ohne Anforderungen an einen IQ.
Wer schaut denn am Allerbegeistertsten dünne Frauen im TV? FRAUEN!
Und der weiße Mann mit gutem Job und daher großem Haus der sich eine schöne Frau gönnt? Kann es nicht sein, dass sich eine schöne Frau einen reichen Mann "halten" kann, um nix hackeln zu müssen?
Aber keine Sorge: die Bösen, Dummen und Verantwortungslosen im Fernsehen sind ebenfalls fast durch die Bank Weiße - was interessanterweise nie thematisiert wird.
"Und auch schwarze Jungs müssen nach interessanten Role Models mit der Lupe suchen. "
Das kann doch wohl nur ein Witz sein. Die Rollen von Rechtsanwälten, Ärzten, Wisschenschaftern und Führungspersönlichkeiten werden mittlerweile in einem Ausnamß mit Schwarzen besetzt, das mit der sozialen Realität überhaupt nichts mehr zu tun hat.
Ich weiß nicht, ob es mit dieser permanenten Bebauchpinselung durch Hollywood zusammenhängt, aber schwarze Jugendliche haben ohnehin ein höheres Selbstwertgefühl als weiße:
http://www.guardian.co.uk/uk/2000/j... .sarahryle
Stimmt, die dümmsten Idioten, die grauslichsten Menschen werden durch die Bank von weissen Männern gespielt. Kaum eine Schauspielerin macht sich Serienmäßig selber so zum debilen Vollkoffer, wie eine ganze Branche.... und das sehen sich Frauen gerne an.
Entweder saudumme lebensunfähige Männer, oder reiche Prinzen, gut situiert, schön und der Frau die Welt zu Füßen liegend.
Eine Diskriminierung zu sehen, wenn ein Mann für eine Frau arbeitet, damit sie am Pool rumliegen und Parties geben kann als eine Diskriminierung von Frauen, nicht aber Männern zu sehen ist auch fast schon ein Kunststück.
Und wie viele Frauen möchten gerne Straßenkehrer, Kanalräumer mit Bierbauch sehen? Würds geben, wenn sie es wollten. Zuhauf. Wenns Geld bringt.
Sie wollen es halt nicht wissen, dass die meisten Femistinnen beides als Diskriminierung und dumm und mies sehen...Ich empfehle die Beschäftigung mit aktueller Medienkritik. Fangens doch bei The Pervocracy an und klicken Sie sich durch "What about the menz" und so.
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