Vom Verkauf in die Reproduktion

8. Juni 2012, 10:07

Bundesarbeitsministerin will gekündigte Frauen von "Schlecker" zu Umschulungen in Erzieherinnen und Altenpflegerinnen animieren

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Zu blöd, dass bei den Pflegekassen keine Kohle für mehr Mitarbeiter da ist...

...oder soll die harte Pflegearbeit von 1-Euro-Jobbern erledigt werden?
Und ´ne Schlecker-Mitarbeiterin möchte ich auch nicht unbedingt in der Nähe von Kindern sehen....

vonderleyen - das ist doch die mit dem stoppschild vor kinderpornoseiten....

.... da sieht man was rauskommt wenn leute einen job machen von dem sie nix verstehn.

es ist zum weinen...

zum einen müssen sich erzieherInnen in d (die eine mehrjährige, mindestens einer fh entsprechende ausbildung absolviert haben) gefallen lassen, in ihrer kompetenz in frage gestellt zu werden, weil sie ja keine akademische ausbildung haben (und das für unsere kleinen doch gerade mal gut genug wäre, wenn sie von uni-absolventInnen betreut würden)

zum anderen sollen jetzt auf die schnelle schlecker-mitarbeiterInnen (die sich ja in aller regel deshalb bei schlecker versklaven ließen, weil sie eben keine ausbildung und/oder qualifikation besitzen) als erzieherInnen und altenpflegerInnen einspringen?

und wenns denn so einfach ist, diese menschen jetzt qua jobcenter zu qualifizieren - warum hat man das nicht schon "vor schlecker" gemacht?

Und wer garantiert, dass ALLE Frauen zur Erzieherin geboren sind? Gleichzeitig: wer sagt ihr, dass nicht auch manche ehemalige bei Schlecker angestellte Männer das Zeug zum Erzieher hätten?

Warum nur die Frauen, die aber ohne jeden Zweifel?!
Unreflektierte Rollenbilder? Ja. Das wird's vermutlich (wieder mal) sein

Glauben Sie, dass ALLE Schlecker-Mitarbeiterinnen zur Verkäuferin geboren waren?

Als Verkäufer hab ich aber keinen so großen Einfluss. Wenn ich da ein bisschen ein Ungustl bin da verschreckt das vielleicht ein paar Kunden. Wenn ein Ungustl Kinder miterziehen soll oder Alte Menschen betreuen soll dann passt da was nicht.

Die Schlecker-Mitarbeiterinnen kommen unschuldig zum Handkuß.
Davon unabhängig leistet die deutsche Politik nun den Offenbarungseid, wiew sie sich Kinder- und Altenpflege vorstellt. Es ist erschütternd.

Was ist dran erschütternd?

Das sind krisenfeste Berufe, die auch in periphären Regionen ausgeübt werden können. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, wieso derartige Jobs weniger erfüllend/anspruchsvoll sein sollen als Verkauf beim Schlecker.
Wenn du diesen Vorschlag nun so "erschütternd" findest, hätte ich gern deine Lösung gehört.

Ich kann Ihnen gerne erklären, was an dem Vorschlag - nun ja, vielleicht nicht erschütternd, aber einfach fragwürdig - ist.

Das ist die Tatsache, dass viele bei Schlecker angestellte Frauen und aus Mangel an Alternative "umsatteln" werden - nicht aus Liebe zur neuen Tätigkeit. Und das unabhängig von ihren Vorkenntnissen bzw. ihrer Kompetenz. Es hat nun ein Mal nicht jede/r das Zeug sich um Kinder oder alte Menschen zu kümmern. Ja, stellen Sie sich vor, Kindergärten und Pflegeheime sind keine "Verwahrungsstätten" für für unfertige Menschen/Gammelfleisch. GERADE der Umgang mit den verwundbarsten (weil wehrlosesten) Menschen in unserer Gesellschaft setzt bestimmte Kompetenzen und (menschliche) Qualitäten

Außerdem: warum nur Frauen?

Wenn Sie meine Zeilen nochmals aufmerksam lesen, werden Sie's gewiss richtig verstehen.

Was gibts da viel zu verstehen?

"Die Schlecker-Mitarbeiterinnen kommen unschuldig zum Handkuß." - Das ist wohl wahr, aber nichts neues. Siehe Opel-Astra-Abwanderung und ähnliche Fälle. Immerhin wird hier versucht, die Leute in anderen Positionen unterzubringen, in denen Bedarf besteht.
"Davon unabhängig leistet die deutsche Politik nun den Offenbarungseid, wiew sie sich Kinder- und Altenpflege vorstellt." -> Naja, wieso soll eine mindestens zweijährige Ausbildung dafür zuwenig sein? Oder was meinst du damit?
"Es ist erschütternd." -> Du hast mir noch immer nicht erklärt, was genau. Und nein, mit "Lies halt nochmal" geb ich mich nicht zufrieden.

Anstelle einer Antwort:

Bitte lesen Sie das Posting von Wiener Studentin, 17:25 Uhr.

Die raunzt auch nur.

Und bringt ebenfalls keine konstruktiven Vorschläge. Ich hab dich gefragt, was dnn nun deine Lösung ist, wenn die angedachte so "erschütternd" ist.
Und anstelle meiner nächsten Antwort lese bitte einfach ein beliebiges Posting in einem Thread deiner Wahl, ok? Wenn das deine Art zu "diskutieren" ist, dann stell ich mich gern drauf ein. Nur brauchst du und deinesgleichen euch dann halt nicht zu wundern, wenn euch niemand ernst nimmt.

Wieso "raunze" ich nur? Ich habe doch in meinem Posting klar und deutlich gesagt, dass ich der Meinung bin, dass dieses Angebot Frauen UND Männern freigestellt werden sollte, oder? Das war ein konstruktiver Vorschlag und ich war der Meinung mich (bzw. meinen Vorschlag sowie die Kritik am bisherigen "Modell") klar und deutlich ausgedrückt zu haben. Aber selbst die simpelste Satzkonstruktion kann scheinbar immer noch zu Missverständnissen führen.

Ihre Erregung ist doch völlig unnötig:

Gelernte Lehrer werden immer wieder beschuldigt, für ihren Wunschberuf – angeblich – ungeeignet zu sein. Und Sie wollen geeignete Betreuer für die wahrscheinlich wichtigste Zeit in der Entwicklung eines Menschen dort rekrutieren, wo sich jemand für Verkaufstätigkeit entschieden hat? Wissen Sie was Neigung, geschweige Berufung ist? Es geht nicht um Brut sondern um Kinder, es geht um behinderte und/oder alte Menschen, nicht unnütz essende Friedhofsdeserteure.
Daß die Arbeitsministerin aus momentan Arbeitslosen gerne billige Arbeitskräfte für den öffentlichen Dienst machen möchte, ist verständlich. Wenn sie aber über den Tellerrand ihres Ressorts nicht hinausblicken will agiert sie verantwortunglos und ist rücktrittsreif.

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