Türkische Regierung rudert bei geplantem Abtreibungsverbot zurück

12. Juni 2012, 11:59

Gesundheitsminister will "Mittelweg" zwischen Selbstbestimmungsrecht von Frauen und "Rechten ungeborener Kinder" finden

Istanbul - Nach heftigen Protesten von Frauenrechtsgruppen hat die türkische Regierung ihre Bereitschaft zu Kompromissen bei der geplanten Verschärfung des Abtreibungsrechts angedeutet. Gesundheitsminister Recep Akdag kündigte nach Presseberichten vom Dienstag an, die Neuregelung werde sowohl die "Rechte ungeborener Kinder als auch das Recht von Frauen auf eine Wahl zwischen Geburt und Abtreibung" berücksichtigen. "Wir werden einen Mittelweg finden", sagte der Minister.

Vier-Wochen-Frist

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte Abtreibung im Mai als "Mord" verdammt und eine Gesetzesverschärfung angekündigt. Derzeit gilt in der Türkei eine Fristenregelung, die Frauen eine Abtreibung bis zur zehnten Schwangerschaftswoche ermöglicht. Die islamisch-konservative Regierung Erdogans argumentiert, die Regelung sei zu einem Instrument der Familienplanung geworden. Laut Medienberichten will die Regierung die Abtreibungsfrist auf die vierte Schwangerschaftswoche verkürzen.

Mehrheit der WählerInnen gegen Verbot

Frauenverbände hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Demonstrationen gegen die Regierungspläne organisiert. Selbst einzelne PolitikerInnen aus Erdogans Regierungspartei AKP wandten sich gegen eine Verschärfung. 

Entwurf wird weiter ausgearbeitet

Laut einer in dieser Woche veröffentlichten Umfrage sind 55,5 Prozent der türkischen WählerInnen gegen ein Verbot der Abtreibung. Gesundheitsminister Akdag sagte, sein Ministerium arbeite zusammen mit WissenschaftlerInnen und anderen Ministerien an einem Entwurf. Das Thema werde voraussichtlich in der kommenden Woche im Kabinett besprochen. (APA, 12.6.2012)

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13 Postings
Ein Embryo ist kein vollwertiger Mensch.

Genausowenig ist ein Sperma oder eine Eizelle ein vollwertiger Mensch.

Und wer auch immer etwas anderes behauptet hat einen ordentlich an der Waffel!

yes,

weder ei- noch samenzellen sind vollwertige menschen (no na). auch ein führerschein, ein iphone oder die neueste prada-tasche machen einem noch nicht dazu (zu einem vollwertmenschen, was immer sie da auch meinen). aber dass ein embryo, so man/sie ihn lässt, sich zu einem entwickeln kann, ist unbestritten, für leute die eine ahnung von biologie haben jedenfalls.
das sage ich als praktizierender atheist und prinzipieller befürworter der abtreibung.

ja und weiter?

ihrer aussage fehlt irgendwie die conclusio...die tatsache dass ein embryo ein mensch werden KÖNNTE ist völlig irrelevant, denn hier argumentieren abtreibungsgegner ja damit, dass ein embryo mit einem vollwertigen menschen gleichzustellen ist!

Für das Recht auf Abtreibung ...

jederzeit und allenorts!

Das "Recht auf Abtreibung" schränkt für andere das Recht auf Leben ein!!!

Das Recht auf Abtreibung ist ein tödliches Recht, meine ich.
Schon mal darüber nachgedacht?

Welches Recht auf Leben wird eingeschränkt. Dass des Zellknödels, oder das der nicht wollenden werdenden Mutter?

Zuviel kath.net gelesen?

"Staat, nimm deine Finger weg von meinem Körper": ...

... sagte der Embryo. Außerdem, wo die Rechte auf sich selbst liegen, kann man in den Militärkasernen, in der Wehrpflicht, in Spitälern und auf Friedhöfen eindringlich in Erfahrung bringen. Dieses "Argument" des "Rechtes auf den Körper" ist schlicht dumm.

Der Staat treibt nicht ab. Die Frau tut es und soll es auch dürfen. Wird es verboten, tut sie es trotzdem, halt bei Engelsmachern mit dem Risiko bei dem dann illegalen Eingriff eine schwere Infektion zu erleiden oder dafür ins Gefängnis zu wandern. Und wenn jemand so verzweifelt ist kein Kind zu bekommen, wollen Sie so eine Frau zur Mutter machen?

Es heißt zwar "blöder geht's immer", aber viel Spielraum ist hier nicht mehr.

Frauenspzifische medizinische Eingriffe haben im Strafrecht nicht zu suchen.

Oder welcher Mann muss um Erlaubnis für eine Sterilisation fragen beim Staat?

Abtreibungen sind nicht nur frauenspezifisch!

Die sind vor allem auch kinderspezifisch.
Da wird immer auf die Ungeborenen vergessen.
Wer setzt sich für deren Rechte ein?

Wie wäre es denn, wenn wir erstmal die rechte der Geborenen umsetzen würden?

Ich betrachte das global: Es bringt genau gar nichts, immer mehr Kinder in die Welt zu setzen und die dann verhungern zu lassen bzw. ihnen kein menschenwürdiges Leben bieten zu können. Das mag in Mitteleuropa etwas anders sein, nicht aber global.

An nahezu jedem Handy klebt Kinderblut, die Schweizer importieren Getreide aus Indien, der Hofer in Wien die Weitrauben. Dafür verhungern die Kids dort und Sie setzen sich für das Recht auf Leben für Ungeborene ein? Versorgen Sie erstmal die Geborenen!

Es gibt kein Recht auf geboren zu werden.

Und Föten sind keine Kinder, gell.

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