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Peking - In China ist eine im siebenten Monat schwangere Frau zur Abtreibung gezwungen worden. Die chinesischen Behörden bestätigten am Donnerstag den Vorfall und kündigten Strafmaßnahmen gegen die Verantwortlichen an. Der Fall hatte in China für helle Empörung gesorgt, nachdem Fotos der Frau und ihr von ihrem toten Babys im Internet veröffentlicht worden waren.
Es handle sich um einen "ernsten Verstoß" gegen die Politik der chinesischen Familienplanungsbehörde, hieß es am Donnerstag auf der Internetseite der Zhenping-Gemeinde in der nordchinesischen Provinz Shaanxi, in der Spät-Abtreibungen seit 2001 verboten sind. Die Erklärung bestätigte, dass die Schilderung des Falls, der großen "Unmut in der chinesischen Gesellschaft" auslöse, "im wesentlichen" wahr sei. Die ErmittlerInnen hätten Strafmaßnahmen gegen die Verantwortlichen empfohlen, hieß es weiter.
Hohe Strafzahlungen
BürgerrechtlerInnen der Provinz Shaanxi erklärten, die junge Frau, die bereits ein Kind hat, sei zur Abtreibung gezwungen worden, weil sie der Strafzahlung von 40.000 Yuan (4.880 Euro) wegen Verletzung der staatlich verordneten Ein-Kind-Politik nicht nachkam.
Mit 1,3 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, gilt seit den späten 1970er Jahren die sogenannte Ein-Kind-Politik. In Städten lebende Paare dürfen nur ein Kind bekommen, Paare auf dem Land dürfen ein zweites Kind bekommen, wenn das erste ein Mädchen ist.
Verstoßen sie gegen die Regel, müssen sie hohe Strafen zahlen. Menschenrechtsgruppen zufolge wurden tausende Frauen wegen Verstößen gegen das Gesetz von den Behörden zur Abtreibung gezwungen. Offiziellen Angaben zufolge wurde im Jahr 1983 mit 14,37 Millionen Abtreibungen ein Höchstwert erreicht. (APA, 14.6.2012)
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