Priester rief dazu auf, Gay-Parade mit Steinen zu bewerfen

14. Juni 2012, 16:46

Verantwortliche, die die Parade zulassen "gehören mit einem Mühlenstein um den Hals ins tiefe Meer" - Menschenrechtsgruppen beunruhigt über den offenen Aufruf zur Gewalt

Sofia - Ewgeni Janakiew aus der südbulgarischen Stadt Sliwen (Sliven), ein bulgarischer orthodoxer Priester, hat seine Gläubigen dazu aufgerufen, die TeilnehmerInnen der bevorstehenden jährlichen Homosexuellen-Parade in Sofia Ende Juni mit Steine zu bewerfen. Er bezeichnete dies als "geeignete Variante" für ChristInnen sich gegen die "üble Versammlung" zu wehren und rief damit bei MenschenrechtlerInnen heftige Proteste hervor. Kritik übte der Priester auch an BürgermeisterInnen und MinisterInnen, welche die Veranstaltung zulassen: Sie gehörten mit einem Mühlenstein um den Hals ins tiefe Meer, so die Empfehlung des Geistlichen, wie die Tageszeitung "Standart" am Donnerstag berichtete.

Die Äußerungen des Priesters sorgten bei Menschenrechtsgruppen für Empörung. Die bulgarische Vertretung des Helskinki-Komitees sah sich gezwungen den Vorfall bei der Staatsanwaltschaft und der Bischofskonferenz der Bulgarischen orthodoxen Kirche (BOK) zu melden. Man sei beunruhigt über den offenen Aufruf zur Gewalt, der gegen die Gesetze des Landes und die Grundsätze der Kirche verstoße, so das Helsinki-Komitee.

Bitte nicht "zu buchstäblich"verstehen

Das kirchliche Internetportal "dveri.bg" kritisierte dagegen, dass die MenschenrechtlerInnen die Worte Janakiews "zu buchstäblich" verstanden hätten, vielmehr hätte der Geistliche das Matthäus Evangelium Kapitel 18 Vers 6 zitiert ("Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlenstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde."). Auch der zuständige Bischof von Sliwen wollte gegenüber der Tageszeitung "Monitor" keine eindeutige Stellung beziehen und erklärte nur in Bezug auf die Homosexualität, er könne sich nicht für etwas aussprechen, wogegen die Bibel ausdrücklich sei.

Jährlich verfasst die Heilige Synode der Bulgarischen Orthodoxen Kirche vor der Gay-Parade in Sofia eine Deklaration, welche die Homosexuellen verurteilt. (APA, 14.6.2012)

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17 Postings

in österreich sind es nur verbale angriffe, aber nichts desto trotz schlimm:

http://www.gloria.tv/?media=298485

und widerstand dagegen:

http://www.gottlos.at/?p=505

Die Orthodoxe Kirche fürchte um den Nachwuchs - wenn sich Schwule jetzt schon offen im Lade bewegen dürfen.
Irgendwie verständlich!
*zynismusaus*

wer von euch ohne sünde ist, der werfe den ersten stein

Nachdem Gay zu sein keine Sünde ist,

könnte sich die Wurfrichtung der Steine schnell umkehren :)

gay sein ist keine süde

sofern man den "trieb" nur hat und nicht auslebt

nur zur sicherheit: ist nicht meine meinung sondern die auslegung der amtskirche

Re: Verantwortliche, die die Parade zulassen "gehören mit einem Mühlenstein um den Hals ins tiefe Meer"

Ist es jetzt eher beruhigend oder doch eher Anlass zur Sorge, zu sehen dass neben Islam und katholischer Kirche auch noch diverse andere Glaubensgemeinschaften geistig weiter im tiefsten Mittelalter dahinvegetieren?

Wie

war das Gebot mit der Nächstenliebe?!

Du sollst nicht begehren, deines Nächsten Weib

Jeder ist sich selbst der Nächste :)

ein dementsprechendes gebot läßt sich aus dem NT nicht herauslesen. jesus selbst war zwiespältig und stieß auch lt. NT furchtbare drohungen aus, und dass seine apostel bewaffnet und schnell mit der waffe bei der hand waren, steht auch im NT.

Die Christen lieben am Nächsten nur dessen Seele, die es zu retten gilt.

Wenn es das letzte Mittel zur Seelenrettung ist, dann verbrennt man einen Sünder am Scheiterhaufen - als Akt der Nächstenliebe.

Das Bibelzitat lautet ja auch "für den wäre es besser" - das Versenken im Meer dient auch hier dem Seelenheil des Sünders.

Toll, ...

dass es auch in Bulgarien auch einen "Standard" gibt. Heisst der Herausheber auch Bronnawelow?

Willi Molterer ist Abonnent!

???? ??? ???

ok, sollte ein Kommentar in kyrillischen Zeichen sein, die wurden nicht übernommen. Sinngemäß: Schreckliche Aussage

Um in seiner Sprache zu bleiben

Frei wiedergegeben : Wer frei von jeglicher Sünde ist werfe den 1. Stein (Hoffentlich ist Grasser zu dieser Zeit nicht in Bulgarien)

"Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlenstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde."
Humanistisch betrachtet müßte sich jetzt der Priester einen Mühlstein umhängen!?

tja, die pfaffen

einerseits ist es das wort gottes.

dann darf mans wieder nicht so eng sehen.

und typisch, diese vermischung von pädophilen und schwulen.

man fragt sich echt, wann wird die menschheit endlich erwachsen?

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