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Sofia - Ewgeni Janakiew aus der südbulgarischen Stadt Sliwen (Sliven), ein bulgarischer orthodoxer Priester, hat seine Gläubigen dazu aufgerufen, die TeilnehmerInnen der bevorstehenden jährlichen Homosexuellen-Parade in Sofia Ende Juni mit Steine zu bewerfen. Er bezeichnete dies als "geeignete Variante" für ChristInnen sich gegen die "üble Versammlung" zu wehren und rief damit bei MenschenrechtlerInnen heftige Proteste hervor. Kritik übte der Priester auch an BürgermeisterInnen und MinisterInnen, welche die Veranstaltung zulassen: Sie gehörten mit einem Mühlenstein um den Hals ins tiefe Meer, so die Empfehlung des Geistlichen, wie die Tageszeitung "Standart" am Donnerstag berichtete.
Die Äußerungen des Priesters sorgten bei Menschenrechtsgruppen für Empörung. Die bulgarische Vertretung des Helskinki-Komitees sah sich gezwungen den Vorfall bei der Staatsanwaltschaft und der Bischofskonferenz der Bulgarischen orthodoxen Kirche (BOK) zu melden. Man sei beunruhigt über den offenen Aufruf zur Gewalt, der gegen die Gesetze des Landes und die Grundsätze der Kirche verstoße, so das Helsinki-Komitee.
Bitte nicht "zu buchstäblich"verstehen
Das kirchliche Internetportal "dveri.bg" kritisierte dagegen, dass die MenschenrechtlerInnen die Worte Janakiews "zu buchstäblich" verstanden hätten, vielmehr hätte der Geistliche das Matthäus Evangelium Kapitel 18 Vers 6 zitiert ("Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlenstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde."). Auch der zuständige Bischof von Sliwen wollte gegenüber der Tageszeitung "Monitor" keine eindeutige Stellung beziehen und erklärte nur in Bezug auf die Homosexualität, er könne sich nicht für etwas aussprechen, wogegen die Bibel ausdrücklich sei.
Jährlich verfasst die Heilige Synode der Bulgarischen Orthodoxen Kirche vor der Gay-Parade in Sofia eine Deklaration, welche die Homosexuellen verurteilt. (APA, 14.6.2012)
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in österreich sind es nur verbale angriffe, aber nichts desto trotz schlimm:
http://www.gloria.tv/?media=298485
und widerstand dagegen:
http://www.gottlos.at/?p=505
Ist es jetzt eher beruhigend oder doch eher Anlass zur Sorge, zu sehen dass neben Islam und katholischer Kirche auch noch diverse andere Glaubensgemeinschaften geistig weiter im tiefsten Mittelalter dahinvegetieren?
Die Christen lieben am Nächsten nur dessen Seele, die es zu retten gilt.
Wenn es das letzte Mittel zur Seelenrettung ist, dann verbrennt man einen Sünder am Scheiterhaufen - als Akt der Nächstenliebe.
Das Bibelzitat lautet ja auch "für den wäre es besser" - das Versenken im Meer dient auch hier dem Seelenheil des Sünders.
"Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlenstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde."
Humanistisch betrachtet müßte sich jetzt der Priester einen Mühlstein umhängen!?
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