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Darmstadt - Der Betriebsrat der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker hat erneut finanzielle Hilfen von den Regierungen in den Ländern und im Bund gefordert. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einem CDU-Landesparteitag in Darmstadt zu den hessischen Delegierten sprach, forderte die Betriebsratsvorsitzende des Schlecker-Bezirks Darmstadt, Katja Deusser, vor dem Gebäude eine staatlich finanzierte Transfergesellschaft zur Qualifizierung der Beschäftigten, die Ende Juni gekündigt werden. Das Aus für Schlecker kam, nachdem sich kein Investor gefunden hatte.
35.000 Betroffene und kein politischer Wille
Innerhalb von zwei Jahren hätten dann etwa 35.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, ihre berufliche Perspektive und ihre soziale Sicherheit verloren, meinte Deusser. Im Frühjahr waren bereits in einer ersten Welle mehr als 11.000 Schlecker-Beschäftigte gekündigt worden, nachdem eine Transfergesellschaft in letzter Minute am Widerstand der FDP gescheitert war. Nach wochenlangem Tauziehen war der Plan der Bundesländer gescheitert, eine Bürgschaft für den Kredit von 70 Mio. Euro für eine Beschäftigungsgesellschaft zu schultern.
Nötiges Geld
Auf der Kundgebung vor 200 Menschen am Rande des CDU-Landesparteitags forderten Verdi und Betriebsrat: "Frau Merkel und Herr (Ministerpräsident Volker) Bouffier: Öffnen Sie Ihre staatlichen Kassen und geben Sie uns die Kohle für eine Transfergesellschaft." Das Geld sei nötig, damit die KollegInnen besser qualifiziert werden könnten und der Druck auf der Suche nach einer neuen Arbeit nachlasse.
Auf nach Bayern
Sollte der Appell unerhört bleiben, legen Zahlen der deutschen Bundesagentur für Arbeit (BA) von Montag den künftigen Arbeitslosen nahe, es in Bayern zu versuchen. Von den Arbeitslosen, die hier eine Stelle im Verkauf suchten, hat jede/r Zehnte eine Stelle gefunden. Für Frauen mit einer abgeschlossenen Verkäuferinnen-Ausbildung waren die Chancen sogar noch größer: Innerhalb der ersten fünf Monate fanden 12,3 Prozent einen Job im Handel. Am schlechtesten sind die Chancen in Bremen (4,6 Prozent), Nordrhein-Westfalen und Berlin (jeweils 5,4 Prozent), Sachsen-Anhalt und dem Saarland (jeweils 5,8 Prozent).
Insgesamt sei der Handel eine expandierender Wirtschaftsbereich, heißt in der Analyse der Bundesagentur. So seien im März deutschlandweit 96.000 mehr Menschen im Handel beschäftigt gewesen als im Jahr davor. Auch das Stellenangebot wachse derzeit noch. (APA, 18.6.2012)
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die durch eine Ex-Schleckerin ersetzt wird :)
Durch Massenkündigungen können schlechter qualifizierte MitarbeiterInnen, durch besser qualifizierte MitarbeiterInnen ersetzt werden. Der Arbeitslosenmarkt wird übersättigt, was die Lohnvorstellungen auf Handels-KV-Mindestlohn senkt.
Was hindert andere Handelsketten daran, bessere/unmenschlichere Arbeit um weniger Lohn zu fordern? Wem's nicht passt ... dort vorn hat die Maurerin ein Loch in der Wand gelassen :)
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